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15.04.2019 | Materialentwicklung | Nachricht | Onlineartikel

Leichtere Karosserie durch Multimaterialbau

Autor:
Thomas Siebel

Die Karosserie des neuen Porsche-Modells 911 ist im Vergleich zum Vormodell um 7 Prozent leichter. Grund ist eine weiterentwickelte Mischbauweise aus Aluminium, Stahl und Verbundwerkstoffen. 

Trotz der Gewichtseinsparung bleiben Stabilität, Steifigkeit und Sicherheit gleich, zum Teil sind sie sogar noch höher als zuvor. Erstmals setzte das Unternehmen eine A-Säule in Hybridbauweise ein. Die Verstärkung aus Organoblech, Spritzgussrippen und Strukturschaum ersetzt dabei die bisherige Rohrverstärkung aus höchstfestem Stahl. Die A-Säule selbst besteht aus höherfesten und höchstfesten Blechbauteilen, beispielsweise aus Borstahl. Die Außenhaut des Modells besteht mit Ausnahme von Bug- und Heckverkleidung vollständig aus Aluminium. Allein die Seitenwand des Coupés reduziert das Gesamtgewicht um rund 12 kg. Neben hochfesten Stählen kommen im Rohbau vermehrt Aluminium-Strangpressprofile zum Einsatz, etwa bei den vorderen und hinteren Längsträgern, den inneren und äußeren Schwellern sowie den Bodenversteifungen. 

Einsatz neuer Verbindungstechniken

Verstärkt setzt Porsche beim neuen 911 auch Aluminium-Druckgussbauteile ein, etwa bei der Federbeinaufnahme vorne, der Tunnelglocke hinten und den hinteren Längsträgern. Als neue Verbindungstechnik setzt Porsche unter anderem das Reibschweißen mit Senkkopfbolzen ein, um Bauteile aus Aluminium und Stahl miteinander zu verbinden.

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