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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vorwort

Vorwort

Zusammenfassung
„Top-Manager sollten auch ihre private seite zeigen“, titelte die Frankfurter Allgemeine vor einiger Zeit. Nach einer Studie des Düsseldorfer Beratungsunternehmens Güttler + Klewes wünschen sich mehr als zwei Drittel der Befragten, Vorstände eines Unternehmens auch außerhalb des Wirtschaftsumfeldes einschätzen konnen.1
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

Agieren in der Kommunikationsgesellschaft

Frontmatter

1. Kommunikation in einer komplexen Welt

Zusammenfassung
Wer nicht überhört werden will, muss sich zu Wort melden. Diese schlichte Losung gilt in der heutigen Zeit mehr denn je. Auf dem Weg von der Industrie- zur Kommunikationsgesellschaft ändern sich die Spielregeln: Die Aufmerksamkeit widmet sich nicht ohne weiteres demjenigen, der über Neuigkeiten verfügt, sondern zunächst jenem, der sagt, dass er etwas zu berichten habe. Wer heute für die „Selbst GmbH“ und die „Ich AG“ nicht die Werbetrommel rührt, wird nicht wahrgenommen.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

2. Die Bedeutung von Investor Relations und Public Relations

Zusammenfassung
Ein unmittelbares Ergebnis des gestiegenen Bedarfs an Kommunikation und Information ist, dass Kommunikationsprozesse zunehmend professionell gemanagt werden. Es soll nicht dem Zufall überlassen bleiben, wie ein Unternehmen oder ein Ereignis von der Umwelt wahrgenommen werden. Mit nichts anderem beschäftigen sich Public Relations (PR) und Investor Relations (IR). Im Unterschied zu Investor Relations können Public Relations wie auch die Werbung bereits auf eine eigene, facettenreiche Geschichte zurückblicken. Die ersten Formen der Werbung (abgleitet von dem althochdeutschen Verb „hwerban“ für „sich umtun, bemühen“ ) waren bereits in der Antike jene, bei denen ein Ausrufer Produkte öffentlich anpries. PR als systematische Kommunikationstätigkeit hat ihre Ursprünge etwa im 18. Jahrhundert. Professionelles Kommunikationsmanagement ist also mitnichten eine Tätigkeit, die erst in der Mediengesellschaft des 20. Jahrhunderts ins Leben gerufen wurden.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

10 Todsünden der Investor Relations — und wie man es besser machen kann

Ohne Zusammenfassung
Ralf Brammer

3. Die Zielgruppen: Journalisten, Analysten und Investoren

Zusammenfassung
Überzeugende Kommunikation setzt voraus, sich rechtzeitig Gedanken über seinen Gesprächspartner gemacht zu haben. So minimal diese Forderung ist, so essentiell ist sie für den Erfolg eines Gespräches.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

Was Analysten vom Management eines Unternehmens erwarten — und was nicht

Zusammenfassung
Das Management sollte Analystenanrufe prompt beantworten, besonders nach der Veröffentlichung von Zahlen oder, wichtigen Ereignisen. Um möglichst viele Analysten zu erreichen, sollten regelmäßig Telefonkonferenzen stattfinden.
Bernard Tubeileh

4. Sinnbilder: Die non-verbale Kommunikation

Zusammenfassung
Komplexität verstellt mitunter den Blick fürs Wesentliche. In den aus-differenzierten Kommunikationsgesellschaften der Industrienationen droht dies für jenen Begriff, der sie vornehmlich charakterisiert: die Kommunikation. Kommunikation scheint heute alles zu sein — und damit wiederum fast nichts. Was heißt Kommunikation, und was ist Kommunikation eigentlich?
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

5. Auftreten vor Kameras

Zusammenfassung
Sein oder Design? — die Frage lässt sich für die Gegenwart nur mit einem Sowohl-als-auch beantworten. Im mediatisierten Heute spielt das Äußere eines Menschen eine größere Rolle als je zuvor. Man mag sich darüber verwundert die Augen reiben, sich ärgern oder verweigern wollen — sicher ist: Ignoranz hilft kaum weiter. Denn in den Medien regieren die Bilder. Diese Bilder sollen eine Person so positiv wie möglich erscheinen lassen. Neben dem inhaltlichen „Was“ und dem verbalen und non-verbalen „Wie“ ist ebenso das Erscheinungsbild einer Person bedeutsam. Es mag zu allen Zeiten so gewesen sein, dass sich jemand dem Anlass, seinem Stand oder einer Tradition gemäß kleidet. Durch die modernen Medien jedoch ist die Anzahl der Betrachter ungemein größer als in der Vergangenheit. Wenn die Rede eines amerikanischen Präsidenten live in die ganze Welt übertragen wird, wäre es für ihn nicht gerade von Vorteil, weiße Tennissocken zum dunkelblauen Anzug zu tragen. Denn die Wirkung einer Person in den Medien hängt nicht unwesentlich von ihrem Erscheinungsbild ab.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

6. Effektive Selbstvermarktung

Zusammenfassung
Es gibt Menschen, denen ein Auftritt im Fernsehen oder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit die Welt bedeutet. Das allein zu erreichen, ist relativ leicht. Denn ein Fernsehauftritt hängt lediglich an der Frage, wie groß die Bereitschaft ist, die eigene Schamgrenze zu überwinden. Mit dem Ergebnis, dass sich vor allem in Talkshows allerlei Exoten und Extremisten tummeln, die ihr Innerstes nach außen kehren. Der Exhibitionismus der einen befriedigt den Voyeurismus der anderen. Eine perfekte Tauschbeziehung in einem nahezu vollkommenen Markt. Alle Teilnehmer maximieren ihre Lust — und die Medienunternehmen ihre Gewinne. Wie weit Schamgrenzen tatsächlich sinken können, ahnte vor einigen Jahren noch keiner. Ob ein Übermaß auf der Angebotsseite dem Publikum je den Appetit verderben wird, ist noch nicht abzusehen.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

Welche Berichte Sie sich von Journalisten gefallen lassen müssen — und welche nicht

Ohne Zusammenfassung
Matthias Prinz

Journalistische Standardsituationen

Frontmatter

1. Interviews

Zusammenfassung
Im Februar 1981, zwei Monate nach seinem Tod, wurde das Interview mit John Lennon und Yoko Ono abgedruckt. Der Text zog sich über zwölf Seiten, wurde umrahmt von vier kleinen Bildern in schwarzweiß und war spärlich gestaltet. Die Veröffentlichung bekräftigte damals wieder einmal den fast legendären Ruf, den die „großen Interviews“ dieses Magazins innehaben. Die Rede ist vom „Playboy“ . Zahllose Prominente lassen sich von ihm seit 1962 interviewen, etwa Jean-Paul Sartre, Donald Trump oder Jimmy Carter. Den seitenlangen Interviews (wenigstens in der amerikanischen Originalausgabe) gehen wochenlange Recherchen voraus, die eine hohe Qualität der Gespräche sichern. Wenig andere Zeitschriften (erst recht keine aus jener Ecke der „Herrenmagazine“ ) haben es geschafft, einen derartigen Mythos zu begründen. Und das ausgerechnet mit einem Interview zur Person — bebildert mit wenigen und jugendfreien Aufnahmen.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

2. Statements

Zusammenfassung
Ein Statement gehört begrifflich zu jenen Fremdwörtern im Deutschen, die sich mehr schlecht als recht übersetzen lassen. Wenn Anglizismen ansonsten mit großer Vorsicht benutzt werden sollen, so gibt es manches, das besser „denglisch“ bleibt. Wie die „Statements“ . Korrekt übersetzt müssten sie „Erklärungen“ , „Verlautbarungen“ oder „Darstellungen“ heißen — doch manchmal sollen sie eben nur kurz einen Standpunkt wiedergeben. Da klänge jeder andere Begriff im Deutschen prätentiös.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

3. Berichte, Reportagen und Features

Zusammenfassung
Ohne sie wäre alles Fiktion und bloße Meinung. Sie erst bringen das tatsächliche Leben in die Medien: Berichte, Reportagen und Features. Nach Lesart der Kommunikationswissenschaft gehören die drei zu den tatsachenbetonten Darstellungsformen, einer grundlegenden Kategorie neben den meinungsbetonten Formen (Kommentare, Glossen, Kritiken) und den phantasiebetonten (etwa Romane und Spielfilme). Zwar sind sich die Experten gelegentlich uneins über die Definitionen im Einzelnen, doch die wesentlichen Unterschiede sind benannt:
  • Der Bericht wird gerne als der große Bruder der Nachricht bezeichnet. Ähnlich wie in einer knappen Nachrichtenmeldung werden in einem Bericht aktuelle Ereignisse mit Neuigkeitsweit dargestellt. Allerdings nicht in hoch konzentrierter Form, sondern im Fernsehen etwa durch einen einminütigen Korrespondentenbericht oder in einer Zeitung in drei oder vier Spalten.
  • Die Reportage hingegen ist ein tatsachenbezogener, aber persönlich gefärbter Erlebnisbericht. Statt Vollständigkeit (wie im Bericht) strebt die Reportage an, einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit zu schildern. Dabei muss sich der Reporter zu dem Betroffenen „in den Rollstuhl setzen“ (so Heinz Pürer, Professor für Medienethik in München), um die entsprechende Stimmung einzufangen.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

4. Diskussionsrunden

Zusammenfassung
Wenn es noch eines Nachweises dafür bedarf, dass die öffentliche Streitkultur auf den Hund bekommen ist, so sei ein Blick in die Talkshows der deutschen Fernsehanstalten empfohlen. Sie legen ein Armutszeugnis darüber ab, wie ausgeprägt das narzisstische Bedürfnis ist, sich darzustellen, und wie gering die Bereitschaft, einem anderen zuzuhören und ihn zu verstehen. Tieferes Interesse daran, ein Thema in seiner Komplexität auszubreiten und gründlich zu diskutieren, ist selten vorhanden. Und wird im übrigen auch nicht gewünscht. Wo bliebe denn das „Amüsement“ für die Zuschauer, wenn sich die Vertreter zweier Parteien nicht ordentlich zofften? Wie stünde denn die Quote, wenn nicht einer den wadenbeißenden Terrier mimte und der andere den arroganten Pinscher? So lässt sich der Eindruck kaum verhehlen: Was in der Antike die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum waren, sind heute die Talkshows im Fernsehen — „Brot und Spiele“ für das Volk.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

5. Pressekonferenzen

Zusammenfassung
Pressekonferenzen zählen zu jenen Situationen, in denen ein Unternehmen selbst die Initiative ergreift, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken. Das unterscheidet sie prinzipiell von den anderen, weiter oben beschriebenen Kontakten mit Journalisten, die meist von den Medien initiiert werden. Presse- oder Medienkonferenzen sind damit ein wichtiges Element der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens.
Alexander Kirchner, Raimund Brichta

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