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18.06.2012 | Marktforschung | Im Fokus | Onlineartikel

Customer Insights: Psyche und Alltag des Konsumenten verstehen

Autor:
Isabel Kiely
1:30 Min. Lesedauer

Die Macht des Impliziten entscheidet zunehmend darüber, ob ein Produkt am Markt bestehen kann oder nicht. Immer mehr Unternehmen versuchen daher, den verborgenen Sehnsüchten und geheimen Wünschen ihrer Zielgruppen mittels Methoden jenseits der klassischen Marktforschung auf die Schliche zu kommen. Das Credo: Nur wer die wahren Kaufmotive der Kunden kennt, kann daraus einen strategischen Nutzen ziehen.

Die zunehmende Fragmentierung der Zielgruppen führt dazu, dass viele Produkte immer spezifischer auf zunehmend spitzere Zielgruppen zugeschnitten werden müssen. Doch mit konventionellen Befragungsmethoden sind die Bedürfnisse vieler Konsumenten nicht mehr zu durchdringen. Ausgefeilte Beobachtungsmethoden wie In-Home Visits oder Shop-Alongs sollen es daher ermöglichen, die tief liegenden Motive, Werte und Bedürfnisse von Konsumenten ans Licht zu bringen und auch kleinere Kundengruppen jenseits klassischer Milieus unter die Lupe zu nehmen.

Sogenannte Customer Insights sollen relevantes Zusatzwissen zu Gewohnheiten und Verhalten der Verbraucher liefern und bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Formaten als wichtige Entscheidungshilfen dienen. Auch in der Kommunikation können Customer Insights helfen, Zielgruppen mit relevanten Botschaften anzusprechen und Angebote genaustens auf sie zu zuschneiden.

Tiefeneinblicke nicht immer leicht einzuordnen

Doch unter dem Begriff Customer Insights tummeln sich unterschiedlichste Forschungsmethoden. Nicht immer seien die verfügbaren Daten auch qualitativ hochwertig, relevant und leicht einzuordnen, heißt es im media spectrum-Artikel "Tiefer schürfen". Angesichts der Datenfülle am Markt sei systematische Beratung unverzichtbar.

Das Wissen zu Customer Insights sei nicht nur für die Stimmigkeit des Markenbildes wichtig, sondern auch, um in der Masse der tagtäglich auf uns eintreffenden Botschaften überhaupt Beachtung zu finden, schreibt Hartmut Geibig im Buchkapitel "Customer Insights aus der Perspektive einer 360-Grad-Kommunikationsforschung".

In dem Beitrag "Der Mehrwert tiefenpsychologischer Insights am Beispiel von Smartphones und Kosmetikmarken" stellt Dirk Ziems den tiefenpsychologischen Ansatz der Morphologie vor uns diskutiert ihn anhand aktueller Kampagnenbeispiele. Durch ihn lassen sich tiefenpsychologische Insights zu Verbraucherverhalten, Verbraucherwahrnehmung und Kommunikationswirkung generieren.

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