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22.06.2018 | Maschinenbau + Werkstoffe | Infografik | Onlineartikel

Maschinen-Export in die USA boomt

Autor:
Dieter Beste

Die Ausfuhren der deutschen Maschinenbau-Industrie bleiben auf Wachstumskurs – besonders in Richtung USA und China. In den ersten vier Monaten dieses Jahres stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um nominal 4,4 Prozent auf 56,1 Milliarden Euro.

Entgegen vermehrt befürchteter Eintrübungen der Konjunktur boomt nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Maschinenbau-Branche. Im ersten Quartal hatte das Wachstum zwar nur 3,0 Prozent erreicht, doch das habe allein an einem mageren Ergebnis im März (minus 2,7 Prozent) gelegen, der zwei Arbeitstage weniger hatte als der Vorjahresmonat. "Im April kam der erwartete Ausgleich, denn dieser Monat hatte zwei Arbeitstage mehr als im Vorjahr. Das führte zu einem starken Plus im April von 8,6 Prozent", erläutert VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Die Einfuhr von Maschinen und Anlagen nach Deutschland wuchs hingegen im Zeitraum Januar bis April – vor allem wechselkursbedingt – lediglich um 1,5 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.

Die stärksten Wachstumsschübe bei den Exporten kamen wieder aus den USA und aus China. Die Lieferungen in die USA profitieren laut VDMA von der dort guten Investitionsgüterkonjunktur und legten um 7,5 Prozent zu. Positive Effekte, die auf die Möglichkeit der Sofortabschreibung zurückgingen, seien in diesen Zahlen noch nicht enthalten, da die Steuerreform erst im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet worden sei. 

Großbritannien- und Türkeigeschäft rückläufig

Im China-Geschäft wurde ein Plus von 16,4 Prozent erzielt. Hier registriert der VDMA im Vergleich zum Vorjahr (22,6 Prozent) allmählich kleiner werdende Wachstumsraten. Dies sei zu erwarten gewesen, da die chinesische Regierung sich wieder verstärkt den Restrukturierungsmaßnahmen widmen müsse. Das schwäche die Nachfrage und koste Wachstum. "Dennoch können die Exporte nach China weiter steigen, da die Volksrepublik mit ihrer Initiative "Made in China 2025" einen wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Maschinen aus Deutschland hat", erläutert Wortmann die Zahlen der Statistik.

Die Lieferungen in die Partnerländer der Europäischen Union übertrafen ihr Vorjahresniveau zwar nur um 1,7 Prozent, aber diese Zahl habe nur vorläufigen Charakter. Der VDMA erwartet eine deutliche Korrektur nach oben in den nächsten Monaten. Die Exporte ins Vereinigte Königreich (minus 2,2 Prozent) und in die Türkei (minus 3,5 Prozent) waren erwartungsgemäß rückläufig.

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