Bis hierhin scheint eine in sich kohärente Erzählung vorzuliegen: Ein institutioneller Diskurs, der Konsum als Instrument der Modernisierung konzipiert, und ein Dispositiv des Shoppingmall-Geschäftes, das diesen Diskurs aus der Ferne in die jeweiligen Situationen übersetzt und dabei in der Lage ist, so heterogene Entitäten wie Waren, Architektur, Preise, Verkaufspersonal und Kunden in ein Gefüge einzubinden, das durchaus als ein Dispositiv des Shoppings verstanden werden kann. Diese stimmige Erzählung zerbricht aber, sobald man ein vollständigeres Bild der Einkaufspraktiken chinesischer Studierender gewinnt. Denn Studierende gehen nicht nur in Shoppingmalls, Hypermärkte und große Markenoutlets, die in etwa der gleichen Logik wie die Mall folgen.