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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erstes Kapitel. Aufgaben und Bedeutung der Versorgungsfunktion

Zusammenfassung
Die Versorgung von Unternehmen mit den benötigten Erzeugnis- und Betriebsstoffen, Anlagen und Dienstleistungen wird in Literatur und Praxis häufig als Einkauf, Beschaffung, Materialwirtschaft oder Logistik bezeichnet.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Zweites Kapitel. Informationssystem der Materialdisposition

Zusammenfassung
Unter Materialdisposition versteht man die kurzfristige Planung der Versorgung der Produktion mit Erzeugnis- und Betriebsstoffen in quantitativer und terminlicher Hinsicht unter Beachtung von Kostenkriterien.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Drittes Kapitel. Bestellmengen — Modelle

Zusammenfassung
Das Problem des Einkaufs von Materialien oder der Fertigung von Produkten in wirtschaftlichen Losgrößen fasziniert Materialwirtschaftler, Techniker, Betriebswirte und Operations Researcher seit langem. Entsprechend umfangreich ist die Literatur auf diesem Gebiet und das Bemühen vieler Betriebe, zu wirtschaftlicheren Losgrößen zu gelangen.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Viertes Kapitel. Programmorientierte Disposition

Zusammenfassung
Die programmorientierte oder deterministische Materialdisposition leitet ihren Namen vom Produktionsprogramm ab, das seinerseits auf dem Absatzprogramm basiert. Die zukünftigen Absatzzahlen werden mit Hilfe geeigneter Prognosemethoden für einen bestimmten Planungszeitraum, z.B. ein Jahr, geschätzt, wobei vorliegende Kundenaufträge und sonstige Marktinformationen mit ausgewertet werden können. Der voraussichtliche Bedarf des Marktes an Enderzeugnissen und evtl. verkaufsfähigen Ersatzteilen wird auch als Primärbedarf bezeichnet. Er ist für die sich anschließenden Dispositionsaufgaben von ausschlaggebender Bedeutung, weil diese nur mit dem Genauigkeitsgrad erfüllt werden können, der mit der Primärbedarfsfeststellung erreicht wird. Deshalb ist der Absatzprognose und dem Änderungsdienst beim Auftragsbestand (andere Mengen, Qualitäten und Termine) besondere Sorgfalt zu widmen. Die Genauigkeit der Primärbedarfsplanung ist dabei um so größer, je mehr Kundenaufträge bereits vorliegen. Der Absatzplan wird ebenso wie der Produktionsplan, der über Mengen und Termine der Endproduktpalette informiert, zweckmäßigerweise in kurzfristige Teilplanungsperioden, meistens Wochen oder Monate, aufgegliedert.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Fünftes Kapitel. Verbrauchsorientierte Disposition

Zusammenfassung
Wie bei der programmorientierten Materialplanung bestehen auch bei der verbrauchsorientierten oder stochastischen Lagerdisposition die beiden zentralen Probleme darin, Zeitpunkt und Höhe einer Bestellung möglichst günstig festzulegen.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Sechstes Kapitel. Beschaffungsmarktforschung

Zusammenfassung
Den Beschaffungsmärkten und ihrer Erforschung ist lange Zeit in Theorie und Praxis zu wenig Beachtung geschenkt worden. Es wurde irrtümlicher Weise angenommen, daß die Beschaffung von Materialien, von Einzelteilen und Baugruppen eine ziemlich problemlose Angelegenheit sei und daß die Anbieter mit ihren Marketingmaßnahmen schon dafür sorgten, daß die erforderliche Markttransparenz hergestellt werde. Wenn heute den Beschaffungsmärkten in der betriebswirtschaftlichen Literatur und im betrieblichen Beschaffungswesen größere Aufmerksamkeit gezollt wird, ist das Ausdruck der Erkenntnis, daß angesichts
  • der regionalen und warenmäßigen Ausweitung der Beschaffungsmärkte,
  • der dynamischen Veränderungen von Marktlage und Marktstruktur und
  • der veränderten Aufgabenstellung des Einkäufers
ein optimaler Einkauf ohne eine intensive und systematische Erforschung der Beschaffungsmärkte nicht mehr möglich ist. Man hat eingesehen, daß sich nur mit Hilfe der Beschaffungsmarktforschung Marktchancen und -probleme erkennen und einer Realisierung bzw. einer Lösung zuführen lassen. Unter Beschaffungsmarktforschung müssen dabei alle diejenigen betrieblichen Maßnahmen der Sammlung und Aufbereitung von Informationen verstanden werden, die dazu dienen, die Transparenz der Beschaffungsmärkte zu erhöhen und zu erhalten.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Siebentes Kapitel. Preisstrukturanalyse

Zusammenfassung
Der industrielle Einkäufer interessiert sich nicht nur für den Preis eines einzukaufendes Gutes, sondern in bestimmten Entscheidungssituationen auch für die Fragen:
  • Wie hoch sind die Stückkosten eines zu beschaffenden Artikels?
  • Welchen Anteil an den Stückkosten dieses Artikels haben die einzelnen Kostenarten?
  • Wie hoch ist bei einem gegebenen Preis des Artikels der Gewinnanteil des Lieferanten?
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Achtes Kapitel. Wertanalyse

Zusammenfassung
Die Wertanalyse ist eine Rationalisierungsmethode besonderer Art. Sie versucht, ausgehend von einer systematischen Analyse der Funktionen und der Kosten eines Erzeugnisses, für die erforderlichen Funktionen des Untersuchungsobjektes kostengünstigere Lösungen zu finden, unnötige Funktionen eines Produktes zu eliminieren oder die Funktionspalette eines Erzeugnisses zu erweitern, falls hierdurch eine Steigerung des Unternehmensgewinns zu erreichen ist. Wertanalytische Untersuchungen lassen sich zwar sowohl auf Erzeugnisse als auch auf Dienstleistungen anwenden. Im Rahmen dieses Buches über materialwirtschaftliche Probleme sollen jedoch nur die Wertanalyse von Produkten und ihre Bedeutung für die Beschaffung behandelt werden.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Neuntes Kapitel. Bestellvorgang

Zusammenfassung
Mit Bestellung, Bestellvorgang und Auftragsvergabe verbinden sich verschiedene Begriffsinhalte, die abstellen auf
  • die verrichtungsmäßige Abwicklung,
  • die ablauforganisatorische Abwicklung,
  • die rechtlichen Fragen des Kaufvertrages,
  • die Tatsache, daß jeder Bestellung ein Entscheidungsprozeß zugrunde liegt,
  • den Umstand, daß mit einer Bestellung persönliche Kontakte zwischen Lieferant und Einkäufer verbunden sind,
  • die leider unbestreitbare Tatsache, daß in diesem Bereich subjektive, der rationalen Analyse kaum zugängliche, Faktoren eine Rolle spielen.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Zehntes Kapitel. Aufbau- und ablauforganisatorische Fragen

Zusammenfassung
Die Materialwirtschaft ist Gegenstand vielfältiger organisatorischer Überlegungen, da sie in ihrer Aufgabenfülle verschiedenartige Ansatzpunkte für Stellenbildungen bietet und die Arbeitsprozesse sich durch einen hohen Wiederholungsgrad auszeichnen. Der Gesamtbereich der Organisation wird in die Aufbau- und Ablauforganisation unterteilt.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Elftes Kapitel. Logistische Fragen

Zusammenfassung
Zur Durchführung einer rationellen Vorratshaltung gehört neben der Lagerdisposition auch die Materialflußgestaltung (Logistik), die im wesentlichen aus den Lagerund Transportprozessen besteht. Da einerseits Lager- und Fördervorgänge und andererseits außer- und innerbetrieblicher Transport eng miteinander verbunden sind, empfiehlt sich die Einbeziehung der Planung logistischer Aktivitäten in die gesamtbetriebliche Materialflußkonzeption. Durch die ganzheitliche Betrachtung, unterstützt durch eine Systemanalyse, können die vielfältigen Einflußfaktoren im Rahmen der Materialflußplanung am besten erfaßt und analysiert werden. Dabei sind systemtechnische, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte gleichrangig in den Planungskalkül einzubeziehen, um nicht durch einseitige Betrachtungen das Entstehen schwerwiegender Planungsfehler zu begünstigen. Eine Systemplanung des Materialflusses, nach Möglichkeit basierend auf exakten Materialflußuntersuchungen, hat u.a das Ziel, den Materialfluß aktiv zu gestalten, um damit letztlich zur Senkung und größeren Transparenz der Materialflußkosten beizutragen. Zur Erreichung dieses Ziels kann auch der Materialwirtschaftler beitragen, indem er die überwiegend technisch orientierten logistischen Fragestellungen um die wirtschaftlichen Belange ergänzt. Dazu gehört auch die Mitwirkung der Materialwirtschaft bei der Planung des außerbetrieblichen Transports. Hier hat sie darauf zu achten, daß insbesondere bei transportkostenintensiven Gütern die Wahl der Beförderungsart nicht einfach dem Lieferanten überlassen wird.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Zwölftes Kapitel. Qualitätssicherung der Zulieferungen

Zusammenfassung
Im Rahmen der Versorgungssicherung sind die Bedarfsqualitäten ebenso wichtig wie die Bedarfsmengen. Aus diesem Grunde setzen sich die Betriebe mit der qualitativen Komponente des Materialbedarfs intensiv auseinander und messen den Problemen der Qualitätssicherung einen hohen Stellenwert bei.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Dreizehntes Kapitel. Betriebliche Abfallwirtschaft

Zusammenfassung
Bei der betrieblichen Leistungserstellung fallen in fast allen Industrieunternehmen aus den verschiedensten Gründen Produkte an, die weder in der eigenen Fertigung noch in anderen Betriebsbereichen verwendet werden können. Für diese „überflüssigen“Produkte haben sich in Theorie und Praxis unterschiedliche Ausdrücke eingebürgert, wie z.B. Abfallmaterial, Rückstände, Müll, Entfallstoffe, Reststoffe, Ausschuß, Nebenprodukt, Verschnitt, Überlauf, Leergut, Altmaterial, Überschußmaterial, Schrott etc. Diese Ausdrücke sind z.T. als Synonyme anzusehen, teilweise deuten sie auf spezielle Branchen (wie z.B. „Entfallstoffe“auf die Stahlindustrie) oder auf bestimmte Entstehungsursachen für das nicht mehr benötigte Produkt (wie z.B. Leergut) hin. Hier soll der Begriff Abfall als Sammelbegrif für alle Arten von Produkten dienen, welche für den eigentlichen Betriebszweck nicht mehr benötigt werden.
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Vierzehntes Kapitel. Beschaffungspolitik

Zusammenfassung
Die Beschaffungspolitik befaßt sich mit den Zielsetzungen im Einkauf und mit der Auswahl der zur Zielverwirklichung einzusetzenden Instrumente. Als wichtige globale Ziele, welche die Beschaffungsabteilung einer Unternehmung anstreben sollte, sind
  • die Sicherung der Materialversorgung,
  • die Optimierung der Beschaffungskosten sowie
  • die Unterstützung anderer Unternehmensbereiche
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

Fünfzehntes Kapitel. Kontrolle der materialwirtschaftlichen Funktionserfüllung

Zusammenfassung
Funktionserweiterung und hierarchischer Aufstieg der Materialwirtschaft haben zu einem Umdenken bei der Erfolgsmessung für diesen Unternehmensbereich geführt. Das Vordringen entscheidungsvorbereitender und beratender Tätigkeiten sowie die Verlagerung von EntScheidungsprozessen in die Materialwirtschaft haben den Anteil der früher überwiegend rein exekutiven Tätigkeiten stark zurückgedrängt. Aber gerade auf letztere bezogen sich viele Kontrollmaßstäbe, die über die Messung der quantitativen Arbeitsergebnisse — wie bei exekutiven Arbeiten üblich — die Einkaufsleistung kontrollieren. Kennziffern wie
  • Zahl der Bestellungen pro Einkäufer,
  • Zahl der getätigten Anfragen pro Bestellung,
  • Einkaufsvolumen pro Einkäufer,
  • Bestellkosten pro Bestellung
Hans Arnolds, Franz Heege, Werner Tussing

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