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16.03.2017 | Marketingkommunikation | Im Fokus | Onlineartikel

Live-Kommunikation belegt Spitzenplatz

Autor:
Corina Socaciu

Live-Kommunikation ist trotz digitaler Konkurrenzprodukte nicht aus Marketing-Rankings zu drängen. Durch ihren Erlebnischarakter bleibt die altgediente Werbemethode auch in Zukunft relevant.

Auch wenn Websitebesucher inzwischen erfolgreich dazu gebracht werden, Ad-Blocker auszuschalten, bleibt der Nutzen für Werbetreibende oft gering. Die Masse an Online-Werbung macht User vielmehr "Banner-blind". Die altgediente Werbemethode der Live-Kommunikation auf Messen und Events ist hingegen die effektivere. Dies bestätigt nun auch ein Whitepaper des Branchenverbands FAMAB. 

Beziehungsorientierung als Leitmotiv der Corporate Communication

Die Studie hat das Kommunikationsverhalten von 477 Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten in Deutschland untersucht. Als wichtigsten Trend, der die Marketingkommunikation in den kommenden zwei Jahren am nachhaltigsten beeinflusst, sehen Unternehmen die Live-Kommunikation in Form von persönlichen Kontakten. Erst an zweiter Stelle rangiert Online-Kommunikation, gefolgt von Social Media und an vierter Stelle Cross Media. Damit behält erlebnisbezogene Kommunikation den Spitzenplatz aus dem Vorjahr bei. 

Cross Media sei vor allem für Unternehmen ab einer Größe von 200 Mitarbeitern relevant. Social-Media-Kanäle werden zwar nicht an Relevanz verlieren. Beziehungsorientierung wird jedoch auch in Zukunft ein Leitmotiv der Unternehmenskommunikation darstellen, so das Fazit der Studie. Demnach konzentrieren sich aktuell viele Unternehmen auf den Ausbau persönlicher Kontakte und die Individualisierung von Kundenbeziehungen als "Kernthemen" der Zukunft.

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Emotionen reichern Botschaften authentisch an

Auch Marc Domning, Christian E. Elger und André Rasel sehen im Kapitel "Erfolgsfaktoren der Live-Kommunikation" erlebnisbezogene Darstellungsformen des Marketings im Vorteil. "Eine besondere Stärke von Ereignissen besteht darin, dass sie im Gedächtnis nicht nur unter inhaltlichen Aspekten, also als Faktenwissen, abgespeichert werden, sondern auch Eingang in das biografische Gedächtnis finden", so die Autoren. So würden zum Beispiel Events, die durch ihre Qualität aus dem Alltag herausragten, vielen Verbrauchern mit Umweltfaktoren in Erinnerung bleiben, etwa über Kleidung, Jahreszeit und auch noch einige andere Aspekte, die eher marginal erschienen.  Events ließen sich auch noch nach Jahrzehnten wieder ins Bewusstsein heben.

Die Autorinnen Susanne Doppler und Eva Holzhüter erkennen darin einen "Gegentrend" zur Verlagerung der Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit ins Virtuelle. Dieser zeige, dass Konsumenten zunehmend wieder das gemeinsame Erlebnis bei Events suchen und die physische Begegnung mit anderen Menschen und Emotionen. "Durch das interaktive und multisensuale Erleben und den damit verbundenen Emotionen können Botschaften authentisch kommuniziert und somit einzigartige und nachhaltige Erinnerungen erzeugt werden, die das Erreichen kommunikativer sowie ökonomischer Ziele begünstigen", so die Autorinnen im Kapitel "Destinationsmarketing 2.0" ihres Buches über den emotionalen Charakter von Events. Somit biete Live-Kommunikation den passenden Rahmen zur Ermöglichung von "Co-Creation", da diese nicht nur an "realen" Orten stattfinde, sondern gleichfalls auf digitalen Medienkanälen wie Twitter, Facebook oder Blogs (Seite 71). 

Den vernetzten Dialog aufnehmen

Zu den Formen der Live-Kommunikation gehört auch das Dialogmarketing. Im Kapitel "Customer Centricity von digitalen Produkt-Service-Systemen" des Buches "Dialogmarketing Perspektiven 2016/2017" diskutieren die Autoren Bernhard Kölmel, Alexander Richter und Johanna Schoblik wie sich das Dialogmarketing durch die digitale Transformation verändert hat (Seite 127). Demnach muss zeitgemäßes Dialogmarketing dazu übergehen, vernetzte Produkten und Dienstleistungen anzubieten. Durch Schnittstellen mit digitalen Kanälen können Unternehmen einzigartige Lösungen anbieten. Einerseits habe dies den Vorteil, dass sich Unternehmen dadurch vom Wettbewerb differenzieren können, andererseits können dadurch neue Kundengruppen erschlossen werden. 

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