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13.03.2014 | Medien | Im Fokus | Onlineartikel

Was die Akzeptanz von E-Books beeinflusst

Autor:
Andrea Amerland

Enhanced E-Books, Apps oder Eigenpublikation: Die Buchbranche wird von der Digitalisierung noch immer geschüttelt. Das zeigt auch das Programm der Leipziger Buchmesse.

Der deutsche Buchmarkt entwickelt sich gut. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) konnte für das Jahr 2013 das zweitbeste Umsatzergebnis seit der Jahrtausendwende erzielt werden. Auch das Geschäft mit E-Books und Hörbüchern stieg im Vergleich zu 2012 um knapp 50 Prozent auf knapp 200 Millionen Euro. Allerdings erfasst das GfK-Panel nicht die Zahlen für Schul- und Fachbücher.

Für den Zeitraum von 2013 bis Ende 2014 hat die Unternehmensberatung "Kirchner + Robrecht" für den deutschen Markt im besten Fall mehr als 28,5 Millionen verkaufter E-Books prognostiziert. Ende 2015 sollen es bereits mit mehr als 60 Millionen verkaufter E-Books doppelte so viele sein (Siehe Statista-Grafik). Gleichzeitig kommt eine BITKOM-Studie für das Jahr 2013 zu dem Ergebnis, das jeder fünfte Bundesbürger inzwischen digitale Bücher ließt. 58 Prozent der E-Book-Nutzer lesen demnach elektronische Bücher allerdings auf Smartphones.

Leipziger Buchmesse diskutiert Digitalisierungsstrategien

Während in Deutschland der Absatz von E-Book-Readern einer weiteren BITKOM-Erhebung zufolge im Jahr 2013 um 22 Prozent angestiegen ist, soll sich der weltweite Absatz bis zum Jahr 2016 rückläufig entwickeln, so das Ergebnis einer Studie durch das Marktforschungsinstitut IHS . Hierzulande ist eine Marktsättigung mit E-Books jedenfalls längst nicht erreicht und die Verlage suchen nach neuen Geschäftsmiodellen. Das zeigt auch das Programm der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Unter dem Motto "Mobil, vernetzt, multimedial?" widmet sich die Konferenz zur Messe möglichen Zukunftsstrategien und Onlinevermarktungs-Chancen für die Buchbranche.

Die Akzeptanz von E-Books

Doch ist es wirklich so schwierig? Wie Springer-Autor Jin Gerlach in seiner Dissertation "Die Akzeptanz elektronischer Bücher"nachweist, beeinflussen zahlreiche Faktoren, ob Menschen E-Books mögen oder nicht (Seite 149 ff.).

  • Wenn Leser die äußerlichen Merkmale von Print-Büchern schätzen, mögen sie elektronische Bücher häufig nicht, weil diese Merkmale bei E-Books fehlen.
  • Decken sich elektronische Bücher nicht mit dem Wertesystem des potenziellen Nutzers, werden E-Books oft abgelehnt.
  • Wenn das Lesen digitaler Bücher bestimmten vertrauten Abläufen ähnelt, hat dies einen positiven Effekt auf die Nutzungserfahrung von E-Books.
  • Passt der individuelle Lesestil eines Nutzers zu denen eines E-Books, wird dieses Medium positiver wahrgenommen und leichter akzeptiert.

Daneben spielen allerdings die Preisgestaltung, die grafische Aufbereitung und die Vermarktungsstrategie eine Rolle, so Robert Galitz in dem Buchkapitel "E-Books und Enhanced E-Books Neue Herausforderungen für Autoren und Verlage" (Seite 48 ff.).

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