Skip to main content
main-content

19.11.2014 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Tesla, Apple und Nike sind wegweisend im Markt

Autor:
Annette Speck
3:30 Min. Lesedauer

Der Mutabor Brand Report 2014 stellt erstmals aus drei Zukunftsbranchen die wegweisendsten Marken vor: Tesla, Apple und Nike. Die Bedeutung kontinuierlicher Innovationen wird damit bestätigt.

Die Digitalisierung verändert alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Der Mutabor Brand Report 2014 hat nun untersucht, welche Marken aktuell die entscheidendsten Impulsgeber sind, die die Zukunft ihrer Branche und des gesamten Marktes in Deutschland mitbestimmen. An der Spitze des Rankings stehen Tesla, Apple und Nike.

Zentrale Bedürfnisse: Mobility, Connectivity und Wear

Weitere Artikel zum Thema

Insgesamt 60 Marken wurden für die Studie analysiert. Sie stammen zu gleichen Teilen aus drei über die klassischen Branchen hinausgehenden Bereichen, die den digitalen Wandel und die zentralen Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts widerspiegeln sollen: Mobility (Automobilhersteller, Car-Sharing, Zug- und Busverkehr), Connectivity (Consumer Electronics) und Wear (Fashion, Accessoires). Eine 16-köpfige Jury bewertete die Marken in den Kategorien Brand Identity, Brand Change, Brand Message und Brand Code.

Im Bereich Mobility schaffte es der Elektroautohersteller Tesla durch seine konsequente Fokussierung auf die Elektromobilität - von Fahrzeug- über Infrastruktur- bis zu Software-Angeboten - auf den ersten Platz. Stärkste Marke im Bereich Connectivity ist Apple, der die Markenexperten ein "fulminantes Comeback in 2014" attestieren. Das US-Unternehmen verstehe es, immer wieder neue Marktimpulse zu setzen, wie etwa mit dem Mobile-Payment-System Apple Pay oder im Healthcare-Markt durch die Apple Watch. Top-Performer im Bereich Wear ist Nike. Die Marke belegt in allen vier Untersuchungskategorien den ersten Platz. Laut den Juroren hat sie gerade auch durch ihre Social-Media-Kommunikation sowie die Kombination ihrer Produkte mit Technik die Weichen für die Zukunft richtig gestellt.

Die zehn stärksten Marken im Mutabor Brand Report 2014

Mobility

Connectivity

Wear

  1. Tesla

  2. BMW

  3. Mercedes Benz

  4. Car2Go

  5. Land Rover

  6. Audi

  7. VW

  8. Drive Now

  9. My Taxi

10. Uber

  1. Apple

  2. Beats Electronics

  3. Samsung

  4. Sonos

  5. Go Pro

  6. Amazon Devices

  7. Google Devices

  8. Xbox

  9. Playstation

10. Microsoft

  1. Nike

  2. Chanel

  3. Burberry

  4. Converse

  5. Toms

  6. Uniqlo

  7. The North Face

  8. Ray Ban

  9. Prada

10. Louis Vuitton

"Das Ergebnis unseres Brand Rankings zeigt, dass wir vor einem Paradigmenwechsel im Markenmanagement stehen", meint Mutabor-Mitinhaber Heinrich Paravicini. Die Sieger Apple, Tesla und Nike verkörpern für ihn eine neue Generation von Marken, die schon früh verstanden haben, dass über die Herstellung und den Verkauf von physischen Gütern hinausgedacht werden muss. Denn großes Potenzial liege insbesondere in (digitalen) Services rund um das ursprüngliche Kernprodukt.

Innovationszwang kann zum Bumerang werden

Vor der reinen Fokussierung auf den Markenbaustein Innovation warnt indessen Nicholas Adjouri. Denn das bedeute, "dass ein gewisser Zwang besteht, permanent Innovationen zu liefern. Dies kann zu einem Bumerang werden, wenn keine marktreifen Neuerungen gefunden oder diese von den Kunden nicht angenommen werden", schreibt er in dem Buchkapitel "Die Umsetzung" (Seite 173).

In drei von insgesamt 50 Markenregeln, die der Springer-Autor in dem Buchkapitel "Alle Markenregeln im Überblick" zusammengestellt hat, gibt er Tipps insbesondere für die Markenführung im Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Veränderung (Seiten 246-248).

Drei Regeln zur Markenführung zwischen Kontinuität und Veränderung:
  • Die Rolle der Innovation als strategischer Baustein wird für die Marke oftmals in der Bedeutung überschätzt. Vielmehr kommt es hier auf die Wahrnehmung der Kunden an, wie schnell eine Innovation verfügbar ist.

  • Trends und die Kontinuität von Marken schließen sich nicht aus. Bei der Einbindung von Trends in die Marken-Strategie darf jedoch das Marken-Fundament nicht beeinträchtigt werden.

  • Die Tradition einer Marke ist die Basis der Marken-Identität und bildet gleichzeitig auch den Rahmen für die zukünftige Strategie.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt