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Multichannel-Marketing wird zu wenig genutzt

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Vier von zehn deutschsprachigen Unternehmen verzichten noch auf digitales Multichannel-Marketing. Dabei erlebt Video einen Aufschwung, wie eine Studie ergibt.

Digitales Multichannel-Marketing wird als Baustein in der Marketing-Kommunikation noch nicht von allen Unternehmen strategisch genutzt.


Digitales Marketing ist eine der wichtigen Säulen in den Marketingmaßnahmen von Unternehmen. Doch nur vier von zehn deutschsprachigen Unternehmen setzen bisher auf Multichannel-Marketing. Das zeigen Ergebnisse der Studie "Digital Marketing Benchmarks" von Absolith Marketing, für die 5.000 deutschsprachige Unternehmen aus neun verschiedenen Branchen befragt wurden. 

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Nur sechs von zehn Unternehmen setzen sowohl Social Media Marketing, E-Mail-Marketing, Suchmaschinenwerbung sowie die aktive Leadgenerierung als Marketinginstrumente ein. Dies entsbricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber Vorjahr. Beliebtester Kanal für bezahlte Anzeigen bleiben der Studie zufolge Suchmaschinen, mit einem Nutzungsgrad von 69 Prozent. Damit schneidet er laut DDV-Studie weit besser ab als Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Display-Werbung.
Dennoch werden soziale Medien, wie etwa Instagram, zunehmend beliebter im Unternehmenskontext. Die Plattform wurde beispielsweise um 14 Prozent stärker von den befragten Unternehmen genutzt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer, die auf Instagram aktiv sind, nutzen die Video-Applikation IGTV von Instagram, um ihre Zielgruppen mit Video-Content anzusprechen, während 92 Prozent der Unternehmen einen eigenen Youtube-Kanal betreiben. 

Aufschwung für Bewegtbild

Die Studie verdeutlicht, dass Bewegtbild-Medienformen einen Aufschwung im Marketing erleben und mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingesetzt werden, bis hin zu Marketingbotschaften, die in Videospiele oder über Influencer auf Youtube integriert werden. 

Aber auch die Marketing-Rezipienten selbst gehen immer mehr auf Multichannel-Kurs: Aliaksandra Shutsko weist auf die Bedeutung des durch Nutzer generierten Contents hin, etwa über Tiktok. Die Springer-Autorin erklärt im Buch "Social Computing and Social Media", dass mit dem wachsenden Bekanntheitsgrad von Mobiltelefonen und mobile only kurze Videosequenzen, die über soziale Netzwerke und Apps geteilt werden, im Markt aufkamen.

Zielgruppen optimal erreichen

Zu den verschiedenen Ansätzen der Marketingkommunikation äußern sich Christoph Kochhan, Anne Elsässer und Michael Hachenberg im Buchkapitel "Aktuelle Ansätze der Marketingkommunikation" des Springer-Buchs "Marketing- und Kommunikationstrends". Sie erklären im Zusammenhang mit Omnichannel-Marketing: "Hier geht es, ähnlich wie beim Cross Channel- oder Multichannel Marketing, um die Kombination verschiedener Kanäle zur Vermittlung von Botschaften an die Zielgruppen." Dabei würden alle zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle für das Marketing verwendet und miteinander verknüpft. Das Autorenteam ist überzeugt, dass ein authentisches, wertorientiertes Auftreten eines Unternehmens für den Informationstransfer auf allen Kommunikationskanälen gelten sollte – ob digital, analog oder physisch (Seite 38). Dabei können Unternehmen über den Multi- und Omnichannelansatz ihre Stärken vor allem in den sozialen Medien ausspielen, da diese interaktiver gestaltbar sind und für die Leadgenerierung eine wesentliche Rolle spielen, wie die Autoren feststellen. So können Produkte und Dienstleistungen etwa zeit- und ortsunabhängig vermarktet werden. Je nach Branche ist es dabei allerdings erfolgskritisch, die richtige soziale Plattform aus der großen Bandbreite zu finden, die für die jeweilige Mikrozielgruppe am besten passt.

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    Hand hält Schild mit Schriftzug Digital Marketing./© kaan tanman