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Über dieses Buch

Aufwands- und Ertragserfassung sind für die Bilanzierung von erheblicher Bedeutung. Besondere Probleme wirft hierbei die Abbildung sogenannter Mehrkomponentengeschäfte auf, da ein angebotenes Leistungsbündel sowohl als Bewertungseinheit als auch als Konglomerat bilanziell eigenständiger Leistungen aufgefasst werden kann. Ausgehend von den schuld- und bilanzrechtlichen Hintergründen arbeitet Christian Joisten heraus, wann eine Aufspaltung des Mehrkomponentengeschäftes zu erfolgen hat und unter welchen Voraussetzungen eine Einheitsbetrachtung geboten ist. Hierbei differenziert er zwischen Bilanzierung dem Grunde und der Höhe nach und verdeutlicht die theoretischen Erkenntnisse an ausgesuchten Einzelfällen.
Das vorliegende Werk richtet sich an Dozenten und Studenten der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaft mit den Schwerpunkten Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung, aber auch an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer sowie Mitarbeiter von Steuer- und Finanzabteilungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen der Untersuchung

Zusammenfassung
In den vergangenen Jahren sind sogenannte Mehrkomponentengeschäfte verstärkt in den Blickpunkt des bilanzrechtlichen Schrifttums gerückt. Hierbei verpflichtet sich ein Unternehmen zur Erbringung einer Vielzahl von Leistungen gegenüber einem Kunden.
Christian Joisten

Abbildung von Mehrkomponentengeschäften

Zusammenfassung
Im Schrifttum werden drei Konzeptionen zur bilanziellen Abbildung von Mehrkomponentengeschäften unterschieden:
1)
Die Konzeption der hinausgezögerten Umsatzrealisation. Bei dieser wird das Geschäft für Zwecke der Ertragsrealisation als Einheit behandelt. Ein Ertrag darf erst realisiert werden, wenn sämtliche Teilleistungen erbracht wurden.
 
2)
Die Konzeption der Kostenabgrenzung. Bei dieser wird das Geschäft für Zwecke der Ertragsrealisation wiederum als Einheit betrachtet. Der Ertrag des Geschäftes wird hierbei vollständig mit Erbringung der Hauptleistung realisiert. Für die noch ausstehenden Nebenleistungen wird eine Rückstellung in Höhe der erwarteten Aufwendungen gebildet.
 
3)
Die Konzeption der Umsatzaufgliederung. Bei dieser wird das Geschäft für Zwecke der Ertragsrealisation in seine Komponenten zerlegt, d. h. mit Erbringung jeder Teilleistung wird ein entsprechender Anteil des Ertrages realisiert.
 
Christian Joisten

Typen von Mehrkomponentengeschäften

Zusammenfassung
In vielen Fällen bestehen Mehrkomponentengeschäfte darin, dass eine Verkaufsleistung mit weiteren Leistungen gekoppelt wird. Hierbei dienen die zusätzlichen Leistungen oftmals als Anreiz zum Abschluss des Kaufvertrages. Als Beispiele hierfür können der Verkauf mit Finanzierung oder der Verkauf mit Bonusleistung herangezogen werden. Das Gegenstück hierzu stellt das Koppelungsgeschäft in Form der Abgabe des vergünstigten Mobiltelefons dar, bei dem der Kaufvertrag einen Anreiz zum Abschluss des mit diesem verbundenen Mobilfunkdienstleistungsvertrages setzt. Wiederum der ersten Gruppe zuzuordnen sind bestimmte Formen des sogenannten Sale-and-Buy-Backs, bei denen zur Förderung des Absatzes eines Produktes mit dem Abschluss des Kaufvertrages eine Rückverkaufsoption eingeräumt wird.
Christian Joisten

Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Erste Voraussetzung für ein Mehrkomponentengeschäft ist eine Verpflichtung eines Unternehmers gegenüber seinem Kunden zur Erbringung von mindestens zwei Leistungen. Für die Annahme einer Vielzahl an Leistungen ist es dabei unerheblich, dass der Unternehmer zur Befriedung des Anspruchs mehrere Leistungshandlungen vornehmen muss. Entscheidend ist vielmehr, dass der Kunde sich darüber im Klaren ist, dass nicht nur eine, sondern mehrere Leistungen erbracht werden.
Christian Joisten

Backmatter

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