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Über dieses Buch

Der Band greift den Medienwandel aus ökonomischer, politischer und journalistischer Perspektive der vergangenen drei Jahre auf. Dazu werden ausgewählte Beiträge aus Netzveröffentlichungen herangezogen. Die Leserschaft erhält ein redaktionell gefiltertes, kompaktes Werk zu den Umbrüchen der Medienlandschaft durch das Aufkommen des hybriden Kommunikationsraumes Internet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

2011 erschien der erste Band des nun mehr als Reihe definierbaren Anspruchs, eine Sammlung von ausschließlich digital publizierten Artikeln in einem analogen Trägermedium zu binden. Heute, da der dritte, die Jahre 2014 bis 2016 aufgreifende Band „Medienwandel kompakt“ vorliegt, ist eine Kompilation von Diskurssträngen entstanden, die die Umbrüche in der mediatisierten Gesellschaft skizziert. Damals wie heute besteht der Anspruch der Herausgeber darin, einen kompakten Überblick über die Debatten der vergangenen drei Jahre zur Medientransformation zu liefern.

Leonard Novy, Jan Krone, Christoph Kappes

Technologie, Gesellschaft, Markt & Politik im Medienwandel

Das Internet nach dem Internet – Eine persönliche Anamnese

Vor etwa 2,4 Mrd. Jahren brach eine einzigartige Naturkatastrophe über die Welt hinein. Eine neue Spezies, die Cyanobakterien, hatten sich im Kampf der Evolution durchgesetzt und machten sich daran, alle anderen Spezies mittels eines aggressiven Giftes auszulöschen.

Michael Seemann

Rise Of The Bots

Google tut es, Microsoft tut es, Medien tun es und Facebook seit neuestem auch (schon wieder) – sie alle verwenden Bots. Manche treten schüchtern in den Hintergrund und andere preschen sichtlich nach vorne.

Sonja Kollerus

Alarmismus oder nur eine Frage der Zeit: Platzt die zweite Dot.com-Blase?

Insbesondere im Start-up-Bereich sind viele Tech-Firmen dramatisch überbewertet. Auch wenn die Situation heute anders ist als vor fünfzehn Jahren: das Risiko eines neuen Crashs bleibt.

Till Wäscher

Wer Wachstumsunternehmen nicht versteht, kann Wachstumsmärkte nicht von Blasen unterscheiden

Man muss erst Geld für eine Armee ausgeben, bevor man einen Eroberungsfeldzug starten kann. Junge Unternehmen investieren, um zu wachsen. Wer keine Gewinne ausweist, hat entweder ein nicht funktionierendes Geschäftsmodell oder reinvestiert alle Gewinne in das Wachstum; oder beides. Keine Gewinne, oder sogar Verluste, sagen deshalb unintuitiverweise ohne Kontext nichts über die Erfolgsaussichten von Wachstumsunternehmen aus.

Marcel Weiß

An Politiker, die einen europäischen Internetgroßkonzern fordern

Fordern können sie lange – es wird nichts passieren, wenn Äpfel mit Birnen verglichen werden und die Voraussetzungen nicht stimmen.

Martin Oetting

Überwachung und Exzess

Anmerkungen zur politischen Kommunikationskultur im Internet.

Thymian Bussemer

Konturen einer Konter-Revolution: Krieg der Daten gegen die Kommunikation

PRISM, XKeyscore und kein Ende in Sicht. Seit dem wir den Überwachungsprogrammen ins Gesicht sehen, lässt es sich nicht mehr leugnen: Die Internet-Revolution befindet sich in ihrer konterrevolutionären Phase.

Felix Stalder

Geheimniskrämer: Warum wir uns sorgen

Behörden bekämpfen mit juristischen Spitzfindigkeiten Transparenzinitiativen

David Schraven

Freiheit in den Zeiten der Statistik

Überwachung durch Geheimdienste ist nur eine der Bedrohungen der Bürgerrechte. Der Versuch, mithilfe von Big Data Verhalten vorherzusagen, um Risiken zu minimieren und Geld zu sparen, ist ebenso gefährlich: Menschen könnten sich so ihrer Freiheit berauben.

Kai Biermann

Eine „Charta der Grundrechte für die digitale Zeit“, und warum wir sie brauchen

„Ich surfe, also bin ich.“

Sebastian Leuschner

Das Facebookariat übernimmt: Demokratie jenseits der Parteien?

Die Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen, der Siegeszug Donald Trumps und eine Reihe weiterer Beispiele zeigen: Aus Netz-Plattformen wachsen neue Bewegungen heran.

Stefan Heidenreich

Wozu braucht es noch Bibliotheken?

Die Debatte über den richtigen Umgang mit den Chancen und Störpotenzialen der Digitalisierung ist in vollem Gang – und sie macht auch vor Bibliotheken nicht halt.

Leonard Novy

Was bleibt, ist ein Mixtape

Eva Flecken ist umgezogen und hat ausgemistet. Dabei hat sie einen Streifzug durch ihre technische Vergangenheit unternommen.

Eva Flecken

Ausfaltung von Kommunikationsoptionen

Frontmatter

Warum die SMS trotz Nutzungsrückgang nicht stirbt

Seit zwei Jahren geht die Zahl der versendeten SMS in Deutschland massiv zurück, doch das Ende der Kurznachrichtentechnologie ist deswegen noch lange nicht in Sicht.Warum ist das wichtig? Während vielerorts beklagt wird, dass die SMS als Kommunikationstechnologie ausgedient hat, erfreut sie sich immer noch großer Beliebtheit.In den letzten zwei Jahren ist der Umfang der versendeten SMS um mehr als die Hälfte zurückgegangen.Smartphones und Instant Messenger werden dafür verantwortlich gemacht.Es gibt aber immer noch wichtige Anwendungsfelder, sodass die SMS uns noch einige Jahre erhalten bleibt.

Daniel Kuhn

Druckstückfremdeln

Was war gleich noch einmal der Vorteil von Print-Magazinen gegenüber Online?

Christoph Kappes

Mythos Filterblase

Zur Erklärung der Dynamik öffentlicher Diskurse im digitalen Zeitalter muss immer häufiger der Begriff „Filter Bubble“ herhalten. Dem Theorem, mehr eine Chiffre für die subtilen Machtstrukturen im Internet, fehlt jedoch die empirische Fundierung.

Ben Thies

Echokammern sind nicht harmlos

Carta lässt den Nachwuchs-Kommunikationswissenschaftler Ben Thies über den „Mythos Filterblase“ sinnieren. Der digital Native vermisst die empirische Evidenz für dieses Phänomen. Der Beitrag hat eine fundierte Replik verdient.

Ulf J. Froitzheim

Sieben Jahre Hassliebe zu Google, Facebook und Co.

Eine neue Generation wächst heran: Digital Natives schicken sich Links via Skype als Liebeserklärung, schreiben auf Blogs über ihr Leben und erholen sich in Entzugskliniken vom Internet.

Adriana Radu

Empört Euch

Über wenig sind sich Leitmedien, Blogs und Intellektuelle so einig wie bei der „digitalen Empörung“. Furchtbar. Schlimm. Pranger.

tante (Jürgen Geuter)

Die Mediatisierungsneurose

Medialer Echtzeitvoyeurismus, eilfertige Behörden und Trauerarbeit als Staatsschauspiel: Anhand dieser Germanwings-Woche kann man die Grundmechanismen der Mediengesellschaft wie unter dem Brennglas studieren.

Richard Meng

Warum Click-Aktivismus etwas ändern kann

Facebook-Avatare in Regenbogenfarben – und schon bricht eine Debatte darüber aus, ob das a) nur eine konformistische Modewelle, b) politisches Engagement oder c) ein fieser Trick Facebooks ist, um an noch mehr Daten zu kommen.

Till Westermayer

Verantwortung durch Reichweite

Mit großer Reichweite geht auch eine gewisse Verantwortung einher. Nicht immer werden YouTuber dieser gerecht. Warum ist die richtige Wortwahl und das Bewusstsein um ebendiese Verantwortung so wichtig?

Lisa Haala

Was hilft mir das Recht auf Vergessen, wenn ich nicht für mich sein kann?

Privacy heißt, für mich bleiben zu können. Eine Grenze ziehen zu dürfen zwischen mir und der Gesellschaft, ab der sie mich in Ruhe lassen muss und ich von ihrer moralischen, politischen und ökonomischen Inanspruchnahme unbehelligt bleibe.

Maximilian Steinbeis

Snowden-Leaks & Privacy: Mehr Bewusstsein und mehr Kommunikation

Die Ergebnisse einer explorativen Untersuchung zum Einfluss der ersten Snowden-Leaks im Juni 2013 auf Facebook-Profile zeigen einen Zuwachs an Bewusstsein im Umgang mit persönlichen Informationen im Speziellen sowie einen an Kommunikation insgesamt.

Jennifer Schindl, Jan Krone

Journalismus im Medienwandel

Frontmatter

Journalismus: Die neuen Nachrichtenkonkurrenten im Netz

Anderswo wird gerade der Journalismus neu erfunden – hierzulande wartet man lieber noch ein bisschen ab. Wir zeigen sechs große Trends der nächsten Jahre.

Martin Hoffmann

Gesellschaftliche Selbstverständigung jenseits der Filterblasen

Die zentrale Frage ist doch: Auf welche Informationen können wir uns einzeln und als Gesellschaft verlassen? Journalismus kann und sollte nicht endgültig definiert werden. Aber er muss auf Fakten setzen und verschiedene Perspektiven beleuchten, um den Cyber-Propagandisten nicht das Feld zu überlassen.

Maja Malik

Nach dem Text: Facebook und die De-Institutionalisierung des Journalismus

2020 interessieren sich womöglich nur noch Journalismus-Studenten dafür, dass es noch Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung gibt.

Stefan Schulz

Breaking News: 23 Thesen

23 mal Medienzukunft.

Jessica Binsch, Ole Reißmann, Hakan Tanriverdi

Auf dem Prüfstand. Was will eigentlich Journalismus?

Die Vertrauenskrise von Medien und Journalismus ist vor allem dem Ende von Massen- und Monopol-Medien geschuldet.

Otfried Jarren

Medienkritik-BINGO #1: Katastrophe, Lust, Gier, Aufklärung, Pferde, Restzweifel, Erregungszyklen, Empörung, Druck, Karthasis

Das nächste Mal, wenn sich ein Chefredakteur gegenüber Medienkritik rechtfertigt, eine Privatperson Medienkritiker spielt oder die Medienethiker die Medienkritiker kritisieren……spielen Sie doch einfach BINGO!

Annette Baumkreuz

Warum ich an einem Snapchat-Format arbeite

Snapchat ist noch immer in alle Munde. Innerhalb kürzester Zeit hat die Plattform eine ganze Zielgruppe für sich gewonnen. Medienmacher, Marketeers und Journalisten grübeln trotzdem noch ob und wie sie Inhalte für eine Plattform erstellen sollen, bei der nach 24 h alles wieder verschwindet. Interessanterweise tun sich gerade Onlinejournalisten schwer damit, die es gewohnt sind, für ein ewiges Archiv zu arbeiten. Jannis Kucharz erklärt im Folgenden die Vorteile und Eigenheiten von Snapchat und wie sich dort auch journalistische Geschichten erzählen lassen.

Jannis Kucharz

Wir brauchen keinen Darsteller-Journalismus

Der Journalismus steckt in seiner bisher größten Krise. „Media Entrepreneure“ sind das Letzte, was die Zukunft braucht.

Hardy Prothmann

#Heftigstyle: Bitte hört auf mit der Prostitution

Ich bin genervt. Genervt von all den Überschriften im sogenannten „Heftigstyle“. Genervt davon, wie viele geschätzte Medien inzwischen auf diesen Zug aufspringen.

Tobias Gillen

Zwischen Information und Unterhaltung: Publizistische Divergenz in der Medienkonvergenz

Seit Jahresbeginn wurde viel über neue publizistische Akteure im digitalen Medienmarkt geschrieben, die vornehmlich das Unterhaltungsgenre bedienen.

Jan Krone

Content essen Seele auf

Chuck Norris ist Textredakteur bei der Brigitte und ein Habicht holt eine Drohne vom Himmel. Was läuft eigentlich gerade falsch im Journalismus?

Alf Frommer

Der Journalismus im Internet ist eine Enttäuschung. Denn damit Du diesen Text liest, brauchst Du so eine Schlagzeile

Für den Journalismus ist das Internet ein Eldorado der Möglichkeiten. Und doch eine einzige Enttäuschung: Weil damit kaum Erlöse erzielt werden, findet der grosse Teil des wertvollen Journalismus immer noch ausserhalb statt. Geld verdienen lässt sich vor allem mit schreierischen, journalismusfernen Inhalten.

Ronnie Grob

Die Klickzahlen-Falle

Warum Klickzahlen den Journalismus verändern – und die Nutzer unverstanden bleiben.

Silke Fürst

Abgrund des Journalismus: Wie funktioniert die wichtigste Informationsquelle der Digital Natives?

Immer mittendrin im Geschehen! Stets die krasseste Story erhaschen! So lautet das Motto vom „Vice-Magazin“. Und das kommt an: Wohl kaum ein anderes Medium stößt auf so viel Interesse bei jungen Leuten zwischen 20 und 30 – den Digital Natives.

Hannah Schraven

Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere

Too long, didn’t read: Weder der User (Web 2.0 Hurra!), noch der Journalist entscheiden darüber, welche Informationen den Leser erreichen sollten – das machen die Milliarden-Dollar-Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley via Algorithmen.

Martin Giesler

Drei Gründe, warum das Internet für Journalisten möglicherweise keine Verbesserung ist, für viele andere aber schon

Es ist schon ein paar Wochen her, dass Martin Giesler einen eher pessimistischen Internetartikel schrieb. Mich hat frappiert, wie unterschiedlich er und ich das Internet und speziell das Bloggen erleben, und ich überlegte mir, woher das kommen könnte.

Antje Schrupp

Plädoyer für einen Kampagnenjournalismus

Die Begriffe „Kampagne“ und „Journalismus“ werden selten zusammengeführt, da sie scheinbar nicht zusammengehören dürfen.

Lorenz Lorenz-Meyer

Die Journalismus-Krise ist eine Krise seiner Umwelt

Gedanken zu Vertrauensverlust, Qualität, Unabhängigkeit und möglichen Entwicklungsrichtungen.

Christoph Kappes

Zur Umweltkrise des Journalismus

Diesen Beitrag hatte ich bei carta.info unter den Artikel von Christoph geschrieben, der dort unter dem Thesentitel erschien: „Die Journalismus-Krise ist eine Krise seiner Umwelt“ Diese Antwort war dort wegen ihrer Länge nicht unterzubringen, daher jetzt hier.

Fritz Iversen

Datenjournalismus 2015: Ein Rückblick

2016 wird das vorerst beste Jahr für Datenjournalismus in Deutschland werden. Diese Prognose kann ich mit gutem Gewissen abgeben.

Lorenz Matzat

Wissenschaftsjournalismus: Von der Aufmerksamkeits- zur Desinformationsökonomie

Wissenschaftsjournalismus wird tendenziell abgelöst durch Wissenschafts-PR, die sich als Wissenschaftskommunikation tarnt. Alles in allem keine guten Aussichten.

Stephan Ruß-Mohl

„Serial“ – Ein Podcast erobert die Welt

Langer, hintergründiger Recherche-Journalismus kann auch in Zeiten des kollektiven ADS erfolgreich sein.

Leonard Novy

Fernsehen aus der Zeitkapsel: RTL ist kreativ bankrott

Mit totgerittenen Formaten, bewährten Gesichtern und Variationen des immer gleichen versucht RTL, den Erfolg der Vergangenheit zu konservieren. Der Sender lebt von der Substanz und ist dabei, den Anschluss an eine neue Medienkultur zu verlieren. Es ist der Staub des Gewohnten, der das Gebilde noch zusammenhält.

Leonard Novy

Medienwirtschaft im Wandel

Frontmatter

Titanenkämpfe

Die Medienwelt in Aufregung zu Facebooks Instant Articles („kuscheln“ schreibt man beim NDR) und auch zur sogenannten „Digital News Initiative“ von Google.

Christoph Kappes

Medienmarken im Facebook-Kiosk

Angesichts der zunehmenden Relevanz von Facebook für die Rezeption von journalistischen Inhalten werden sich Medienunternehmen Instant Articles kaum entziehen können.

Juliane Lischka, Isabelle Krebs

Die Facebook-Lüge

Der Platz für Glossen in Zeitungen und auf ihren Internetseiten ist stets oben in der Ecke.

Stefan Schulz

Auf der Suche nach neuen Waffen: Überwachung, Commons und die Kultur der Digitalität

Digitalität – das meint nicht nur Computer, Smartphone oder Internet. Digitalität ist mehr, greift in alle Lebensbereiche ein, ist kennzeichnend für eine Epoche.

Felix Stalder

Besser reden mit unseren Lesern

Wir haben einen Fehler im System. Nämlich in den Foren der Nachrichtenseiten. Es ist Zeit, das zuzugeben. Wir müssen den Leserdialog neu denken.

Stefan Plöchinger

No Comment – Wer leistet die Verdichtung

Wenn Verlage Kommentare abschalten, werden die notwendige Verdichtung von kulturellen Prozessen die technischen Plattformen machen.

Christoph Kappes

Suche: Qualitätsjournalismus im Netz, biete: Geld

Der deutsche Online-Journalismus will mich nicht als Kunde. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, mich als Kunden für Journalismus im Netz zu gewinnen. Ich bin sofort bereit, nicht nur Werbung in Kauf zu nehmen, sondern sogar für Texte im Netz zu bezahlen.

Sebastian Baumer

Warum die Diskussion pro und contra Adblocker unsinnig ist

In jüngster Zeit sind in meinungsführenden Blogs Texte erschienen, in denen der Einsatz von Adblockern mehr oder minder heftig kritisiert wurde.

Thomas Stadler

Zeitungsverlage und Wirtschaftsjournalismus: Die Grenzen der Diversifikation

Aus Verlagen werden Medien- oder gleich Mischkonzerne, thematisiert wird das in den hauseigenen Presseprodukten jedoch kaum. Die Glaubwürdigkeit des Journalismus gerät in Gefahr.

Jan Krone

Jenseits von Hype und Ernüchterung: Zwei Gesichter der „Sharing Economy“

Nach einer ersten Phase des Hypes rund um (vermeintliche) Potentiale von „Sharing Economy“ ist mittlerweile Ernüchterung eingekehrt. Proteste gegen Mobilitätsplattformen wie Uber und der Boom von AirBnB in Gegenden mit knappem Wohnraum lassen die Skepsis gegenüber den Versprechen der Sharing Economy wachsen.Indem sie Transaktionskosten reduzieren, machen digitale Technologien neue Dienstleistungen praktikabel. Verschiedene Formen von „Sharing Economy“ bauen auf diesen neuen technischen Möglichkeiten auf. Dabei sind die Auswirkungen, je nachdem ob es sich um marktliche oder nicht-profitorientierte Modelle handelt, durchaus unterschiedlich.Gemeinsam ist den verschiedenen Spielarten von Sharing Economy, dass sie nur deshalb möglich sind, weil digitale Technologien Transaktionskosten reduzieren und neue Dienstleistungen praktikabel machen. Während sämtliche Varianten von Sharing Economy auf diesen neuen technischen Möglichkeiten aufbauen, sind die Auswirkungen je nach Typus von Sharing Economy durchaus unterschiedlich. Nach einer ersten Phase des Hypes rund um (vermeintliche) Potenziale von „Sharing Economy“ ist mittlerweile Ernüchterung eingekehrt. Proteste gegen Mobilitätsplattformen wie Uber und der Boom von AirBnB in Gegenden mit knappem Wohnraum lassen die Skepsis gegenüber den Versprechen der Sharing Economy wachsen.

Leonhard Dobusch

Crowdwashing

Crowdfunding ist aktuell der ganz heiße Scheiß. Beim klassischen Crowdfunding werden potentielle Produkte direkt an die potentiellen Abnehmer herangetragen

tante (Jürgen Geuter)

Warum ich die Krautreporter unterstütze

Gerade habe ich die 60 € für die Krautreporter überwiesen. Über 5000 künftige Premiumnutzer haben das bereits getan. Wir dürfen uns darauf freuen, die Artikel „unserer“ Reporter künftig kommentieren zu können.

Thierry Chervel

Sechs übellaunige Bemerkungen zu den Krautreportern

Das Krautreporter-Funding ist für die deutsche Medienszene ein besonderes und ein positives Ereignis. Es ermutigt viele Journalisten, es zeigt Wertschätzung für einen Beruf mittelmäßiger Reputation, es hilft aus Erstarrungs- und Opferpositionen heraus.

Christoph Kappes

Die Krautreporter: Kritik der Kritiker

Seit Jahren beklagen sich Journalisten über die fehlenden Impulse aus den Verlagen. Trauen sich dann mal ein paar Kollegen etwas Neues und bringen auch die dafür nötige Naivität und Hybris mit, geraten sie schon wenige Monate nach Start in die Schusslinie.

Kai Schächtele

Drei Gründe, warum ich nicht an den Erfolg von Paywalls glaube

Bezahlschranken sind schon lange der Traum der Verlage – jetzt scheinen sie greifbarer denn je.

Stephan Goldmann

Paid Content für Verlage: Indirekte Erlösmodelle via Infrastruktur-Netzbetreiber

Die journalismuszentrierte Online-Verlagswirtschaft sucht neue Geschäftsmodelle. Eine Adaption der Geschäftsbeziehungen von Fernseh- und Hörfunkprogrammveranstaltern ohne eigene Infrastruktur und Zugangsprovidern könnte eine Lösung sein.

Johanna Grüblbauer, Jan Krone

Wollen Sie diese News-App wirklich löschen?

Apps sind ein Auslaufmodell. Zumindest im Journalismus. Viele Medienhäuser setzen trotzdem auf eigene Lösungen zur Verbreitung ihrer Inhalte.

Jörgen Camrath

Unternehmenskommunikation auf Facebook – ein Geschäft mit Unsicherheiten

Immer wieder finden sich Einzelstimmen, die Unternehmen zur Abschaltung eigener Websites und dem Umzug nach Facebook raten.

Christoph Kappes

Regulierung im Medienwandel

Frontmatter

Informationelle Selbstzertrümmerung

Der Fall des Safe-Harbor-Abkommens kann gut und gerne als das Ground Zero dieses Systems verstanden werden und in seinen Trümmern lässt es sich gut studieren.

Michael Seemann

Sechs Thesen zur Vorratsdatenspeicherung aus politikwissenschaftlicher Sicht

Die Vorratsdatenspeicherung muss als ein zentraler Schritt in einen präventiv-autoritären Sicherheitsstaat betrachtet werden, der demokratische Politikprozesse in ihrem Kern verunmöglicht.

Lars Bretthauer

Das Recht auf Vergessen: Löschverfahren mit Bedacht regulieren

Die Zahl der Löschanträge ist europaweit hoch, das Verfahren seitens der Suchmaschinenanbieter aber noch stark optimierbar.

Tabea Rößner

Muss Facebook stärker gegen rassistische Postings vorgehen?

Bundesjustizminister Heiko Maas fordert von Facebook ein stärkeres Vorgehen gegen rassistische Äußerungen. Konkret verlangt Maas, dass Facebook ein Team mit deutschsprachigen Mitarbeitern einstellt, das gezielt gegen Hass-Botschaften vorgeht, die über das soziale Netzwerk verbreitet werden und Ausländer und Flüchtlinge betreffen.

Thomas Stadler

Medienkompetenz neu lernen

Journalismuskrise? Es wird intensiv diskutiert, wie der Journalismus den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen kann. Die These lautet: Die Gesellschaft und die Interessengruppen müssen den Umgang mit den Medien neu lernen. Denn nicht der Journalismus muss eine Wirklichkeit beschreiben, die es nicht gibt, sondern man muss verstehen lernen, wie die Medien als Kulturtechnik eine Wirklichkeit konstruieren.

Thomas Levermann

Blogger im Bundestag: Ein Hauch von Transparenz

Steter Tropfen höhlt den Stein: Die Verwaltung des Bundestags versucht sich vorsichtig in mehr Transparenz.

Tobias Schwarz

Transparenz und Partizipation

Ausgehend von strukturellen Problemen wie mangelndem Innovationsgehalt und einem hohen Durchschnittsalter der Zuschauer wird im Kapitel eine Politik der kleinen Schritte vorgeschlagen, die ARD und ZDF dabei helfen könnte bei jüngeren Bevölkerungsgruppen mehr Akzeptanz zu gewinnen. Mithilfe experimenteller Methoden ließe sich die Hypothese überprüfen, dass die Akzeptanz der öffentlich-rechtlichen Anstalten steigt und ihre Legitimationsbasis sich verbessert, wenn die Zuschauer ex ante direkt auf einen kleinen Teil des Programms Einfluss nehmen könnten und nicht nur ex post über Einschalt- bzw Abrufquoten und Programmbeschwerden. Dabei ließen sich auch die Entstehungswege von Produktionen inklusive ihrer Kosten transparent darstellen.

Christian Herzog, Hanno Beck

Digitales Gemeinwohl durch faire Datenpolitik

Es mangelt nicht an Beiträgen, die Deutschland eine fehlende Gestaltungsfähigkeit in Sachen Digitalisierung attestieren.

Małgorzata Steiner

Diese Verjüngungskur muss scheitern

Der Text nimmt zu einem Konzeptpapier von ARD und ZDF Stellung, das Aufgaben und Inhalte eines gemeinsamen Online-Jugendangebots beschreibt. Dies ist seit 2016 unter der Bezeichnung „Funk“ als Bündel von Youtube-Kanälen aktiv. Die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender hatten ursprünglich den Plan eines „Jugendkanals“ im Fernsehen verfolgt, wurden jedoch von weitsichtigeren Medienpolitikern korrigiert, die für das Online-Angebot auch spezielle staatsvertragliche Klauseln entwickelten. Ein konzeptionelles Defizit des Projekts ist die zu starke Orientierung an der Verbreitung von Inhalten statt an der Kommunikation mit jugendlichen Nutzern als deren Voraussetzung. Die Chance, mit dem Jugendangebot einen ersten Schritt zur Transformation des gesamten Rundfunksystems in die Internet-Umgebung zu machen, wird im Konzept nicht gesehen. Statt dessen soll mit seiner Hilfe die junge Generation wieder an das Gesamtangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks herangeführt werden. Diese Bemühung ist im Prozess des Medienwandels zum Scheitern verurteilt.

Hermann Rotermund

Netzneutralität in der EU: Wiedervorlage 2015

Die Policy Netzneutralität ist zunehmend Gegenstand der breiten politischen Auseinandersetzung – unter dem Vorzeichen konkurrierender Deutungshoheiten.

Jan Krone, Tassilo Pellegrini
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