Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die terminologische Kopplung von Medien und Globalisierung wirft einen spezifischen Blick auf aktuelle Prozesse ökonomischer, soziopolitischer, technologischer und kultureller Veränderung. Die Erde wird hier nicht als Summe trennscharf voneinander separierbarer Regionen begriffen, sondern erscheint vielmehr als deterritorialisierter Schauplatz transnationaler Bewegungen durch Ströme gegen Grenzen von Zeit und Raum, die nicht zuletzt medial geprägt sind. Denn Medien spielen für die Reproduktion von Kapital, aber auch die postkoloniale Distribution von Kultur eine immer zentralere Rolle. Ökonomische Macht reguliert dabei die Zirkulation der kulturellen Flüsse zwischen Zentren und Peripherien auf dem Globus, dessen Regionen in stetigem Austausch stehen. Globalisierung meint also die Zirkulation von Menschen, Waren und Daten in einem Verhältnis erdumspannender Kommunikation auf allen Ebenen sozialer Erfahrung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Kapitalismus und Kultur

Die terminologische Kopplung von Medien und Globalisierung wirft einen spezifischen Blick auf aktuelle Prozesse ökonomischer, soziopolitischer, technologischer und kultureller Veränderung. Die Erde wird hier nicht als Summe trennscharf voneinander separierbarer Regionen begriffen. Sie erscheint vielmehr als deterritorialisierter Schauplatz transnationaler Bewegungen durch Ströme gegen Grenzen von Zeit und Raum, die nicht zuletzt medial geprägt sind.
Ivo Ritzer

Kapitel 2. Dekolonisierung und Weltliteratur: Vom globalen Dorf zur planetarischen Medialität

Das Zusammendenken von Medien und Globalisierung ist so alt wie die Medienwissenschaft selbst. Die Koinzidenz von Dekolonisierung, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, und den Arbeiten von Marshall McLuhan als erstem Theoretiker einer Eigenlogik des Medialen und damit erstem Medientheoretiker sui generis, findet mithin nicht etwa zufällig statt (siehe ausführlich dazu Ritzer 2018c).
Ivo Ritzer

Kapitel 3. Globale Städte und lokale Urbanität: Von der afropolitanen Metropole zur Ästhetik des Überflusses

Die Debatte um globale Städte als einem neuen Typus urbaner Organisation jenseits des Primats von Nation und Staat hat insbesondere die jüngere Soziologie geprägt (Sassen 1991 und Sassen 1994). Seit einigen Jahren aber wird sie auch von Medien- und Kulturwissenschaft intensiv rezipiert. Die globale Stadt erscheint hier als Kristall einer neuen Logik globaler Ökonomie wie auch Kultur: Einerseits impliziert die globale Stadt eine räumliche Dispersion weg vom Nationalstaat, andererseits zugleich aber die Fixierung eines Knotenpunkts; einerseits impliziert sie eine temporale Simultaneität in der Verknüpfung mit anderen globalen Städten, andererseits eine interne Disjunktion von überflüssigen Einwohnersegmenten.
Ivo Ritzer

Kapitel 4. Transnationale Strömungen und globale Medienlandschaften: Von den Martial Arts zur deterritorialisierten Appropriation

In diesem Kapitel wird Martial Arts als ein Paradigma medienkultureller Globalisierung reflektiert, wobei sich ein Fokus auf transnationale Zirkulationen von Bildern im globalen Süden ergibt. Es geht hier nicht zuletzt auch um Situierung einer neu entflammten Diskussion um die transnationale Qualität globalisierter Medienlandschaften. Mit Publikationen wie den Sammelbänden Multiculturalism, Postcoloniality and Transnational Media (2003), Transnational Cinema: The Film Reader (2006) oder World Cinemas: Transnational Perspectives (2009) ist in jüngerer Zeit mithin eine neue Konjunktur in der Debatte zu konstatieren.
Ivo Ritzer

Kapitel 5. Schluss: Die Frage der Theorie

Die Frage der Theoriebildung im Feld des Globalisierungsdiskurses ist eine ungebrochen dringende. Heute scheint es mehr denn je eine wichtige kritische Aufgabe zu sein, Eurozentrismus wie Nativismus gleichermaßen zu überkommen, und stattdessen auf eine universale Medientheorie mit partikulären Perspektiven hin zu arbeiten. Okzidentale Traditionen des Denkens kultureller Dynamiken stellen dabei einen Ort diskursiver Auseinandersetzung dar, die nicht notwendigerweise essentialisierenden Konditionen geschuldet sein müssen.
Ivo Ritzer

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Best Practices für Web-Exzellenz im Online-Handel

Erfolgsbeispiele für erfolgreiche Online-Unternehmen gibt es viele. Best Practices für Web-Exzellenz ergeben sich aus der bestmöglichen Umsetzung der Erfolgsfaktoren, die sie auf der anderen Seite aber auch maßgeblich mit bestimmt haben. Lesen Sie hier, was Sie von den Unternehmen lernen können, die zu Recht als "exzellent" bezeichnet werden können.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise