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12.12.2023 | Marktforschung | Im Fokus | Online-Artikel

Künstliche Intelligenz etabliert sich im Marketing

verfasst von: Eva-Susanne Krah

2:30 Min. Lesedauer

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Generative KI erobert das Marketing. Das zeigen Ergebnisse einer Studie. Demnach wollen Unternehmen ihre Budgets in den kommenden sechs Monaten ausweiten.


 

Menschliche Kreativität und Eigenschaften wie Intuition, Emotion und Kontextverständnis könnten schon bald durch KI-Tools im Marketing unterstützt werden. Das glaubt die Mehrheit der Marketingfachleute weltweit (62 Prozent), die das Capgemini Research Institut für eine Studie unter 1.800 Führungskräften in 14 Märkten befragt hat, darunter 126 Teilnehmer aus Deutschland. Knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen integrieren generative KI bereits in ihre Marketingaktivitäten, 50 Prozent stellt eigene Budgets für die Implementierung von KI bereit und 21 Prozent befinden sich noch in der Experimentierphase. Die Springer-Autoren Marko Sarstedt und Bernhard Wecke betonen im Kapitel "Künstliche Intelligenz als Katalysator für die Modernisierung des Marketings", dass sich die Rahmenbedingungen für die Marktbearbeitung grundlegend verändern. "Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt den CMO dabei, marktgerechte Lösungen zu entwickeln und dabei die Marketingorganisation neu zu erfinden", so die Marketing-Experten. Aus ihrer Sicht steigt der Einfluss des Marketings mit der Fähigkeit, "Innovationen voranzutreiben und die Verantwortung für die operativen Ergebnisse zu übernehmen." Der Einsatz von Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) könne dabei eine zentrale Rolle einnehmen. CMO müssen dabei die Brücke zwischen Markt und Technologien schlagen, wie in einem Springer-Interview mit dem Marketingexperten Aydin Sahin am Beispiel der Finanzindustrie im Buch "Marketingtechnologien" deutlich wird.

KI als Katalysator für kreative Innovationen

Mehr als die Hälfte der Marketingexperten (57 Prozent) aus der Studie erwarten, dass gen. KI ein Katalysator zwischen menschlicher und KI-gesteuerter Innovation werden kann:

Der Einsatz von generativer KI bietet enormes Potenzial, für Unternehmen mit ihren Konsumenten zu interagieren. Doch erst die Symbiose aus generativer KI und menschlicher Kreativität sowie ein verantwortungsvoller Einsatz dieser Technologie revolutioniert das Kundenerlebnis, steigert die Effizienz und bestimmt die Zukunft des Marketings nachhaltig", 

so Christina Schehl, Head der Kreativberatung Frog, einem Unternehmen von Gemini Invent in Deutschland. Wesentliche Einsatzbereiche sehen die Marketer, die gen. KI bereits nutzen, in den kommenden Jahren beispielsweise in den Bereichen

  • Datenanalyse (90 Prozent)
  • Suchmaschinenoptimierung und Kundenservice (89 Prozent)
  • Contentgenerierung (88 Prozent) sowie bei der
  • Bild- und Videoerstellung ( 86 Prozent).

Allerdings erwarten die Marketingexperten den größten Nutzen bei grundlegenden unternehmerischen Prozessen, an dem Marketer Treiber oder Beteiligter sind, zum Beispiel dem Aufbau des Markenimages, der Analyse von Kunden- und Markttrends, Kostensenkungen und effizienterer Erstellung von Inhalten.

Interessant: Fast ein Viertel der Unternehmen setzte derzeit bei generativer KI ausschließlich auf externe Anwendungen und Plattformen. Allerdings ist die Hälfte von ihnen auch bereits daran, eigene Anwendungen zu entwickeln. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des KI-Einsatzes im Marketing in den kommenden Jahren nach Ergebnissen der Capgemini-Studie:

Qualifikationslücke schließen

Bei aller KI-Euphorie müssen sich Unternehmen jedoch im Marketing auch rechtzeitig um Qualifikationslücken kümmern: Die Mehrheit der befragten Unternehmen (71 Prozent) geht davon aus, dass bestimmte Marketingfunktionen künftig stark oder zumindest teilweise von KI betroffen sein werden, etwa SEO- oder Customer-Insight-Experten, Digital Marketer oder PR- und Kommunikationsspezialisten. Gleichzeitig stellen zwei Drittel der Unternehmen fest, dass der Bedarf für Kompetenzen für gen. KI im Marketing derzeit deutlich das vorhandene Know-how übersteigt. Daher planen mehr als die Hälfte (53 Prozent) in den nächsten sechs Monaten KI-Schulungen für ihre Mitarbeiter. 

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Quelle:
Marketingtechnologien

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