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04.10.2018 | Marketingstrategie | Infografik | Onlineartikel

Wenig Innovationskraft im Marketing

Autor:
Johanna Leitherer

Das Marketing stellt wichtige Weichen für den Unternehmenserfolg. Trotzdem werden strategische Entscheidungen zum Geschäftsmodell und zu Service-Innovationen häufig ohne die Marktexperten gefällt, wie eine Studie zeigt.

Was zeichnet erfolgreiche Marketing-Teams aus? Dieser Frage ist die Quadriga Hochschule Berlin in einer Studie auf den Grund gegangen. Insgesamt 1.102 Marketing-Manager wurden dafür unter anderem zu ihrem Aufgabenspektrum, ihrer organisatorischen Einbindung und künftigen Trendthemen befragt. Neben Erfolgskriterien kamen dabei auch Schwachstellen zum Vorschein, wie etwa die Tatsache, dass 45 Prozent der verantwortlichen Marketer wenig oder gar nicht in den Strategieprozess ihres Unternehmens eingebunden sind. Wenn es um Produktpolitik geht, fällt die Bilanz sogar noch schlechter aus: Nur 38 Prozent der Marketer werden in diesen Aufgabenbereich integriert. 

Dass Silodenken bei Entscheidungsprozessen oftmals vorherrscht, ist jedoch nicht alleine der Unternehmensführung zuzuschreiben. Auch die Marketer tragen ihren Teil zur Aufgabeneinteilung bei, wie die Studie zeigt. "Nur 44 Prozent der Marketing-Teams sehen sich in der Lage, Geschäftsmodell- und Serviceinnovationen zu entwickeln. Es ist also nicht überraschend, dass sie gerade bei der digitalen Transformation oft nur Zaungäste sind", stellt Andrea Kindermann, Co-Autorin der Studie und Professorin für Digitale Transformation an der Quadriga Hochschule, fest. 

Innovationen kommen schleppend

Passend dazu greifen bisher lediglich 41 Prozent der Marketing-Teams auf digitale Tools zurück, um ihre Zusammenarbeit zu gestalten. In der Theorie zeigen sich die befragten Marketing-Manager dagegen aufgeschlossener. So nennen sie Prozessautomatisierung und andere digitale Werkzeuge zur Arbeitsorganisation als wichtige Entwicklungsfelder für ihre Arbeit. Große Skepsis herrscht jedoch bei den Trendthemen...

  • Künstliche Intelligenz (KI), 
  • Augmented Reality und
  • Virtual Reality.

Über die Hälfte der Marketing-Manager halten diese modernen Technologien erstaunlicherweise für nicht relevant. Als Innovationstreiber gehen die befragten Marketer daher nicht aus der Studie hervor. Vielmehr kristallisiert sich heraus, dass die Marketing-Teams vorziehen, bereits fest etablierten Trends zu folgen. Diese Haltung ist jedoch möglicherweise mit Einbußen in der Arbeitseffizienz verbunden. Denn laut den Ergebnissen erreichen digital fortschrittliche Marketing-Teams ein höheres Erfolgs- und Leistungsniveau.

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