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23.04.2019 | Materialentwicklung | Nachricht | Onlineartikel

Kyocera präsentiert Cordierit auf der Hannover Messe

Autor:
Leyla Buchholz

Der japanische Technologiekonzern stellte seine Entwicklung hochtechnologischer Keramik am Beispiel des Werkstoffs Cordierit vor. Die extrem dehnungsarme Keramik eignet sich durch ihre Eigenschaften für Anwendungen in der Raumfahrt und Astronomie und für Komponenten für Halbleiter-Produktionsanlagen.


Cordierit kann durch seine extrem niedrige Wärmeausdehnung und die einfache Handhabung auch in komplexen Anwendungsbereichen verwendet werden. Das Gewicht von Komponenten aus Cordierit liegt um nahezu 70 Prozent unter den Werten von Glas mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizient (WAK) bei einer schlanken und hochsteifen Rippenstruktur – gleichzeitig weist das Material aber eine hohe Festigkeit auf. Das Unternehmen arbeitet bereits seit zwei Jahrzehnten an der Technologie und entwickelt sie stetig weiter. Anwendung findet Cordierit unter anderem in der Astronomie: Beispielsweise ermöglichen die hervorragenden Eigenschaften von Cordierit in der Struktur von Kameralinsen bei Teleskopen ein schmales aber stabiles Design des Aufbaus.

So ist Cordierit im Subaru-Teleskop verbaut, das Teil des Mauna-Kea-Observatoriums auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawaii ist. Das Spiegelteleskop für Beobachtungen im Infrarotbereich wird von dem National Astronomical Observatory of Japan betrieben und hat einen Hauptspiegeldurchmesser von 8,2 Metern. Als 2012 eine neue Superweitwinkelkamera in das Teleskop eingebaut werden sollte, fiel die Wahl für ein passendes Material für die Objektivstütze auf Cordierit. Das Material ermöglicht hier ein schlankes Design der Tragkonstruktion bei gleichbleibend hoher Materialstärke und Steifigkeit zur Stützung der Linse. Auch seine minimale Wärmeausdehnung bei Temperaturschwankungen, denen das Teleskop ausgesetzt ist, war entscheidend für die Werkstoffauswahl.

 

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