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08.02.2013 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Der Siegeszug der Second Screens

Autor:
Isabel Kiely

Im heimischen Wohnzimmer verschieben sich die medialen Machtverhältnisse. Dem Fernsehen wird immer seltener die volle Aufmerksamkeit zuteil. Second Screens wie Smartphone oder Laptop ziehen zunehmend die Blicke auf sich und degradieren das lineare TV zum Nebenbei-Medium.

55 der TV-Zuschauer nutzen beim Fernsehen parallel Smartphone, Laptop, PC oder das Tablet, so eine aktuelle Umfrage von Fittkau & Maaß Consulting. Am häufigsten wird mit Laptop auf dem Schoß ferngesehen. Etwas über ein Drittel nutzt ein Smartphone, 30 Prozent den stationären PC und zwölf Prozent ein Tablet.

Surfen, E-Mail und Social Media sind dabei die Lieblingsbeschäftigungen. 49 Prozent surfen im Netz, 47,7 Prozent lesen und schreiben E-Mails, 35,6 Prozent besuchen soziale Netzwerke. Etwa ein Viertel spielt auf dem Second Screen Spiele. Dagegen ist die Nutzung von Inhalten, die mit einer laufenden TV-Sendung oder Fernsehwerbung zu tun hat, der Studie nach noch äußerst gering (10,2 bzw. 1,8 Prozent). Unter der Woche werden häufiger Mails gecheckt und beantwortet als am Wochenende. Samstags und Sonntags wird dagegen lieber gesurft und mehr Zeit in Social Media verbracht.

Auf die sich wandelnde TV-Nutzung reagieren

Für die Fernsehindustrie und auch für Werbungtreibende stellt sich die Frage, wie sich der veränderten Mediennutzung bestmöglich begegnen lässt. "Ein TV-Programm, mit dem Zuschauer sich berieseln und einfach nur unterhalten lassen, ist ein Mediennutzungskonzept, das sich zunehmend überholt", schreibt Arnd Benninghoff in "Mitmachen statt zurücklehnen: Social TV ist moderner Fernsehgenuss". Modernes Fernsehen müsse Möglichkeiten eröffnen, aktiv teilzunehmen. Benninghoff beschreibt am Beispiel der Erfolgsshow "The Voice", wie Zuschauer etwa über Twitter und Social Media erfolgreich aktiv eingebunden wurden. Für Benninghoff ist Social TV das Zukunftskonzept, bei dem es nicht länger heißt "TV verliert, Online gewinnt", sondern: "TV und Online konkurrieren nicht – sie unterstützen und ergänzen sich".

Natürlich gibt es auch andere Ansichten, die vor allen Dingen bei den klassischen Erlösmodellen, der Werbung, einen echten Paradigmenwechsel wittern: „Wer den First-Screen kontrolliert, der wird in Zukunft das Geschäft machen“, so Michael Westphal, Gründer und Geschäftsführer des Münchener Bewegtbilddienstleisters TV1.EU, in media spectrum. Das Unternehmen setzt schon lange konsequent auf das Internet als Träger von Bewegtbildbotschaften.

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