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Über dieses Buch

Dieses Buch führt ein in das interdisziplinäre Feld der Medienpädagogik. Es stellt die Dimensionen, Modelle und Theorien vor, welche empirischen Studien und angewandten Projekten zugrunde liegen. Die Entwicklung der Medienpädagogik wird historisch und im internationalen Vergleich aufgezeigt. Mediensozialisation, Medienerziehung und Mediendidaktik werden miteinander in Verbindung gebracht. Medienpädagogische Forschung und die Konsequenzen für Ausbildung und pädagogische Praxis werden diskutiert. Das Lehrbuch bietet eine kompakte und gut verständliche Einführung und enthält zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur und Online-Quellen. Für die zweite Auflage wurde der Band grundlegend überarbeitet und aktualisiert; dabei wurden alte Beispiele durch aktuellere ergänzt, sämtliche Literaturnagaben und Links geprüft und aktualisiert. Darüber hinaus wurde im Anhang mit der Einführung der Rubrik "Blogs" den Entwicklungen im Social Web Rechnung getragen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung: Zur Relevanz der Medienpädagogik in mediatisierten Gesellschaften

Dieses Studienbuch Medienpädagogik stellt die zentralen Teilgebiete des multidisziplinären Fachs, theoretische Grundlagen, Modelle und Studien vor, aber auch Projekte der Anwendung medienpädagogischer Kompetenzen. Es ist so aufgebaut, dass man es integral lesen oder einzelne Kapitel in selbstgewählter Abfolge studieren kann, zum Beispiel begleitend zu einer Lehrveranstaltung.

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

2. Mediensozialisation: Aufwachsen in mediatisierten Lebenswelten

Sozialisation wird verstanden als eine Interaktion zwischen Individuum und Umwelt, die zur persönlichen Entwicklung und Selbstfindung im Kontext der Gesellschaft führt (Hurrelmann 2002). Die Kinder passen sich ihrer Umwelt nicht einfach an, sondern setzen sich aktiv mit ihr auseinander und gestalten sie mit. Es geht also nicht um Anpassung des Individuums an die Umwelt, sondern um Passung zwischen dem Individuum und seiner Umwelt.

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

3. Ein Blick zurück: Zur Entwicklung der Medienpädagogik im deutschsprachigen Raum

Der Begriff der Medienpädagogik ist in unserer Informations- und Mediengesellschaft sehr geläufig und scheint schon immer da gewesen zu sein. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine noch vergleichsweise junge Disziplin. Die Medienpädagogik selbst hat sich erst in den 1960er Jahren als eine eigenständige Disziplin etabliert, wenngleich es natürlich schon zuvor pädagogische Bemühungen gab, die sich auf die Auseinandersetzung mit vorfindbaren Medienangeboten bezogen und die sich – rückwirkend betrachtet – durchaus als medienpädagogische Ansätze bezeichnen lassen (vgl. Schorb 1995).

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

4. Medienpädagogische Ansätze: Grundhaltungen und ihre Konsequenzen

Die Medienpädagogik befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen, die Medienkompetenz von Heranwachsenden zu fördern, kinder- und jugendgerechte Medienangebote zu erkennen und Medien produktiv in alle Lebensbereiche zu integrieren. Gleichzeitig ist damit das Ziel verbunden, Kinder und Jugendliche zu einem sicheren Umgang mit den Medien zu befähigen, d. h. dass sie lernen, wie sie Risiken vermeiden und wie sie mit Risiken umgehen können. Hier lassen sich verschiedene pädagogische Ansätze unterscheiden.

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

5. Medienkompetenz: Bildungsaufgabe und Zielkategorie

Die zunehmende Mediatisierung des Alltags stellt insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene vor neue, sich ständig wandelnde Herausforderungen. Der kompetente Umgang mit konvergenten Medienangeboten, Technologien und Kommunikationsformen (z. B. E-Mail, Chat, Soziale Netzwerkplattformen, SMS/MMS etc.) wird mehr denn je zu einer Aufgabe, die es im Kontext allgemeiner Entwicklungs- und Sozialisationsprozesse zu bewältigen gilt. Medienkompetenz stellt jedoch keinen statischen Zustand dar, sondern ist angesichts der gesellschaftlichen und medialen Entwicklungen eine zentrale Aufgabe lebenslangen Lernens.

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

6. Medienerziehung: Herausforderungen und Aufgaben

Medienerziehung ist Aufgabe und Zielstellung der Medienpädagogik zugleich. Der Begriff impliziert nach Schorb (2005c) zweierlei: Zum einen die Erziehung

zu

einer kompetenten und reflektierten Mediennutzung, was man auch als Medienkompetenzförderung (▶ Kapitel 5) bezeichnen könnte (auch Erziehung

über

Medien), und zum anderen die Erziehung

durch

die Medien, die sich mit der Frage befasst, welchen erzieherischen Einfluss die Medien selbst auf den Menschen ausüben bzw. wie sich Medien für Erziehungs- und Bildungsprozesse instrumentalisieren lassen, ein Thema, mit dem sich jedoch vordringlich die Mediendidaktik befasst (▶ Kapitel 7).

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

7. Mediendidaktik: Lehren und Lernen mit Medien

Die Mediendidaktik wird immer wieder hinsichtlich ihrer Positionierung zur Medienpädagogik, aber auch zur Allgemeinen Didaktik diskutiert (siehe z. B. Kerres 2007, Kron/ Sofos 2003). Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob es sich um eine Teil- oder Nachbardisziplin handelt. In Bezug auf die Allgemeine Didaktik kommt z. B. Kerres (2007) zu dem Schluss, dass Mediendidaktik nicht als Teilbereich der Allgemeinen Didaktik betrachtet werden könne, da sie nicht an institutionelle Kontexte gebunden sei und auch informelle Lernprozesse (z. B. durch Edutainment-Software, Computerspiele, Web 2.0-Angebote etc.) umfasse und damit über den Rahmen Allgemeiner Didaktik hinausweise.

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

8. Medienpädagogik im internationalen Vergleich

Medien waren und sind im Kontext der Entwicklung globaler Prozesse immer schon von Bedeutung (vgl. Reimann 2002: 77 – 79). So verhalf beispielsweise der Buchdruck der Verbreitung der christlichen Lehre oder die Entwicklung der Telegraphie der Entstehung eines globalen Systems von Nachrichtenagenturen (vgl. Reimann 2002: 77 – 79). Heute werden weit entfernte Orte via Internet oder Satellitenfernsehen einfach und schnell erreichbar und regional gefärbte Medieninhalte treffen auf internationale und globale Publika (vgl. Faßler 2000: 10, Meckel 2001: 50).

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

9. Medienpädagogische Arbeitsfelder

Durch die permanente Weiterentwicklung des Medienangebots, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechnologien, hat auch die pädagogische Auseinandersetzung mit den Medien an Bedeutung gewonnen. Dennoch wird der Medienpädagogik im gesellschaftlichen Diskurs ein vergleichsweise geringer Stellenwert beigemessen.

Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen

Backmatter

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