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17.12.2013 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Image als Standortvorteil für Städte

Autor:
Anja Schüür-Langkau

Viele junge gut ausgebildete Menschen wählen ihren Wohnort danach aus, ob er zur eigenen Persönlichkeit passt. Der Springer-Autor Andreas Müller rät Städten und Gemeinden ihr Marketing konsequent auf das Stadtimage auszurichten.

München, Stuttgart und Hamburg zählen laut eines Städterankings zu den kreativsten Städten Deutschlands, gefolgt von Frankfurt und Berlin. Doch solche Rankings, die unterschiedliche Kriterien einbeziehen und gewichten, zeigen nur einen Teil der Wahrheit. Denn gefühlt ist Berlin inzwischen das deutsche Zentrum der Kreativbranche, auch wenn sich dieses Gefühl nicht unbedingt in realen Daten, wie Wirtschaftskraft und Anzahl der Firmen widerspiegelt.

Städte als identitätsstiftende Marke

Doch woran liegt es, dass junge Kreative lieber nach Berlin oder Hamburg ziehen wollen und Frankfurt gegen seinen Ruf als langweilige Bankenstadt ankämpfen muss? „Städte werden nicht ausschließlich nach ihrer Fähigkeit zur Erfüllung grundlegender funktionaler Bedürfnisse, sondern zunehmend als Instrument zur Definition der eigenen Persönlichkeit und als Ausdrucksmittel des eigenen Lebensstils verstanden“, erläutert Springer-Autor Andreas Müller in seinem Beitrag „So kreativ wie Berlin, so erfolgreich wie Frankfurt – der symbolische Nutzen von Städten als Zielgröße einer imageorientierten Stadtmarkenführung.“

Place Branding stellt das Image in den Fokus

Generell sind Städte heute einem wachsenden Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte, Touristen und Unternehmen ausgesetzt. Diese Situation fordert den Verantwortlichen in Städten und Gemeinden ein stärkeres, auf Image ausgerichtetes, Marketing ab. Dabei sollte sich das Stadtmarketing nicht auf mediale Kommunikationsmittel wie Webseiten, Logos, Flyer, Plakate oder Anzeigen beschränken, sondern das Stadtimage in den Fokus aller Marketingmaßnahmen rücken, so der Autor. Erste praktische Ansätze dazu bietet das Konzept des „place brandings“. Diese Vorgehensweise Hierzu zählt auch das visuelle Stadtbild.

Welche visuellen Faktoren das Stadtimage prägen
Besondere Straßen (Zum Beispiel: Kurfürstendamm, Champs-Elysées, Grachten in Amsterdam) oder Viertel (zum Beispiel: SoHo in London, Quatier Latin in Paris)
Besondere Gebäude (Zum Beispiel: Burj Khalifa in Dubai, Brandenburger Tor in Berlin)
Wahl des Architekten (Zum Beispiel Frank O. Gehry, Architekt des Guggenheim Museums oder Norman Forster, Architekt der Millenium Brücke in London und der Glaskuppel des Deutschen Reichstags)
Besondere Beleuchtungskonzepte (Zum Beispiel: Skyline Frankfurt)

Die Marketingverantwortlichen der Städte stehen vor der Herausforderung, stadtbezogene Entwicklungen auf ihren symbolischen Wert hin zu überprüfen und die Stadt hinsichtlich ihrer Imagewirkungen zu planen und zu entwickeln.

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