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26.04.2017 | Marktforschung | Nachricht | Onlineartikel

Verhaltene Stimmung im Maschinenbau

Autor:
Nadine Winkelmann

Trotz Rekordumsätzen bereiten die globale Wirtschaft und die Digitalisierung den mittelständischen Maschinenbauern zunehmend Sorgen.

Für das Maschinenbau-Barometer befragte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) insgesamt 3000 mittelständische Unternehmen zur Wirtschaftslage, davon 450 aus dem Maschinenbau. Der Studie zufolge bezeichnen 54 Prozent der Maschinenbauer ihre wirtschaftliche Lage als gut, im gesamten deutschen Mittelstand fällt die Bewertung mit 59 Prozent aber positiver aus. Hinsichtlich der kommenden sechs Monate glauben nur 35 Prozent der Maschinenbauer, dass sich die Geschäftslage verbessern wird.  

Dies erkläre sich vor allem aus der hohen Exportabhängigkeit des deutschen Maschinenbaus: Die Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern kamen im Jahr 2016 auf einen Rekordumsatz von 228 Milliarden Euro. Die Exporte betrugen 169 Milliarden Euro. Und auch im laufenden Jahr soll der Umsatz um 1,8 Prozent steigen. Doch ausgerechnet die wichtigsten Auslandsmärkte wachsen nicht mehr wie früher oder haben mit politischen Unsicherheiten zu kämpfen. So nennen inzwischen 62 Prozent der Maschinenbauer die schwache Konjunkturentwicklung im Ausland als größte Gefahr für die Entwicklung des eigenen Unternehmens und 47 Prozent sorgen sich um geopolitische Spannungen und Kriege. Das sind wesentlich mehr als im gesamten Mittelstand (40 Prozent und 28 Prozent).

Ein weiteres Problem stelle laut Studie die Digitalisierung dar, die bereits für 59 Prozent der Maschinenbauer eine Rolle spielt und in den kommenden fünf Jahren noch an Bedeutung zunehmen soll. In der jährlichen EY-Umfrage zum Industrie-4.0-Status in 700 deutschen Unternehmen der Fertigungsindustrie nennen 66 Prozent hohe Investitionen und 61 Prozent den Fachkräftemangel als größte Hindernisse für die Einführung von Industrie 4.0. Die im Rahmen des Maschinenbau-Barometers befragten Unternehmen bestätigten diesen Trend, wobei die Zustimmung bei den Maschinenbauern leicht höher ausfällt als im gesamten Mittelstand.  

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