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05.01.2016 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Warum KMU Apps nicht ignorieren können

Autor:
Marko Tosic

Apps werden von Konzernen bereits umfassend im Marketing eingesetzt. Damit auch kleinere Unternehmen von ihrem Potenzial profitieren können, ist ihr Mitwirken bei der Entwicklung gefragt.

Der Wert von Apps als Marketinginstrument ist den großen Konzernen längst bewusst. So hat allein Siemens jeweils über 40 Apps in den relevanten App Stores für Android und iOS, bei Audi sind es immerhin noch etwa 15. Bei einem Blick auf die Preise, die für die Umsetzung von marketingrelevanten Apps abgerufen werden, steht fest: Hier wird eine Menge Geld investiert. Geht man davon aus, dass die Marketing-Abteilungen der oben genannten Firmen wissen, was sie tun, so kann man folgern: Apps haben heutzutage als Marketing-Instrument ihre Relevanz, wenn sie nicht gar notwendig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Warum sind Apps für die Konzerne so reizvoll? Ein wichtiger Faktor dürfte dabei die emotionale Bindung der Benutzer zu ihrem Smartphone sein. Kaum ein anderer Gebrauchsgegenstand steht heutzutage in einem so intimen Kontakt zu den Menschen, wie das Smartphone: Es ist unser ständiger Begleiter im Auto, beim Joggen, beim Essen, ja sogar im Bett. Wir kommunizieren über das Smartphone mit unseren Freunden und unseren Liebsten und teilen mit dem Rest der Welt unsere bewegendsten Momente. Wenn es Marketingtreibenden also gelingt, auf diesem emotional hochaufgeladenen Gerät zu landen, eröffnet das der Unternehmenskommunikation einen ganz persönlichen Kanal.

Preis als Hemmfaktor

Aber lassen sich die Methoden und Ergebnisse, die Konzerne mit Apps erzielen, auch auf kleine und mittlere Unternehmen übertragen? Der größte Hemmfaktor dürfte der hohe Preis sein, den professionelle Agenturen für Entwurf und Umsetzung von Apps verlangen. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass schon lange nicht mehr jede App von der jeweiligen Zielgruppe überhaupt wahrgenommen wird und der Erfolg als Marketinginstrument somit infrage gestellt ist. Es droht der Totalausfall der Investition.

Apps müssen Mehrwert bieten

Um die Erfolgschancen der eigenen App zu erhöhen, gilt es, selbst Hand und — vor allem — Hirn anzulegen. Gerade im Mittelstand ist die Nähe zum Kunden einer der bedeutendsten Faktoren: Keine Agentur kennt Ihre Kunden so gut, wie das Unternehmen selbst. Diesen Vorteil sollten Firmen auch bei der Planung ihrer App-Strategie nutzen. Es gilt, den künftigen Benutzern der App — der Zielgruppe — einen Mehrwert zu bieten. Marketing-Verantwortliche tun dies täglich bereits in anderen Bereichen und sollten die Konzeption der App keinesfalls einem Fremden überlassen, ohne ihn angemessen zu briefen.

Wenig Platz für Mittelmäßigkeit

Wichtig ist, sich bei der App zunächst auf einige, wenige Ziele festzulegen, diese perfekt umzusetzen und direkt die Erfolgsmessung mitzuplanen. Smartphone-Benutzer sind es gewohnt, für jeden Zweck eine eigene, spezielle App einzusetzen. Es bringt daher wenig zu versuchen, in einer App alles unterzubringen, was das Tätigkeitsfeld hergibt. Eine App, die sehr viele Dinge mittelmäßig kann, wird in der Regel nur einmal gestartet, bevor sie den belegten Platz im Smartphonespeicher wieder freimachen muss. Eine App, die genau eine Sache sehr gut macht, hat da schon sehr viel größere Chancen. Marketingverantwortliche kennen dieses Prinzip vermutlich ohnehin schon aus ihrem Alltag. Beim Smartphone gilt dies umso mehr, da die Konkurrenz, bestehend aus abertausenden sehr guten Apps, wenig Platz für Mittelmäßigkeit lässt.


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