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Über dieses Buch

Kunst, Musik, Religion, das sind Themen, die wohl kaum jemand sogleich mit Mathematik assoziiert. In diesem Buch erklärt Norbert Herrmann in einem unterhaltsam zu lesenden Ton, wie selbst in diesen so anders gearteten
Gebieten die Mathematik Einfluss gewinnen kann. Dabei erzählt der Autor von großen Malern, Dichtern und Architekten, die mathematische Ideen in ihre Werke einfließen ließen, so z.B. Dürer, Goethe, Semper, Gaudi oder Mozart.

Felix Auerbach sagte einmal: „Die Furcht vor der Mathematik steht der Angst erheblich näher als der Ehrfurcht.“

In diesem Buch möchte der Autor alle, die der Mathematik eher mit Respekt begegnen, dazu ermuntern, sich der ehrfürchtigen Wissenschaft im Plauderton ein wenig zu nähern, ohne tief in sie eindringen zu müssen.

Das Werk ist für die vorliegende 2. Auflage komplett durchgesehen und an vielen Stellen wesentlich ergänzt, z.B. um einen langen Abschnitt über Leonardo da Vinci. Vollkommen neu aufgenommen ist ein Kapitel „Mathematik in der Sprache“.

Norbert Herrmann, Mathematiker am Institut für Angewandte Mathematik der Leibniz Universität Hannover, spricht seit Jahren in vielen Beiträgen von Funk, Fernsehen und Printmedien von der Schönheit und Eleganz der Mathematik. In seinen populärwissenschaftlichen Büchern hat er diese Ideen einem breiten Publikum nahe gebracht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Mathematik in der Kunst

Zusammenfassung
Für viele Menschen sind die beiden Begriffe „Mathematik“ und „Kunst“ geradezu Gegensätze. Mathematik, diese doch so trockene und häufig auch viel zu schwierige Zahlenrechnerei – In Mathe war ich immer schlecht! – und dagegen die so anmutige, leicht beschwingte Muse der Kunst – wie kann das zusammengehen? Tatsächlich gibt es in vielen Teilbereichen Zusammenhänge zwischen Kunst und Mathematik. Denken Sie z. B. an die Perspektive in der Malerei. Ich werde an vielen Beispielen zeigen, wie sich Künstler häufig Anregungen aus der Mathematik geholt haben.
Norbert Herrmann

2. Mathematik in der Musik

Zusammenfassung
Oh, jetzt kommen aber zwei Themen, die völlig unvereinbar sind. Was soll denn bloß diese trockene Mathematik mit der wunderbaren Musik am Hut haben? Neben dieser etwas abwertend klingenden Meinung höre ich aber auch manchmal das ganze Gegenteil. Manche erinnern sich an ein Ärzte-Orchester und erklären dann, dass Mediziner häufig musikalisch sind. Und genau das wird auch manchmal Mathematikern nachgesagt. Nun, ich kann das nicht so ganz ablehnen.
Norbert Herrmann

3. Mathematik in der Sprache

Zusammenfassung
Neuerdings trifft man immer häufiger in der normalen Umgangssprache auf Begriffe, die mich als Mathematiker zusammenzucken lassen. Es scheinen nämlich echte mathematische Fachbegriffe zu sein. Dann jedoch muss ich häufig den Kopf schütteln; denn so richtig mathematisch klingt das höchstens, ist es aber in Wirklichkeit gar nicht. Manchmal sind Begriffe offensichtlich falsch verstanden, werden aber benutzt, weil man sich eine Bedeutung hinzudenkt und weil es so schön klingt, z. B. „der größte gemeinsame Nenner“. Manchmal sind die Begriffe echte Fachbegriffe, haben aber in der Fachwelt eine ganz andere Bedeutung, als der Benutzer es vermutet, z. B. der Begriff „stetig“.
Norbert Herrmann

4. 85. Geburtstag

Zusammenfassung
Schwiegermutter wurde 85. Natürlich ein großes Ereignis, bei dem die Mathematik nicht fehlen durfte. Vor allem ergab sich die Gelegenheit, vor einem großen Kreis von sehr interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern etwas über Mathematik zu erzählen. So eine Chance ergibt sich nicht oft. Aber was sollte ich erzählen? Nun, Gelegenheit macht Diebe. Und so nahm ich mir vor, mal richtig aus dem Nähkästchen zu plaudern und an Hand von einfachen Beispielen darüber zu sinnieren, was denn nun wirklich Mathematik ist. Hier also meine Rede.
Norbert Herrmann

5. Gott macht keine Physemathenten

Zusammenfassung
Sicherlich geraten Sie bei dem Begriff „Physemathenten“ ins Grübeln. In einem ethymologischen Lexikon werden Sie dieses Wort nicht finden. Hier hilft auch kein Duden. Dieses schöne Wort verdanke ich der Fachschaftszeitung Phÿsemathenten der Fachschaft MaPhy (Mathematik und Physik) der Leibniz Universität Hannover, wo ich jahrelang gelehrt habe.
Norbert Herrmann

6. Ein Mathematikquiz

Zusammenfassung
Na, haben Sie nicht Lust, zum Schluss Ihre kleinen grauen Zellen selbst mal in Wallung zu bringen? Dieses Quiz lief bei J. B. Kerner. Da ich als Autor und Studiogast intensiv daran mitgearbeitet habe, sei es hier zu Ihrem Vergnügen angefügt. Damals kämpfte ein Schüler der Klasse 6 gegen einen Erwachsenen, der sich beim Straßentest einigermaßen mathefest herausgestellt hatte.
Norbert Herrmann

Backmatter

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