Skip to main content
main-content

02.12.2013 | Mediennutzung | Im Fokus | Onlineartikel

Deutsche kaufen gerne im Internet ein

Autoren:
Annette Speck, Dr. Ingo Knuth
2:30 Min. Lesedauer

Serie Internetnutzung Teil 2: Sich informieren, einkaufen, austauschen – das Internet bietet Verbrauchern viele Möglichkeiten. Im Ländervergleich sind die Deutschen eifrige Internetkäufer, fand Google in einer Studie heraus. Soziale Netzwerke nutzen sie im Ländervergleich dagegen weniger. Dennoch sollten Unternehmen den Einfluss des Social Web auf den Kaufprozess nicht unterschätzen

Das Internet ist ein wichtiger Teil unseres täglichen Lebens geworden. In Deutschland nutzen es inzwischen 80 Prozent der Bevölkerung. In Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden sind es sogar weit mehr als 90 Prozent, stellt die Connected Consumer Study 2013 von TNS und Google fest.

Verändertes Einkaufsverhalten erfordert neue Strategien

Auch das Einkaufsverhalten der Verbraucher hat sich durch das Internet verändert: Fast 60 Prozent der deutschen Internetnutzer kaufen der Studie zufolge mindestens ein Mal pro Monat online ein. In Südkorea und Großbritannien sind es sogar etwa drei Viertel der User. Daher ist die Online-Präsenz für Unternehmen heutzutage extrem wichtig. Zudem müssen Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen über verschiedene Kanäle anbieten und dort auch kommunikativ unterstützen. Dies macht kanalübergreifende Strategien und aufeinander abgestimmte Marketingmaßnahmen erforderlich.

Nutzung sozialer Netzwerke sehr unterschiedlich ausgeprägt

Weiterhin erfreuen sich soziale Netzwerke immer größerer Beliebtheit. Deren Nutzung ist jedoch von Land zu Land unterschiedlich ausgeprägt: So nutzt etwa auf den Philippinen, in der Türkei und in Südafrika die absolute Mehrheit der Onliner soziale Netzwerke. In Ländern wie Deutschland, Südkorea oder Japan ist der relative Nutzeranteil hingegen weitaus geringer.

Dies ist unter anderem auf die zum Teil sehr unterschiedliche soziodemografische Struktur der Internetnutzerschaft zurückzuführen. Auf den Philippinen, in der Türkei und auch in Südafrika ist das Internet noch primär ein Medium jüngerer und urbaner Bevölkerungsschichten. In vielen anderen Ländern hat das Web dagegen bereits weitere Teile der Bevölkerung erreicht. Die sind im Durchschnitt weniger an der Nutzung sozialer Netzwerke interessiert, weshalb hier die relative Marktdurchdringung von Social Media geringer ist.

Kommunikation im Social Web beeinflusst Kaufprozesse

Die Entwicklungen rund um das Internet stellen Unternehmen vor viele Herausforderungen. So haben Verbraucher durch die sozialen Medien heute weltweit mehr Macht und steuern die Marken mit. Die Hersteller verlieren dadurch zunehmend die Informationshoheit über ihre Marken. Zudem beeinflusst und erweitert die Kommunikation des Social Web den Kaufprozess enorm, betonen die Springer-Autoren Alexander Rossmann und Ralph Sonntag. In ihrem Fachbeitrag "Social Commerce - Der Einfluss interaktiver Online-Medien auf das Kaufverhalten der Kunden" gehen sie der Frage nach, wie sich Social Media für Unternehmen instrumentalisieren und monetarisieren lässt. Dazu stellen sie fünf strategische Ansätze vor.

Strategische Ansätze zur Stimulierung von Social Commerce

  • Social Media als Servicekanal
  • Social Media als Testplattform
  • Social Media im Branding-Kontext
  • Social Media als Sourcingstrategie
  • Management von Communities
Zentrale Daten aus der aktuellen Connected Consumer Study sowie weiterführende Informationen zum Internetverhalten von Konsumenten sind auf den Seiten Consumer Barometer und Public Data Explorer  verfügbar.

Lesen Sie auch

Deutsche sind noch digitale Nachzügler

Second Screens werden werberelevant

EU-Unternehmen nutzen Potenziale des Webs nicht

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

    Bildnachweise