Zum Inhalt

Mehrwert durch nachhaltige Produkte

Checklisten

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Mehrwert durch nachhaltige Produkte stellt eine praxiserprobte Checkliste mit über 100 Kriterien vor, gebündelt in 16 Hauptkriterien. Im Zentrum der Checkliste steht das Nachhaltigkeitsdesign der Produkte.

Je wertvoller ein Produkt, desto geringer die Tendenz das Produkt am Ende seines Lebensweges zu entsorgen. Grundlage der Checkliste bilden die Fragen nach der optimalen Funktion, der Ethik bei der Rohstoffgewinnung, der Ressourcenschonung, der Erhöhung der Langlebigkeit, der Weiter-und Wiederverwendungsmöglichkeiten, der leichten Zerlegbarkeit und der Wahrnehmung der Produktverantwortung im Sinne des des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Hinzu kommen Aspekte wie die nachhaltige Verpackung, die nachhaltige Logistik und der Nachhaltigkeitsfolgekosten. Den Zugang zum Online-Kurs finden Sie direkt im Buch.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Ökoeffizienz/optimale Funktion/Ethik bei der Rohstoffgewinnung

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Ökoeffizienz bedeutet, aus einem Produkt (energetisch) mehr Nutzen zu ziehen, als an (energetischem) Aufwand zu seiner Herstellung erforderlich ist. Ökoeffizient ist es, die Bedürfnisse und Anforderungen der Konsumenten eins zu eins umzusetzen und ein Produkt über alle Produktlebenszyklen hinweg durch ein Serviceangebot zu begleiten. Zu diesem Serviceangebot gehört zum Beispiel als Dienstleistung eine schnelle Reparatur bzw. ein Austausch eines Produktes.
  3. 2. Ressourcenschonung

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Nehmen wir als Beispiel einen Stuhl. Man kann die Stuhlbeine angemessen dick machen, zu dick machen oder auch zu dünn machen. Es gilt, den Materialinput der gewünschten Funktion anzupassen.
  4. 3. Einsatz erneuerbarer und ausreichend verfügbarer Ressourcen

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Ressourcen, wie Wasser, Energie und Rohstoffe sind nicht unendlich auf der Erdoberfläche verfügbar. Ein wichtiger Beitrag zur Existenzsicherung von Produkten ist es daher, nicht erneuerbare Ressourcen durch erneuerbare zu ersetzen, wo immer dies möglich ist. Wenn dies bislang noch nicht möglich war, kann dieser Punkt der nachfolgenden Checkliste eine wertvolle Anregung sein, dieselbe Produktleistung, aber ressourcenschonend anzubieten.
  5. 4. Erhöhung der Langlebigkeit

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Im Sinne der Produktverantwortung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes gilt es, die Zuverlässigkeit eines Produkts zu optimieren und möglichen Verschleiß zu minimieren. Diese Optimierung wird von den Kunden zur Kenntnis genommen, muss glaubhaft sein und idealerweise honoriert werden. Hier muss tunlichst auf Glaubwürdigkeit, Nachprüfbarkeit und die Vermeidung von Green Washing geachtet werden.
  6. 5. Produktwieder- und Weiterverwendung

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Die Begriffe „Langlebigkeit“, „Produktwiederverwendung“ und „Produktweiterverwendung“ unter Berücksichtigung der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes habe ich in der ISO 9001 in der Fassung aus dem Jahre 2015 leider nicht finden können. Dabei ist es ein eindeutiges Qualitätskriterium eines Produkts, modular aufgebaut zu sein, einen leichten Zugang zu seinen Komponenten zu haben, über einen Korrosionsschutz bzw. UV Schutz zu verfügen sowie über standardisierte Komponenten und Verbindungselemente.
  7. 6. Materialrecycling

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Materialrecycling setzt eine Recyclingfähigkeit der Materialien voraus. Vollständiges Materialrecycling erspart die mehr oder weniger energieintensive Primärherstellung eines Produktes. Eine geringe Materialvielfalt und entsprechende Materialkompatibilität erleichtern das Recycling eines Produktes.
  8. 7. Zerlegbarkeit

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Vor Jahren hat meine Arbeitsgruppe im Rahmen eines BMBF – Förderprojekts umweltfreundliche Möbel konzipiert, die innerhalb von Minuten auseinandergeschraubt und wieder zusammengeschraubt werden konnten, bei Beibehaltung der mechanischen Stabilität des Möbels. Die Voraussetzung zu einem solchen umweltfreundlichen Möbel ist die leichte Zerlegbarkeit in die einzelnen Komponenten.
  9. 8. Minimierung des Einsatzes gefährlicher Stoffe

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Als Konsumenten eines neuen Kfz verbinden wir das neue Kfz mit einem typischen Geruch. Dieser Geruch ergibt sich wahrscheinlich aus Lösemittelresten, Weichmachern und anderen kürzerkettigen Stoffen. Wir haben uns angewöhnt, bei einem neuen Kfz diesen Geruch zu erwarten, unabhängig von der Tatsache, ob der Geruch gesundheitsfördernd, gesundheitsneutral oder gesundheitsschädlich ist oder nicht.
  10. 9. Nachhaltige Produktion

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Die Umwelt schuldet uns gar nichts, aber wir schulden der Umwelt und dem „gesunden“ Menschenverstand nachhaltige Produkte und damit auch eine nachhaltige Produktion.
  11. 10. Minimierung der Auswirkungen während der Nutzungsphase

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Produkte, die unerwünschte oder gesundheitsschädliche Emissionen und Gerüche aufweisen, sind häufig Folgen fehlender Nachhaltigkeit von allen im Produktionsgang und in nachgeschalteten Reinigungsschritten.
  12. 11. Nachhaltige Verpackung

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Die ideale Verpackung ist komplett überflüssig, wie zum Beispiel eine Kunststoffzusatzverpackung für Bananen. Die Verpackungsfunktion durch eine komplett biologisch abbaubare Bananenschale ist durchaus ausreichend.
  13. 12. Beseitigung nicht verwertbarer Materialien/Produktverwertung

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Idealerweise sind alle Produktkomponenten schadstofffrei. So werden Schadstoffe bei der Entsorgung in Form von Abbauprodukten bzw. bei der Verbrennung gar nicht erst freigesetzt.
  14. 13. Nachhaltige Logistik

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Seit Jahren wohne ich an einer Kreisstraße, auf der etwa im Halbstundentakt Gipslaster, aus dem Harz kommend, in die Gipsfabrik der benachbarten Stadt fahren, um dann etwa 20 min später leer wieder zurück zu fahren. Allein dieser eine Aspekt lässt fehlende, ganzheitliche Nachhaltigkeit vermuten. Dieselben Gipslaster fahren mit überhöhter Geschwindigkeit regelmäßig durch meinen Wohnort, sich der Tatsache nicht bewusst seiend, dass sie voll beladen mit Gips für kein plötzlich auf die Straße rennendes Kind oder einen Hund oder eine Katze ausreichend schnell bremsen könnten.
  15. 14. Produktbezogene Nachhaltigkeits- und Umweltfolgekosten

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Nachhaltigkeitsbezogene Produktkosten sind Kosten, die über die Produktionskosten hinaus entstehen. In der Regel entstehen diese Mehrkosten für Umweltbelange und für soziale Leistungen zum Beispiel durch.
  16. 15. Produktverantwortung

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Die Produktverantwortung für Hersteller und Inverkehrbringer von Produkten wird vor allem im Paragrafen 23 Kreislaufwirtschaftsgesetz geregelt. Entsprechend dieser Rechtsquelle sollen Produkte langlebig sein und den Recyclingvorgang unterstützen und nicht belasten.
  17. 16. Produkteigenschaften

    Manfred Sietz
    Zusammenfassung
    Das Kap. 16 umfasst eine ganze Reihe von Produkteigenschaften, die bei Bedarf an die besonderen Eigenarten bestimmter Produkte angepasst werden können.
  18. Backmatter

Titel
Mehrwert durch nachhaltige Produkte
Verfasst von
Manfred Sietz
Copyright-Jahr
2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-72841-3
Print ISBN
978-3-662-72840-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-72841-3

Die PDF-Dateien dieses Buches wurden gemäß dem PDF/UA-1-Standard erstellt, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Dazu gehören Bildschirmlesegeräte, beschriebene nicht-textuelle Inhalte (Bilder, Grafiken), Lesezeichen für eine einfache Navigation, tastaturfreundliche Links und Formulare sowie durchsuchbarer und auswählbarer Text. Wir sind uns der Bedeutung von Barrierefreiheit bewusst und freuen uns über Anfragen zur Barrierefreiheit unserer Produkte. Bei Fragen oder Bedarf an Barrierefreiheit kontaktieren Sie uns bitte unter accessibilitysupport@springernature.com.