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17.12.2015 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Online-Artikel

Jahr 2016… die überleben wollen

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Der Erfolg von Marken hängt 2016 davon ab, wie gut es Unternehmen gelingt, die Zukunftsthemen der Branche, wie Big Data, Content Marketing und Programmatic Advertising, kreativ und wertschöpfend zu nutzen. Sieben Tipps von Thomas Koch.

Die Anspielung in der Überschrift werden viele aus dem Endzeit-Thriller „Jahr 2022“ wiedererkennen. Dort ging es ums nackte Überleben in einer überbevölkerten und verseuchten Welt. Für Sie geht es 2016 „nur“ um die Frage, ob Sie es schaffen, Ihre Marke und Ihr Unternehmen fit genug für die digitalisierte Welt zu machen – um das Jahr 2016 ohne Schaden zu überleben und um gestärkt in die Zukunft zu blicken. Sie müssen sich allerdings auf einiges einstellen:

Ratschläge für das Überleben Ihrer Marke in 2016

  • Die Digitalisierung weiter greift um sich und beeinflusst Märkte, Medien und Werbung. Eine aktuelle Umfrage ergab jedoch, dass nur sieben Prozent der deutschen Führungskräfte als „Digital Leader“ einzustufen sind. Der Fisch stinkt stets vom Kopf her. Entweder Sie stellen sich jetzt der digitalen Herausforderungen – oder geben vorzeitig auf.
  • Nach einem Jahrzehnt sinkender Brand Awareness, Markenloyalität und „Geiz ist geil“-Mentalität gibt es Anzeichen für ein erstes, zaghaftes Wiedererstarken der Markenwerte. In einer Welt, die von austauschbaren E-Commerce- und Vergleichs-Portalen überschwemmt wird, gilt es, die eigene Marke zu differenzieren und klar zu positionieren. Besser ist, Sie gehören zu den Sieger-Marken.
  • Mit der Zunahme an Medienplattformen und gleichzeitig sinkender Reichweiten wird das Marketing komplexer und die Medien (Paid, Owned, Earned) teurer. Wenn Sie immer mehr Plattformen mit Ihrer Kommunikation bespielen, müssen Sie jedem Medium eine eindeutige Funktion in Ihrer Mediastrategie zuordnen. Sonst zählen sie zu den 80 Prozent der Unternehmen, die daran scheitern.
  • Der Umgang mit Big Data ist ein Muss. Er wird jedoch weder Ihren Marktanteil auf geheimnisvolle Weise steigern, noch Ihre Zielgruppen zu ferngelenkten Kauf-Robotern machen. Algorithmen sind kein Ersatz für Kreativität. Wenn Sie Big Data allerdings für Insights nutzen, die Ihnen einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen und Sie diese kreativ für Ihre Kommunikation einsetzen, haben Sie die Nase vorn.
  • Alle Welt spricht von Content Marketing. Doch Content ist so alt wie die Werbung selbst. Sie hat stets nach Inhalten gesucht, die für ihre Zielgruppen relevant sind. Wenn Sie dies tatsächlich tun, gehören Sie zu den wenigen Unternehmen, deren Botschaften ankommen. Menschen faszinieren Geschichten: Betreiben Sie Storytelling.
  • Programmatic, der automatisierte Einkauf von Werbeplätzen, ist mehr als nur ein Buzzword. Er beschreibt einen unvermeidlichen Prozess. Entscheidend – in Anlehnung an den Volksmund beim „Zuviel des Guten“ – ist, dass Sie herausfinden, welcher Anteil programmatisch eingekaufter Werbung Ihrer Marke gut tut. Auf Software alleine sollten Sie sich nie verlassen.
  • Eine Facebook-Seite hat heute jedes Unternehmen und jede Marke. Der Traum aller Werber ist der Dialog. Aber die Verbraucher wollen nicht mit jeder Marke kommunizieren. Erwarten Sie nicht zu viel von Social Media.

Es gibt also viel zu tun. Packen Sie’s an. Das Jahr 2016 wird imminent wichtig für die Zukunft der Markenführung. Also, Ladies and Gentlemen: Start your engines.

Zur Person
Thomas Koch gilt als einer der profiliertesten und meinungsstärksten Kenner der Mediabranche. Der Agenturgründer und ehemalige CEO von tkm/Starcom wurde 2008 zur Mediapersönlichkeit des Jahres gekürt. Aktuell bloggt er unter anderem für "Werben & Verkaufen", schreibt Kolumnen für die "Wirtschaftswoche" und Bücher, wie den Titel "Die Zielgruppe sind auch nur Menschen: 42 Episoden aus meinem wilden Leben als Werber".
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