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10.09.2014 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Online-Artikel

Wie Silo-Effekte Marketingabteilungen lähmen

verfasst von: Andrea Amerland

2 Min. Lesedauer
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Das Marketing erfüllt sehr unterschiedliche Aufgaben unter einem Dach. Deswegen laufen Marketing-Abteilungen Gefahr, Silos zu bilden. Die Folgen: Gewinnminderung und ein inkonsistenter Markenauftritt.

Wie die qualitative Expertenbefragung „Breaking Down Marketing Silos“ von Forbes Insights und Terradata zeigt, verhindert mangelnde interne Abstimmung in den Marketingabteilungen eine erfolgreiche und effiziente Zusammenarbeit. Grund sind in den allermeisten Fällen die dezentralen Organisationsstrukturen, die dazu führen, das Werbung, PR, Marktforschung oder Online-Marketing eher gegeneinander als miteinander arbeiten.

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Die Silos, die sich dadurch im Unternehmen bilden, verschlechtern laut Forbes die Mitarbeitermotivation, sorgen für vermeidbare Spannungen und dämpfen insgesamt die Unternehmensbilanz. Insbesondere die fehlende abteilungsübergreifende Zusammenarbeit schade Unternehmen beträchtlich.

Im Marketing-Team vernetzt arbeiten

Doch wie kann dem Problem entgegengewirkt werden? Gezielte Kommunikation und Integration müssen Silos und Isolation ersetzen, sind sich sich die befragten Experten einig. Kurzum: CMOs sollten sich verstärkt mit interner Kommunikation, mitTeambuilding-Maßnahmen und einer vernetzten Organisationsstruktur befassen, um bei wichtigen Themen wie dem digitalen Marketing konkurrenzfähig zu bleiben.

Doch leichter gesagt als getan. "Teamentwicklung - von der Arbeitsgruppe zum (Hochleistungs-)Team" ist ein psychologischer Drahtseilakt, für den sich sechs verschiedene Teambuilding-Konzepte seit den 1970er Jahren herausgebildet haben. Sie werden in der Organisationsentwicklung (OE) häufig in einem Mix eingesetzt, schreiben die Springer-Autoren Christiane Schiersmann und Heinz-Ulrich Thiel. Die wichtigsten Teamentwicklungsansätze sind demzufolge (Seite 255 f.):

Teamentwicklungsansatz/TE-Ansatz
Charakter des TE-Ansatzes

1. Interpersonale-beziehungsorientierte TE

Beziehungsansatz

Förderung sozialer Kompetenzen, Soft Skills:

  • offene Beziehungs-Kommunikation
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit durch gruppendynamische Selbsterfahrung
  • Aufstellen gemeinsamer Spielregeln

2. Ziel- und aufgabenorientierte TE

Zielsetzungsansatz

Klärung von Zweck und Auftrag des Teams:

  • Zielklärung gemeinsamer und individueller Interessen
  • Aufgaben -und Anforderungsanalyse
  • Zielvereinbarungen
  • Klare arbeitsbezogene Regeln

3. Rollenbasierte TE

Rollenerklärungsansatz

Verständnis für Rollen im Team stärken:

  • Klare Zuständigkeiten, Rechte und Pflichten
  • Technik der organisatorischen Rollenanalyse

4. Prozess- und problemorientierte TE

Problemlöseansatz

Qualitative/quantitative Leistungsverbesserung/Aufgaben- und Problemlösebewältigung:

  • Neue kollektive Kommunikations-, Entscheidungs-, Planungs- und Steuerungsprozesse
  • Team in seinen Entwicklungsphasen unterstützen
5. Erlebnisorientierte TE

Erlebnisansatz

Förderungen von (Schlüssel)-Kompetenzen in außergewöhnlichen Situationen:

  • Indoor-Outdoor-Aktivitäten, Trainings mit Erlebnischarakter),
  • Transfer in den Berufsalltag
6. Systemische TE

Systemansatz

Team als soziale Einheit mit eigenen Regeln, Mustern und Kommunikationskulturen:

  • softwaregestützte Analyse für selbstorganisierte Lösungsstrategien
  • effektive Gestaltung des Interaktionsprozesses

Eine Inter-Team-Entwicklung, die nötig wäre, um Marketings-Silos in Unternehmen aufzulösen, kann den Springer-Autoren zufolge im Zuge der Organisationsentwicklung durch verschiedene Konzepte der Teamentwicklung realisiert werden.

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