Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Der Band greift den Medienwandel aus ökonomischer, politischer und journalistischer Perspektive der letzten drei Jahre auf. Dazu werden ausgewählte Beiträge aus Netzveröffentlichungen herangezogen, so dass die Leser einen redaktionell gefilterten Überblick über die Umbrüche der Medienlandschaft durch die Digitalisierung, das Internet, erhalten. Die Beiträge entstammen bekannten Netzpublikationen/Blogs und nehmen aktuell, meinungsstark und analysierend Bezug auf die Bereiche Medienwirtschaft und -gesellschaft. Der in der wissenschaftlichen Literatur bislang ungewöhnliche Weg Online-Publikationen zu drucken, stellt gleichermaßen einen Effekt des Medienwandels dar und verknüpft die Online- mit der Offlinewelt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Medienwandel kompakt 2011–2013: Netzveröffentlichungen zu Medienökonomie, Medienpolitik & Journalismus

Dieser Sammelband versteht sich als Rück- und Überblick über rund drei Jahre Netzpublizistik. Er knüpft an das 2011 erschienene Buch „Medienwandel kompakt 2008–2010: Schlaglichter der Veränderung in Medienökonomie, -politik, -recht und Journalismus“ an, das Analysen und Kommentare zu den Umbrüchen der Medienlandschaft in einem Sammelband erstmals zusammenführte.

Leonard Novy, Jan Krone, Christoph Kappes

Technologie, Gesellschaft, Markt & Politik im Medienwandel

100 Jahre Riepl’sches Gesetz

Das unter Medienfachleuten vieldiskutierte „Gesetz“ wird richtig interessant, wenn man es in seinen ursprünglichen Kontext stellt. Riepls 100-jähriges Buch steckt voller Anregungen für eine neue Sicht auf die moderne Medienwelt.

Urs Meier

Der menschliche Körper geht ans Netz

Nach den ersten drei Wellen der globalen Vernetzung sind die Anfänge der vierten Welle sichtbar: Der menschliche Körper wird ans Web angeschlossen. Google Glass ist der erste Vorläufer.

Ralf Wienken

Die dritte Phase der Vernetzung: Das Internet der Dinge wird Realität

Nachdem erst stationäre Computer und dann mobile Endgeräte den Zugriff auf das Web erlernten, erhalten sukzessive immer mehr Apparate eine Onlineanbindung. 2012 werden viele Menschen erstmals bewusst mit dem Internet der Dinge in Kontakt kommen.

Martin Weigert

Von der Hinterlist einer lichtscheuen Politik

Auch deutsche Sicherheitsbehörden würden uns zu gerne rundum überwachen. Vertrauliche Gespräche nur noch im Wald zu führen, ist aber keine Option.

Die weitreichende TK- und Internetüberwachung der Amerikaner (Prism) und der Briten (Tempora) führt zu durchaus bemerkenswerten Diskussionsbeiträgen. Manche fordern eine Stärkung des Datenschutzes und der Verschlüsselung, während andere dazu raten, nicht so geschwätzig zu sein und vielleicht auch mal wieder unter vier Augen oder im Wald miteinander zu reden. Alles ganz interessante Vorschläge, die aber am Kern des Problems vorbeigehen.

Thomas Stadler

Vier Thesen: Warum macht das Internet der Macht solche Angst?

Es mag ein romantischer Gedanke sein. Doch wenn wir nicht jetzt die Grundlagen für ein freies Netz schaffen, wann dann?

Die jüngsten Ereignisse im arabischen Raum, in der Türkei, der Überwachungsskandal „Prism“ in den USA, aber auch die zahlreichen Überlegungen in Deutschland rund um das Leistungsschutzrecht, die Vorratsdatenspeicherung oder Netzregulierung sind eindeutige Symptome, die zu einer gemeinsamen Wurzel zurückführen. Der Kampf um die Überwachung, Regulierung und Filterung des Internets aus Gründen der Erhaltung von Macht und Kontrolle ist allumfassend spürbar.

Patrick Breitenbach

Warum wir endlich eine Politik 2.0 benötigen

Der Alltag der Bürgerinnen und Bürger findet heute in einer Gesellschaft statt, die sich gegenüber der vor der Jahrtausendwende grundlegend verändert hat. Wir leben in einer Welt, die sich durch Globalisierung und offene, agile Vernetzung in allen Lebensbereichen auszeichnet. Besonders augenfällig wird dies nicht alleine in der rasanten Entwicklung des Web 2.0. Weite Teile der Wirtschaft haben erkannt, dass diese Veränderungen zur Folge haben, dass sich Kunden nicht mehr alleine als Konsumenten sehen. Unternehmen binden daher ihre Zielgruppe in Innovationsprozesse ein und treffen strategische Produktentscheidungen im Diskurs mit ihren Kunden. Sie öffnen sich. Die Politik ist längst nicht soweit.

Ole Wintermann, Oliver Bildesheim

Wie Deutschlands Medien eine demokratische Partei abschießen wollen

Es ist traurig genug, dass man immer etwas „vorweg“ sagen oder schreiben muss, äußert man sich über die Piratenpartei.

Dieses Vorwegsagen kennt man gemeinhin nur von Dingen, Vorgängen oder Institutionen, die etwas leicht Fauliges umströmt. Dann sagt man zum Beispiel, „Ich bin kein Nazi, aber…“ Oder: „Mir ist Religion ja egal, aber…“

Thomas Knüwer

Blogkultur als Antwort auf die Komplexität der Gesellschaft und der Krise ihrer Institutionen

Wir sollten Blogs nicht an der Elle der Massenmedien messen, sondern als Ausdruck einer sich vernetzenden Kultur begreifen. Blogs sind eher ein Spezialfall der Social Media-Kommunikation, als ein klassisches publizistisches Instrument der Gegenöffentlichkeit.

Christoph Kappes

Vertrauen, Verrat und Schatten – A Letter From Hamburg

Wer Internetkommunikation überwacht, vergeht sich an der Gesellschaft, denn Vertrauen ist grundlegend für jedes soziale Gebilde, mehr noch: das Wertefundament des Westens schließt eine dauerhaft hohe Kontrolldichte von Menschen aus, weil sie ihnen die Wahl des Guten nimmt und sie dadurch zum Objekt macht.

Christoph Kappes

Destroying A*****a & Diggin’ Up M*****n M****e

Es sollte ein Scherz sein, wurde aber durch die US-Heimatschutzbehörde als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft. Die Rede ist von zwei Tweets eines 26-Jährigen.

Der in Großbritannien lebende Ire Leigh Van Bryan hatte die zwei 140-Zeichen-Posts Mitte Januar 2012, etwa eine Woche vor seiner Abreise in die USA, verfasst. Dort angekommen fand sich der bisher unbescholtene „Nobody“ samt Reisebegleiterin im Gewahrsam der US-Behörden wieder. Wie die Huffington Post berichtete, wurde das Touristenpärchen mit der Begründung festgehalten, Van Bryan habe in den USA Verbrechen begehen wollen, unter Beihilfe seiner Begleiterin Emily Bunting. Nach einem mehrstündigen Verhör und zwölfstündiger Internierung wurden beide schließlich nach Großbritannien zurückgeschickt.

Tassilo Pellegrini

Über Post-Privacy

Ist Datenschutz per se ‚gut‘ oder ‚schlecht‘? Hat die Verteidigung der Privatsphäre überhaupt einen Sinn? Ist es nicht besser, wenn alle alles über jeden wissesn?

Data is money und Big Data ist sehr, sehr viel Geld. Welche Blogs wir lesen, was wir bei Amazon ansehen oder einkaufen, wie alt wir sind, welches Geschlecht wir haben, wie lange wir uns wann vor einem Schaufenster aufhalten, zu welcher Tageszeit wir gewöhnlich wie viel Geld in welchem Drogeriemarkt ausgeben – dank Internet-Nutzung, stets empfangsbereitem Mobiltelefon, Kundenkarte usw. ziehen wir alle eine endlose Datenspur hinter uns her, mit deren Hilfe sich diese (und andere) Fragen ohne größeren Aufwand beantworten lassen. Vorausgesetzt natürlich, man verfügt über hinreichend große Datensätze und die nötige Ausrüstung, um sie auszuwerten – was bekanntlich kein Problem mehr darstellt: Datensätze kann man kaufen, die nötige Mining-Software ebenso, und für die ermittelten Korrelationen, die sich zu Verhaltensprofilen von einzelnen Individuen oder auch ganzen Personen-Gruppen verdichten lassen, interessiert sich so manches Unternehmen. (Wer sich dazu einlesen möchte, dem sei das Buch

Die Datenfresser

von Constanze Kurz und Frank Rieger empfohlen).

Daniel Gruschke

Die Vorteile der Allgemeingeheimheit

Was trotz der immanenten Bedrohung demokratischer Strukturen durch kommunikationstechnologische Schnüffelei optimistisch stimmt.

Wenn eines im Rahmen der digitalisierten Kommunikation deutlich wird, ist es der Mangel an

Verhältnismäßigkeit

in vielerlei Hinsicht.

Jan Krone

Vergesst das Recht auf Vergessenwerden

Der Gedanke wirkt schon im Ausgangspunkt absurd: Man stelle sich einmal vor, ein Mensch könne einen anderen Menschen dazu zwingen, dass dieser ihn „vergisst“. Und doch hat sich in den letzten Monaten eine immer größer werdende Zahl von Politikern hinter diesen Gedanken gestellt – bis hin zur EU-Kommission. Ein Kommentar über das Recht auf Vergessenwerden – und das Recht, sich zu erinnern.

Simon Assion

Ich bin kein Mitglied der Netzgemeinde

Immer häufiger höre ich von ihr: der „Netzgemeinde“. Es wird an sie appelliert, über sie philosophiert, gegen sie polemisiert oder mit ihr argumentiert. Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff wohl Leute, die sich in Blogs, auf Twitter und/oder Facebook melden, austauschen und koordinieren. Oberflächlich betrachtet gehöre ich also auch dazu. So wird man vereinnahmt. Zu den guten Vorsätzen einiger selbsternannter Sprecher dieser sogenannten Netzgemeinde gehörte es offensichtlich, das inzwischen träge ge-wordene Volk aufzurütteln. Da ist dann auch schnell von der „Krise der Blogger“ die Rede. Und das dann ausgerechnet aus der Krawallfabrik „Freitag“, die vom „Neobieder­meier“ der Internet-Couch-Potatoes schwafelt, die sich lieber in den Mauern des „Club Robinson“ à la Google+ und Facebook tummeln. Als Referenzgrößen dafür dienen jene, die mit Verträgen bei den „Altmedien“ ausgestattet sind. Dabei habe ich längst aufgegeben diese Sektenführer zu lesen, da sie mir schon vor Jahren außer selbstreferenziellem Wortgeklingel nichts zu sagen hatten. „Spiegel Online“ reicht das heute immer noch. Was einiges über dieses Medium verrät.

Gregor Keuschnig

Bytes statt Billy: Wenn Kultur unsichtbar wird

Auf dem Frühstückstisch unserer Familie liegt seit vielen Jahren keine Tageszeitung mehr, das Fernsehprogramm interessiert so gut wie nie, und immer seltener schaffen es DVDs oder gar CDs in unseren Haushalt – es zeichnet sich außerdem ab, dass auch der Zuwachs in den Bücherregalen im Lauf der nächsten Jahre abnehmen wird und der Bücherstapel neben dem Bett irgendwann der Vergangenheit angehört. Bytes statt Billy.

Johnny Haeusler

Ausfaltung von Kommunikationsoptionen

Frontmatter

Überwachung praktizieren wir selbst. Jeden Tag

Wie halten wir es eigentlich selbst mit Vertrauen und Kontrolle? Upps.

Als Konsequenz aus den letzten Wochen kann es mehrere Reaktionen geben:

Entweder wir kappen alle unsere digitale Kommunikation, schreiben einander auch keine Briefe mehr, sondern treffen uns einfach zu Weihnachten und Ostern bei der Großmutter (für die Fahrt benutzen wir natürlich nur Straßen, die nicht durch Mautbrücken und andere Überwachungssysteme kontaminiert sind), und kommunizieren ansonsten durch die Leserbriefspalten und kostenlosen Anzeigenblättchen.

Pia Ziefle

Gretchenfrage Big Data

Datenschutz versus Kontrollverlust: Wir möchten nicht, dass (unsere) Daten zunehmend vernetzt werden. Doch nur so wird eine intelligente Ressourcennutzung möglich.

Michael Seemann

Das Anziehen der Schraube

Eigentlich passieren immer wieder die gleichen Dinge. Es sind die alten Rollen, in die jeder schlüpft. Alte Verhaltensmuster, deren unweigerliches Opfer wir alle werden. Keiner ist sich selbst genug, natürlich nicht.

Aber halt jetzt bitte mal kurz die Fresse, ja

?

Alexander Winter

Reclaim Identity

Es mag ein Zufall sein: Ausgerechnet, als in dieser Woche mit „reclaim social media“ auf der re:publica in Berlin, Deutschlands größtem Digital-Kongress, ein Projekt zur Wiedererlangung der Herrschaft über die eigenen Inhalte im sozialen Netz vorgestellt wurde, droht uns an anderer Stelle ein viel gravierenderer Verlust als die mangelnde Verfügungsgewalt über die eigenen Inhalte auf sozialen Plattformen wie Facebook: Datenbrillen nach der Bauart der jetzt vorgestellten Google Glasses führen zum Verlust der Definitionsmacht über unsere Identität.

Julius Endert

2013: Das Web zurückerobern

Facebook, Twitter, Google, Tumblr, Apple, Instagram, Pinterest und wie sie alle heißen … sie machen das Web kaputt.

Vorbei die Zeiten, in denen für die Öffentlichkeit gedachte Inhalte im öffentlichen Raum – dem Web nämlich – stattfanden, wo sie in den meisten Fällen von allen Internet-Nutzern gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden konnten. Vorbei auch die Zeiten, in denen die eigene Repräsentanz im Netz gleichbedeutend mit einer eigenen Homepage oder einem Blog war, auf denen ein individuelles Archiv der Meinungen, Links und Netzfundstücke der Betreiber entstand.

Johnny Haeusler

Wieso wir uns veröffentlichen

„Wieso wir uns veröffentlichen“ oder warum Menschen „so dumm sind“ und „ihre Daten“ Facebook und Google geben, obwohl jeder weiß, dass „sie“ nur Böses im Schilde führen.

Eine der am meisten Energie kostenden Tätigkeiten im Leben ist es, Menschen zu finden, die meine Überlegungen bestätigen, ausbauen, reflektieren, freundlich hinterfragen und korrigieren. Menschen, die uns nahe genug sind, dass sie mit uns elementare Grundsätze teilen, und dass sie unsere Probleme und Überlegungen verstehen können, die andererseits uns fremd genug sind, dass sie uns zum weiterdenken inspirieren und uns mit neuen Ideen konfrontieren.

Kristian Köhntopp

Parasoziale Interaktion in sozialen Medien: Kennst du mich?

Durch die Verschmelzung der realen mit der Netzwelt verändert sich die Wahrnehmung sozialer Beziehungen.

Till Westermayer

Unzweifelhafte und zweifelhafte Erfolgsfaktoren von Facebook: Isolationsfurcht als Klammer!?

Die Digitalisierung der Kommunikationswege hat maßgeblich zur Verbreitung von Social Media-Plattformen beigetragen. Der Börsengang des Marktführers Facebook monetarisiert den vermuteten Wert der Ressource „Mitglied“. Zur Motivation hundertmillionenfacher teil-öffentlicher Gruppenkommunikation liefert die Wirkungs- und Rezeptionsforschung Erklärungsansätze.

Jan Krone

Bei Facebook wohnen wir nur zur Miete

Bevor die Plattform an die Börse geht, wird sie von ihren 800 Mio. Bewohnern noch hübsch gemacht.

Das Netz quillt gerade über vor Anleitungen und schlauen Hinweisen zur Bedienung der Facebook-Timeline: Hier ein Häkchen setzen, dort eine Einstellung ändern und da noch ein schickes Profilbild dazu – fertig ist der öffentliche Lebens(ver-)lauf, der mehr oder weniger nah an der Realität liegen kann aber nicht muss.

Julius Endert

Auf dem Weg zum Dauerwerbe-Internet

Traditionell hat YouTube zu Jahresbeginn einen Rückblick auf die erfolgreichsten „

YouTube ads of 2010

“ veröffentlicht. An der Spitze steht – wenig überraschend – das Old-Spice-Video „The Man Your Man Could Smell Like“. Derartige Werbevideos gehören heute zum Internet wie das „www“. Welche Folgen aber hat das Virale Marketing für die „digitale Öffentlichkeit“ und die Kommunikation im Internet?

Daniel Leisegang

E-Mail: Unverwüstlich auch dann, wenn nichts mehr geht

Der E-Mail wird immer häufiger das baldige Ende prognostiziert. Doch in Extremsituationen zeigt sich, dass sie ihren Social-Media-Alternativen noch immer überlegen ist.

Martin Weigert

Durchbruch: Die Befürworter der Bildtelefonie hatten doch Recht

Mehrfach versuchte die Telekombranche vergeblich, Bildtelefonie zu etablieren. Relativ unbemerkt haben sich Videogespräche mittlerweile doch zum Standard entwickelt – allerdings auf anderen Wegen als ursprünglich erwartet.

Jedes Mal, wenn ich beruflich oder privat ein Skype-Gespräch führe, stellt sich mir die Frage: „nur Audio oder auch Video?“. Als Anhänger des Home Office kann ich zwar den insbesondere in den Sommermonaten äußerst angenehmen Luxus eines leichteren Bekleidungsstils genießen, muss dann jedoch durchaus kleine Anpassungen vornehmen, sofern ich zum Skype-Call auch die Kamera des Rechners, Smartphones oder Tablets aktiviere. Und das geschieht immer häufiger. Mittlerweile führe ich die Mehrzahl meiner gelegentlichen VoIP-Telefonate mit zusätzlichem Bewegtbild. Weniger aus eigenem Antrieb, sondern weil meine Gesprächspartner nicht selten ihre Kamera wie ganz selbstverständlich einschalten und ich dies dann aus Höflichkeit ebenfalls mache.

Martin Weigert

Journalismus im Medienwandel

Frontmatter

Es gibt keine vierte Gewalt. Es gibt nur Medien

Öffentlichkeit und Transparenz erscheinen als letzte Flausen einer pubertierenden Postdemokratie. Alles soll immer öffentlicher und transparenter werden. Nur ändern tut sich nichts.

Wolfgang Michal

Die Illusion von Medien als „Vierte Gewalt“

Wolfgang Michal hat gerade auf Carta einen spannenden

Text

über unser Mediensystem geschrieben. Er kritisiert deren Versagen als sogenannte „Vierte Gewalt“ und fordert eine „Ergebniskontrolle“ journalistischen Handelns. Er bringt in seiner Abrechnung, der Begriff ist in seiner doppelten Bedeutung zu lesen, unzählige Beispiele dafür, wie Mediendebatten nichts verändert haben. Journalisten, ob nun als Blogger oder im sogenannten Mainstream, schreiben und senden, Leser kommentieren: Das Ergebnis, so Michal, es ändert sich nichts. Alles bleibt so, wie es schon vorher gewesen ist, nur die mediale Skandalisierungsmaschinerie erreicht immer höhere Drehzahlen.

Frank Lübberding

Software-Engineering als Muster für Journalismus der Zukunft

Der folgende Beitrag erschien bei der Berliner Gazette und ist eine Erweiterung der auf Soundcloud dahingeworfenen Gedanken.

Ein kurzes Statement zur Frage, die in jüngerer Zeit immer wieder auftaucht, nämlich: sollen Journalisten programmieren lernen? Und ein Gedanke danach, der diese Frage in anderem Licht erscheinen lässt.

Christoph Kappes

Programmier-Crashkurs für Journalisten

Online-Journalismus ist so viel mehr als nur Text, Bild, Foto, Audio oder Video. Erst wenn Medien kombiniert werden, ergeben sich Geschichten, wie sie nur im Web gezeigt und nicht in der Zeitung, im Fernsehen oder im Radio dargestellt werden können. Mit Content Management Systemen und Tools, die in Redaktionen eingesetzt werden, stößt man allerdings schnell an seine Grenzen, wenn man einzigartige, auf bestimmte Geschichten zugeschnittene Darstellungsformen haben will.

Julius Tröger

Datenjournalismus und die Zukunft der Berichterstattung

Innerhalb eines halben Jahres hat sich das vormals exotische Thema Datenjournalismus zu einem ernstzunehmenden Genre gemausert. Es ist zwar weiterhin eine spezielle Nische, die sich zwischen Infografik und Multimedia-Storytelling behaupten muss. Aber 2011 dürfte deutlich werden, dass diese Nische ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für Onlinejournalismus werden kann.

Lorenz Matzat

Lokaljournalismus im Web: Zwischen Idealismus und Verwahrlosung

Am Samstag wird beim diesjährigen DJV-Kongress „besser online“ auch der Lokaljournalismus im Web ein Thema sein. Hier wittern Medienexperten den Markt der Zukunft. Einzig: Innovativ ist der bislang nicht.

Andreas Grieß

Besserwisser, Wichtigtuer und Paranoiker – was man vor fünf Jahren über Blogger dachte

Die guten alten Zeiten, als noch Einbahnkommunikation von einem Sender zu vielen Empfängern funktionierte und nicht jeder einfach seine Meinung in dieses Internets schreiben konnte, sind vorbei. Das kann man mit #hach kommentieren. Oder mitmachen.

Daniela Warndorf

Frauen & Blogs: Die Rückkehr zur Normalität

Ja, die gibt es tatsächlich. Zumindest, wenn man zwei Jahre zurückblickt.

Gestern rief eine Redakteurin von frau.tv an und wollte wissen, wie es denn mit den weiblichen Politbloggern aussehe: Ein Anlass, nach meiner letzten größeren Bestandsaufnahme vom Januar 2010 mal wieder darüber nachzudenken.

Vera Bunse

Finanzblogs: Intellektuelle Elite oder verständliches Massenmedium?

Es gibt mittlerweile eine recht eindrucksvolle Finanz-Blogosphäre – eine gute Ergänzung zu entsprechenden Berichten im Mainstream und in den Fachmedien. Aber ein Massenmedium?

Heute ist die siebte re:publica in Berlin gestartet. Und gleich heute wurde der gut dotierte Finanzblog Award 2013 der comdirect verliehen, ein Preis, der mir im letzten Jahr sehr viel Freude gemacht hat. Bevor es zu dem spannenden Moment kam, gab es eine Podiumsdiskussion, an der Franziska Bluhm, Thomas Knüwer, Ulrich Hegge und ich teilnahmen. Moderiert wurde die Session zum Thema „Finanzblogs: Intellektuelle Elite oder verständliches Massenmedium?“ von Jeannine Michaelsen.

Dirk Elsner

Embedded Blogs

Die freien Blogs verlieren nicht nur an Substanz, sie verlieren ihre Funktion. Sie wandern in die großen Medien ab und bilden dort fluffige Anhängsel. Was bleibt, ist ein „Nice to have“.

Die

FAZ

-Community zählt momentan 26 Blogs. Bei

Spiegel Online

wechseln sich 7 „Blogger“ im Tagesrhythmus ab, als Bonusmaterial gibt’s den

Spiegelblog

dazu.

ZEIT Online

führt 21 Blogs, der

Zürcher Tagesanzeiger

10, die

Welt

9, das

Handelsblatt

8, der

Tagesspiegel

6, die

Süddeutsche

5, der

stern

9,

Cicero

8, das

ZDF

8, die

Tagesschau

5. Der

Freitag

unterhält eine ganze Blogger-Community, und die

taz

listet sage und schreibe 61 Blogs in ihrem Sperrbezirk auf.

Wolfgang Michal

Mangelnde Ethik: Die Technologiepresse benötigt ein eigenes Watchblog

Die Technologieberichterstattung leidet unter ethisch problematischen Arbeitspraktiken und Einflussnahmen der großen Netzfirmen. Ein Watchblog für die Techpresse hätte viel zu tun.

Martin Weigert

The revolution will not be televised – Youtube auf dem Weg zum Nachrichtenmedium?

Nichtlinearen Formen der Audiovisualität gehört die Zukunft. Was die neuen Medienrealitäten für etablierte TV-Anbieter bedeuten, ist nicht ausgemacht. Eine US-Studie sieht YouTube auf dem Weg zum Nachrichtenmedium.

Leonard Novy

Von Smartphone zum Smart TV

Fernsehen wie es leibt und lebt mit anderen Mitteln

Es ist sonnenklar: Die Zukunft des Mediengewerbes liegt im Internet beziehungsweise seinem knuffigen, leichter kontrollierbarem Pendant Web. Das Problem ist nur, dass heutzutage niemand so richtig weiß, wie man mit diesem Nachrichten-Transporteur und -speicher Internet umgeht. Einfach nur die ohnehin vorhandenen analogen Inhalte ins Netz schütten hat über Jahre leidlich funktioniert. Heute – seit 20 Jahren wird das Internet von einer immer breiter werdenden Öffentlichkeit genutzt – reicht das nicht mehr.

Kay Meseberg

Die öffentlich-rechtliche Echokammer unserer Demokratie (und was das Internet damit zu tun hat)

Die Medienwelt hat sich insgesamt verändert, nur die Öffentlich-Rechtlichen bleiben gleich und schreiben alles wie gehabt fest. Nur teurer. Ist das wirklich die Zukunft?

Jens Best

Massenmedien und Prominente: Die nächste Gatekeeper-Funktion geht verloren

Einst waren Prominente von der Sichtbarkeit in den traditionellen Massenmedien abhängig. Jetzt halten Berühmtheiten direkten Kontakt zur Öffentlichkeit – und die einstigen Gatekeeper werden zu Statisten.

Martin Weigert

Die letzte Praktikantin der FTD

Bis Ende Oktober hospitierte Franziska Broich aus der 50B in der Politikredaktion der Financial Times Deutschland (FTD) in Berlin. Jetzt wird die Zeitung eingestellt. Ein Praktikum ohne Happy End.

Franziska Broich

BLOG ‚n‘ ROLL – Was ist mit der Blogroll passiert?

Was ist nur mit der Blogroll passiert? – Diese Frage stelle ich mir in den letzten Tagen mehr und mehr. WordPress sortiert sie ab Version 3.5 aus. In vielen Themes taucht sie kaum mehr prominent auf. Sidebars und Navigationen verwaisen mehr und mehr um diesen Punkt. Und die Listen, die es noch gibt, sind nicht immer aktuell. Spielt sie überhaupt noch eine Rolle?

Daniel Rehn

Medienwirtschaft im Wandel

Frontmatter

Teletext Online: Eine Paradoxie im Medienwandel?

Das achtfarbige, schlecht auflösende Begleitangebot der Fernsehsender ist nicht totzukriegen – auch wenn es längst vermeintlich attraktivere Möglichkeiten gibt.

Nahezu alle großen deutschsprachigen und frei empfangbaren Fernsehsender unterhalten spezielle Subsites für Teletextangebote auf ihren Webpräsenzen. Diese sind jedoch keine – den technischen Möglichkeiten folgend – an die Multimedialität des Internets angepasste Inhalte. Sie spiegeln nahezu Eins-zu-eins das graphisch beschränkte Pixel-Layout am Fernsehbildschirm wider. Alleine die Existenz dieser Angebote bedingt eine Hinterfragung: Warum diese augenscheinliche Paradoxie im Medienwandel? Ist das Aufschalten von Teletextseiten ein weiterer, gerne zitierter Beleg für die Netzfremdheit der klassischen Massenmedien?

Jan Krone

Mächtige Digitale Ökosysteme: Der Reichweitenvorteil der Netzgiganten

Die Websites der Betreiber führender digitaler Ökosysteme gehören zu den meistbesuchten Onlineangeboten überhaupt. Dies wird zum Problem, wenn sie zu exklusiven Werbeflächen für neue, nicht zum Kerngeschäft gehörende Produkte der Plattformanbieter mutieren.

Die führenden US-Onlineplattformen dominieren immer stärker die digitale Wertschöpfungskette – spätestens seit Amazon, Google, Microsoft und Apple sich nicht mehr länger auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren, sondern die gesamte mögliche Produktpalette von Hardware über Software bis hin zum Vertrieb von (digitalen) Gütern abzudecken versuchen. Derzeit fehlt Facebook in dieser Aufzählung, da das soziale Netzwerk bisher (noch) nicht von der Integration seiner Angebote in eigene Zugriffsgeräte oder Betriebssysteme profitieren kann.

Martin Weigert

Springer-Funke Deal: Um Journalismus geht es niemandem

Die Axel Springer AG verkauft für 920 Mio. € einen Großteil ihres Printgeschäfts an die Funke Gruppe. Es ist ein absoluter Mega-Medien-Deal. Doch er zeigt: Mit Journalismus hat dieses Geschäft nichts zu tun.

Was für ein Paukenschlag: Die Regionalzeitungen und die Programm- und Frauenzeitschriften des Axel-Springer-Verlags

wechseln

den Besitzer. Die Funke Mediengruppe (früher WAZ-Gruppe) zahlt 920 Mio. €, um ab 2014 Besitzer unter anderem des

Hamburger Abendblatts

, der

Berliner Morgenpost

und der

Hörzu

zu sein.

Andreas Grieß

Die Lebenslügen der Digitalen Avantgarde und der Verlage

Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch das iPad als Rettung aus der sich abzeichnenden Zeitungskrise gepriesen. Es hat nichts geholfen, aber das war keineswegs das Aus für Vorurteile.

Seit der Insolvenz von Frankfurter Rundschau und dem Aus der FTD überschlagen sich wieder einmal die Analytiker. Die einen, wie Werner D’Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,

verdammen das Internet

. Die anderen, wie Wolfgang Michal, wiederholen die zehn Jahre alte Litanei, die

Verlage hätten das Internet verschlafen

.

Stephan Dörner

Über das schwierige Geschäft des Journalismus

Man muss sich über das „Geschäft des Journalismus“, wie es Max Weber im Zuge seiner gescheiterten Presse-Enquete einst abschätzig nannte, nicht unbedingt mehr sorgen als nötig: Immerhin hat die privatwirtschaftliche Querfinanzierung des Metiers auf den Werbe- und Rubrikenmärkten über viele Jahrzehnte grandios funktioniert, um nicht zu sagen: Es hat viele Leute steinreich gemacht. Das „News Business“, besonders auch das gedruckter Zeitungen, konnte den empfindlichen Schwingungen des Marktes trotzen und hat bisher alle Krisen heil überstanden. Daneben existiert mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eines der reichsten und luxuriös ausgestatteten Oasen für Qualitätsjournalismus, die weltweit ihresgleichen sucht.

Stephan Weichert

Der bequeme Mythos von den angeblich innovationsunfähigen Verlagen

Die großen Verlage verändern sich schneller als manche denken. Sie werden zu Handelshäusern und Volksbildungsinstituten mit Event-Charakter. Das hat Folgen für Pressefreiheit und Öffentlichkeit. Ein Appell an Blogger und Netzaktivisten, endlich die Realitäten wahrzunehmen.

Wolfgang Michal

Der Mythos von den innovationsfreudigen Verlagen

Keine Sorge, ich bin nicht verrückt geworden. Dies sind nur drei Beispiele dafür, dass Unternehmen sich in ihrem langen Leben teilweise gewaltig wandeln können. So sehr, dass sie mit ihren Anfängen absolut nichts mehr gemein haben. Nokia hat eben mal Gummistiefel hergestellt, BASF hatte einen gewichtigen Pharma-Arm (und produzierte ja auch mal Tonbänder und Kassetten), die Wurzeln der heutigen TUI liegen beim Industrieunternehmen Preussag. Solch ein Wandel ist das, was der Ökonom Schumpeter unter schöpferischer Zerstörung einordnete: Manchmal erfordert der Wandel der Welt die radikale Veränderung.

Thomas Knüwer

Wie aus Internet-Plattformen Verlage werden

Google, Facebook, YouTube, iTunes, Amazon, Twitter – sie alle wollen weg vom Image des beliebig beschmierbaren Schwarzen Bretts. Zunehmend fühlen sie sich für „ihre“ Inhalte verantwortlich und bewerten, ordnen, filtern und hierarchisieren sie. So werden aus einst neutralen Dienstleistern allmählich Verleger neuen Typs.

Wolfgang Michal

In der Krise: Mehr Zeitung wagen

Eine ganze Branche scheint sich in den letzten drei Jahren auf diesen Herbst vorbereitet zu haben. Jetzt geht es ans Eingemachte.

Vera Bunse

Unser Blog soll schöner werden (V): Finanzierung

In einem Prozess wollen wir mit Euch unser kleines Blog weiterentwickeln. Nach Beiträgen darüber,

wer uns liest, wer wir sind, wie wir aussehen könnten und welche alten und neue Formate möglich sind

, kommen wir heute zu Fragen der Refinanzierung.

Markus Beckedahl

Winkt der Verlagsbranche das IBM- oder das Compaq-Schicksal?

„Ist Springer wirklich so versessen darauf, als erster deutscher Verlag in die noch fremde papierlose Galaxie aufzubrechen?“

Stephan Dörner

Warum Googles „semantische Suche“ ein PR-Desaster war und trotzdem kommt

Wenn Google an einer Schraube seiner Suchmaschine dreht, verfällt der Rest der Welt in Schockstarre. Dies war kürzlich zu beobachten, als Google über einen Artikel des Wall Street Journals verkünden ließ, in Zukunft seine Suchmaschine auf „Semantik“ umzustellen.

Tassilo Pellegrini

Analoge Reste: Von der mühsamen Ankunft der Buchbranche im Medienwandel

Auch im Jahr 2011 gehen die Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern im E-Book-Segment noch weit auseinander. Dabei könnte eine stärker nutzerorientierte Marktbearbeitung das elektronische Buch zu einem schnellen Erfolg führen.

Jan Krone

Verkehrte Logik bei eReader-Strategien

Tageszeitungen und Buchverlage setzen auf unterschiedliche eReader-Strategien. Beide verkennen dabei offenbar ihre Kundenkernsegmente – und handeln entgegen der Logik ihrer Produkte.

Jan Krone

amazon ist nun Vergangenheit

Es scheint in Mode gekommen zu sein, dass Kunden über bezahlte Inhalte nicht frei verfügen dürfen: amazon hat eine sehr eigenartige Auffassung von „Erwerb“.

Pia Ziefle

Überlebt das Radio? Und wenn ja, welches?

Der Hörfunk scheint sein Dasein als unscheinbares Massenmedium ins digitale Zeitalter hinübergerettet zu haben. Während die wankende Zeitungslandschaft publizistisch häufig im Fokus steht, die Zukunft des Fernsehens im Zusammenhang mit der Entwicklung der Technologie-Protagonisten Apple, Google und Samsung vor breiter Öffentlichkeit diskutiert wird, der Zeitungsverband sich mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehen durch alle Instanzen duelliert, bleibt der Hörfunk – zumindest in der medialen Öffentlichkeit – das „Stiefkind der Medienökonomie“ (Heinrich).

Christian Schalt

Sieben Thesen zur Zukunft von Medien und Werbung

Wir schreiben das Jahr 2020. Ich konstatiere: Das Ende der Massenmedien ist nun wohl endgültig gekommen. Wie auch das endgültige Aus der herkömmlichen „Frontal“-Werbung.

Das Ende der sinnleeren, verblödenden Reklame. Wie lange haben wir diesen Augenblick herbeigesehnt …

Thomas Koch

Regulierung im Medienwandel

Frontmatter

Menschenrecht auf Internet?

Für eine Publikation des österreichischen Co:Lab einen Gedankengang ausgeführt, der seit geraumer Zeit im Hinterkopf herumschwirrt und der bislang nur in vereinzelten Gesprächen debattiert wurde. Das waren dann auch nicht allzu viel Gelegenheiten, den Argumentationsstrang überprüfen zu lassen.

Hans Christian Voigt

Der ordnungspolitische Graben hinter der Netzneutralitätsdebatte

In der Debatte um Netzneutralität stehen sich ein dirigistisch-paternalistisches und ein liberales Modell unversöhnlich gegenüber. Derweil schafft die Bundesregierung mit dem neuen TKG-Entwurf Fakten.

Netzneutralität? Anders als viele vermuten werden, wird die Frage der zukünftigen Regulierung von Netzneutralität derzeit nicht nur in der

Internet-Enquete

totdiskutiert, sondern wird munter in einem neuen Gesetzentwurf geregelt.

Robin Meyer-Lucht

Internet = Kopieren: Scheingefechte um das geistige Eigentum

In der Frage der Anwendung des Urheberrechts im Digitalen treffen Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme. Ein Blick auf die aktuell „herrschende Meinung“.

Die Anwendung des Urheberrechts auf online verfügbare Inhalte nimmt seit geraumer Zeit einen fast schon liebgewonnen Platz der politischen Auseinandersetzung ein. Es treffen dort Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme. Das alles ist bis heute hundertfach

journalistisch begleitet

und mehrtausendfach kommentiert.

Jan Krone

Das Janusgesicht des geistigen Eigentums

Das deutsche Urheberrecht ist deshalb so kompliziert, weil es widersprüchliche juristische Konstruktionen integriert. Der Begriff „geistiges Eigentum“ klingt da viel einfacher. Ist er aber nicht.

Für Leute, die es gern ordentlich haben, ist das deutsche Urheberrecht ein Graus.

Systematiker

verzweifeln an ihm, penible Rechtswissenschaftler greifen sich an den Kopf und Begriffsfetischisten argumentieren sich mit Hilfe seiner Paragraphen in einen Wald, den man vor lauter Bäumen gar nicht mehr sehen kann.

Wolfgang Michal

Warum Kreativität kein Maßstab für Urheberrechte ist

Kreativität ist nicht einer bestimmten Branche vorbehalten, die diesen Begriff für sich in Beschlag genommen hat, kommentiert der Radiojournalist Gábor Paál (SWR 2) die aktuelle Urheberrechtsdebatte. In einem Gastbeitrag zeichnet Paál nach, warum auch Begriffe wie „Werk“, „Schöpfung“, „Leistung“ und „Eigentum“ vielerorts Verwirrung stiften.

Gábor Paál

Was ist uns wichtiger? Die Disneys dieser Welt oder unsere private Kommunikation?

Vor einigen Tagen hatte ich darüber

geschrieben,

dass Kopien, das Kopieren und das Verteilen zum Internet dazugehören. Der Akt des Filesharings und der Akt der (bewussten oder unbewussten) Urheberrechtsverletzung, wenn hier ein Foto geteilt wird oder dort ein Video neu verwurstet hochgeladen wird, lassen sich nicht aufhalten.

Marcel Weiß

Fünf entscheidende Fragen zum Leistungsschutzrecht

Man muss sehr lange suchen, um Gemeinsamkeiten zu finden zwischen dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Linkspartei. Intensive Recherche aber hat zu einer Liste aus drei Punkten geführt:

Sascha Lobo

Leistungsschutzrecht: Alle Macht der VG Wort?

Vor wenigen Wochen hatte Telemedicus

das letzte Mal zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger berichtet

. Der Stand damals war: Auf den ersten Blick sieht Google wie der Sieger aus – auf den zweiten Blick aber nicht. Denn die Verlage können noch „den Spieß herumdrehen“ und Google in eine deutlich schlechtere Position bringen, indem sie eine Verwertungsgesellschaft gründen.

Simon Assion

Neue Medienpolitik für neue Medien

Medienpolitik muss nicht nur technologischen und ökonomischen Realitäten gerecht werden. Vielmehr muss sie zivilgesellschaftlichen Partizipationsbedürfnissen Rechnung tragen, etwa indem sie neue Formen journalistischer Produktion fördert.

Leonard Novy

Es ist Zeit für ein Netzmedien-Fördergesetz

Kleine, unabhängige Netzmedien haben es schwer, sich im World Wide Web zu behaupten. Eine Förderung, wie sie die Filmemacher einst erstritten, ist hierzulande überfällig.

Wolfgang Michal

Suchmaschinen: Auf der Suche nach einem Korrektiv

Sollten Sie es vergessen haben: Wir haben eine Krise! Die Weltwirtschaft geht den Bach hinunter, und niemand möchte prognostizieren, ob es in einem Jahr den Euro noch gibt und wie viele Rettungsschirme noch gespannt werden. Selbst die politische Freund-Feind-Grenze ist nicht unumstößlich. Häme und Feindseligkeit sind in der internationalen Presse allgegenwärtig, selbst vor Hakenkreuzen wird nicht halt gemacht, wenn die deutsche Kanzlerin karikiert werden soll.

Hans Hege, Eva Flecken

Perspektiven für ein neues Jugendmedienschutzrecht

Es ist viel darüber debattiert worden, was nicht stimmt im aktuellen Jugendmedienschutzrecht. Auch darüber, wie ein neues System aussehen könnte, wird mittlerweile diskutiert. In vielen Bereichen scheint mir aber eine gewisse Ratlosigkeit zu bestehen. Teilweise herrscht anscheinend die Auffassung, die Freiheit des Internets (in all ihren Ausprägungen) stehe mit den Interessen des Jugendschutzes in Widerspruch.

Simon Assion
Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Die Corporate Supply Strategy bei Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Lesen Sie am Beispiel von Phoenix Contact, wie der Einkauf in einem weltweit agierenden Industrieunternehmen mit dezentralen Einkaufsstrukturen mit der 15M-Architektur der Supply-Strategie strategisch ausgerichtet werden kann.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise