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05.04.2013 | Medien | Im Fokus | Onlineartikel

Social Media zieht an klassischer Pressearbeit vorbei

1:30 Min. Lesedauer

"Shareconomy“ heißt der Begriff, den die CeBit zu ihrem Leitthema ausrief. Wissen, Besitzen und Teilen sind im Netz allgegenwärtig und Soziale Medien in Unternehmen immer populärer. Wer sich nicht beteiligt ist Old-school?

Absolit Consulting und das Marktforschungsunternehmen Rogator befragten rund 1.000 Newsletter-Abonnenten mit Online-Marketing-Interesse. Das Ergebnis der Studie im Vorjahresvergleich: Pressearbeit und Social Media haben bei den beliebtesten Marketingkanälen die Ränge vier und fünf getauscht. Vertrauten 2012 noch 64 Prozent der Unternehmen auf klassische Pressearbeit, sind es 2013 nur noch 55 Prozent. Mit einem Sprung von 62 auf 64 Prozent konnte Social-Media-Marketing vorbeiziehen. Die vorderen Plätze besetzen die Homepage (91,5 Prozent), die E-Mail (80,5 Prozent) und Suchmaschinen (70,8 Prozent).

Überrollt Social Media den Mitarbeiter?

Was aber, wenn Unternehmen den Zeichen der Zeit zwar folgen, ihre Mitarbeiter aber auf der Strecke verlieren? Florian Semle wittert in seinem Buchkapitel "Enterprise 2.0: Mitarbeitermotivation für vernetztes Arbeiten“, auf digitalen Friedhöfen reichlich verbranntes Kapital. "Social Media für Unternehmen scheitern an dem, was sie eigentlich ausmacht: Sie sind eine neue Qualität in der Zusammenarbeit, kein Internet mit persönlicher Appendix.“ Netzwerken ist dynamischer Wissen- und Informationsaustausch für den Unternehmenserfolg - im Gegensatz zum Bunkern von "Silowissen“ für die eigene Karriere - und effektiver als klassische Organisationsformen. "Neue Ideen, innovative Vorgehensweisen oder erfolgreiche Produkte setzen sich durch, indem sie von immer mehr Individuen bewertet und geteilt werden“, so der Autor.

Soziale Medien erfordert sensibilisierte Manager und Mitarbeiter

Wenn sich durch Teilen-und-Bewerten die Grenzen interner und externer Kommunikation auflösen und der Mitarbeiter zur Informations-Drehscheibe wird, wie kann dann sicher gestellt sein, dass sich Unternehmensbotschaften im Netz nicht verselbständigen? Georg Kraus warnt in seinem Buchkapitel "Reflexionen zur unternehmerischen Social Media Nutzung“ vor der "Kommunikationsmacht“ des Mitarbeiters im Web 2.0. Er rät, Manager und Mitarbeiter zu sensibilisieren, "welche Macht und Einflussmöglichkeiten sie heute haben und wie genau sie analysieren müssen, mit wem sie kommunizieren und über welche Kanäle sie kommunizieren.“

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