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Über dieses Buch

Welchen Einfluss hat unsere Persönlichkeit auf unser Leben? Und wie, wenn überhaupt, können wir sie verändern?

Dieses Buch zu lesen ist wie eine Einführungsvorlesung eines charmanten, geistreichen und bewunderten Professors zur Persönlichkeitspsychologie … Mein Ich, die anderen und wir zeigt uns die Universalien und die Spezifika, also die Verhaltensmerkmale, die in der gesamten Menschheit zu finden sind, und die einzigartigen Erfahrungen, die unser „Selbst“ schaffen … Am Ende wendet sich Brian Littles Buch der „Kunst“ des Wohlbefindens zu: der Bedeutung von Projekten, die uns Motivation und Sinn verschaffen. Wir alle stehen, so sein Hinweis, in unseren vielfach facettierten Leben vor der Herausforderung, „uns mit uns selbst zu versöhnen“ wie auch mit den Menschen, die bedeutsam für unser Leben sind – der perfekte Schlussakkord für eine Vorlesung wie für ein Buch wie für ein Leben. The Wall Street Journal

Mein Ich, die anderen und wir ist dann besonders aufschlussreich, wenn Little über die polarisierenden Kategorien hinausgeht und zum Beispiel die Auswirkungen unserer Persönlichkeiten auf das erkundet, was er unsere „persönlichen Projekte“ nennt. New York Times Book Review

Brian Little ist einer der klügsten, lustigsten, freundlichsten und gebildetsten Menschen, denen ich je begegnet bin, und in diesem Buch bekommen Sie eine großzügige Portion aller dieser Persönlichkeitsmerkmale serviert. Ein überau

s wichtiges Buch für jeden, der seine Kollegen, seine Lieben – und sich selbst – verstehen will. Susan Cain, Autorin des New York Times-Bestsellers Still. Die Kraft der Introvertierten

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Sind Sie zum Glücklichsein geboren – oder zur Verdrießlichkeit veranlagt? Glauben Sie, Ihre Zukunft in der Hand zu haben, oder überlassen Sie sich eher den Strömungen des Schicksals? Stellen Sie sich vor, es wäre Ihnen egal, was andere Leute über Sie denken – wären Sie dann glücklicher oder einfach weniger fähig, sich in die Gesellschaft einzugliedern? Und ist die cholerische „Typ-A“-Person, mit der Sie zusammenleben, zum baldigen Herzinfarkt verdammt, oder treibt sie nur Sie in den Wahnsinn?

Die wissenschaftlichen Forschungen der letzten Jahrzehnte haben manche alten Vorstellungen von der Natur der menschlichen Persönlichkeit in ein neues Licht gerückt. So stellten Neurowissenschaftler, Biologen und Psychologen die Theorien von Freud und Jung sowie die Vorstellungen der Humanistischen Psychologie aus den 1960er-Jahren auf den Prüfstand. Man verwarf die allzu simplen Kategorisierungen in „Persönlichkeitstypen“ und entwickelte neue Instrumente und Verfahren, um zu ergründen, wer wir sind. Brian R. Little, renommierter Professor und Pionier der psychologischen Forschung, zählt zu den Wegbereitern dieser neuen Wissenschaft. In seinem klugen und geistreichen Buch präsentiert er eine Fülle neuer Daten und provokanter Einsichten

zu der Frage, wer wir sind, warum wir uns so verhalten, wie wir es tun, was wir an unserer Persönlichkeit ändern können – und was nicht – und wie wir uns am besten unserer „Natur“ gemäß entfalten.

Mein Ich, die anderen und wir erörtert Fragen, die tief im menschlichen Bewusstsein verwurzelt und zugleich so alltäglich sind wie eine Unterhaltung am Frühstückstisch – etwa ob unsere Persönlichkeitsmerkmale mit dreißig Jahren „zementiert“ sind oder ob sich das Gehirn und unser Selbst auch dann noch formen lassen. Das Buch widmet sich auch der Frage, welche Bedeutung unsere Persönlichkeit für Gesundheit und Erfolg hat und inwiefern unser Wohlbefinden von den persönlichen Projekten abhängt, die wir verfolgen.

Mit Geschichten, Studien, persönlichen Erfahrungen und unterhaltsamen interaktiven Tests vermittelt Mein Ich, die anderen und wir ein lebendiges, zum Nachdenken anregendes und letztlich optimistisches Bild von den Chancen und Gefahren, die es birgt, ganz und gar wir selbst zu sein, während es zugleich die Persönlichkeiten jener vertrauten Fremden beleuchtet, denen wir begegnen, mit denen wir arbeiten und die wir lieben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Auf den ersten und den zweiten Blick

Wer sind Sie Ihrer Meinung nach? Was für ein Mensch ist Ihre Mutter, Ihr Partner oder jene merkwürdige Person, die Ihnen im Restaurant gegenübersitzt? Warum denken Sie über sich und andere so und nicht anders? Vielleicht hat ein Persönlichkeitstest Sie einem bestimmten „Typ“ zugeordnet, aber Sie werden den Verdacht nicht los, dass Sie und andere Menschen, die Ihnen etwas bedeuten, mehr sind als das. Vielleicht haben Sie mal gehört, dass die Situation, in der Sie sich befinden, Ihr Verhalten stärker beeinflusst als Ihr Persönlichkeitstyp, und nun fragen Sie sich, ob das stimmt. Genormte Typen scheinen Ihnen aber zu simpel und Situationen zu blutleer zu sein, um Ihre Neugier über das Wesen der Persönlichkeit zu stillen. Sie suchen nach neuen Wegen, über sich und andere nachzudenken.
Brian Little

2. Stabile Merkmale und Wohlbefinden – zementiert?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Sie möglicherweise extravertiert sind oder zu nett oder ein bisschen neurotisch? Haben Sie jenen Typ im Restaurant sofort als überheblich klassifiziert? Halten Sie Ihre Katze für begriffsstutzig? Wenn ja, haben Sie einen altehrwürdigen Weg eingeschlagen, über sich und andere nachzudenken: Sie haben Verhalten mithilfe von Eigenschaften, oder Persönlichkeitsmerkmalen, erklärt. Dieses Verfahren hat uralte Wurzeln und ist auch heute noch äußerst beliebt. Indem wir uns auf Eigenschaften berufen, setzen wir voraus, dass Menschen über relativ dauerhafte Denkweisen, Gefühlsmuster und Verhaltensschemata verfügen, die sie von anderen unterscheiden. In diesem Kapitel untersuchen wir, was Psychologen über Persönlichkeitsmerkmale zu sagen haben; dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Wohlbefinden. Wenn wir den Zitaten am Kapitelanfang Glauben schenken, liegen sowohl unsere Eigenschaften als auch unser Wohlbefinden bereits im frühen Erwachsenenalter ziemlich fest, und es ist kaum noch an ihnen zu rütteln. Welches also sind diese dauerhaften Merkmale, welche Auswirkungen haben sie auf unser Leben, und sind sie wirklich zementiert? Beginnen wir mit einer kleinen Episode. Ich war gerade im Begriff, einen Vortrag über Persönlichkeitsmerkmale zu halten, aber ich hatte den ersten Satz noch nicht gesprochen, da brachte mich die buchstäbliche Verkörperung von Eigenschaften in Aktion aus dem Konzept.
Brian Little

3. Freie Merkmale – aus sich heraustreten

Zunächst einmal habe ich Sie davon zu überzeugen versucht, dass auch Sie ein Wissenschaftler sind und sich Ihre Welt mithilfe Ihrer eigenen Arbeitstheorien oder Konstrukte erklären. Diese Konstrukte vermitteln Ihnen bei der Auseinandersetzung mit neuen Situationen, Beziehungen und Selbsterkenntnissen eine stabile Vorstellung von sich selbst. Sie können diese Konstrukte ständig aktiv überarbeiten, wobei Ihnen mehr oder auch weniger Freiheitsgrade entstehen, um mit neuen Herausforderungen umzugehen. Im vorigen Kapitel wandelten wir auf vertrautem psychologischen Terrain, dem Konzept der stabilen Merkmale. Nun wählen wir einen Blickwinkel, der diese Position infrage stellt und die veränderlicheren Aspekte der freien Merkmale unter die Lupe nimmt.
Brian Little

4. Das wandelbare Selbst – Persönlichkeit und Situationen

Warum scheinen manche Menschen, egal in welcher Situation, immer dieselben zu bleiben, während andere ihre Selbstdarstellung wie ein Chamäleon variieren und je nach Situation wie ganz verschiedene Personen wirken? Wie ist es mit Ihnen? Verhalten Sie sich auf einer Beerdigung beerdigungskonform? Benehmen Sie sich bei einer Grillparty wirklich grillpartylike oder eigentlich mehr wie bei einer Trauerfeier – zumindest in den Augen derjenigen, die sich mit Brötchen bewerfen?
Brian Little

5. Kontrolle, Handlungsmacht und die Gestaltung des Lebens

Beim Verfolgen von Projekten entsteht eine Wechselwirkung zwischen unserer inneren Persönlichkeit und der äußeren Realität der Situationen, in denen wir uns befinden. Wenn diese Interaktion unser Verhalten und unser Leben formt, erheben sich einige wichtige Fragen: Wird unser Schicksal letztlich von unseren eigenen Handlungen bestimmt oder von Mächten, die außerhalb unserer Kontrolle liegen? Spielt es eine Rolle, ob wir Kontrolle ausüben oder das zumindest glauben? Sind wir Akteure, die unser Leben gestalten, oder passive Empfänger dessen, was wie auch immer geartete Mächte uns zugedenken?
Brian Little

6. Widerstand leisten – Persönlichkeit und Gesundheit

An einem bitterkalten Februarmorgen saß ich im Wartezimmer meines Hausarztes, um meinen alljährlichen Gesundheitscheck machen zu lassen, als ich Zeuge eines verstörenden Vorfalls wurde. Auf dem Stuhl neben mir saß ein Mann – rotwangig, blauäugig, zurückweichender Haaransatz, Mitte dreißig –, der etwas ausfüllte, das ich für das Kreuzworträtsel in einer Zeitschrift hielt. Doch etwas schien ihn zu beunruhigen. Und plötzlich rief er aus: „O mein Gott, ich werde sterben!“ Mein erster Gedanke war, dass er sich für diese Erkenntnis genau den richtigen Ort ausgesucht hatte. Diesen Gedanken schob ich beiseite. Mein zweiter Gedanke, den ich nicht beiseiteschob, war: Ich könnte einen Blick in seine Zeitschrift riskieren, um eventuell herauszufinden, was seinen Ausbruch verursacht hatte. Und bingo! Es handelte sich um ein Boulevardblatt mit einem Gesundheitsfragebogen, den ich sofort erkannte. Was hatte der Mann gelesen und wie begründet war seine Sorge?
Brian Little

7. Persönlichkeit und Kreativität – der Mythos des einsamen Helden

Denken Sie einmal an die kreativsten Menschen, die Ihnen in Ihrem Leben begegnet sind. Manche davon kennen Sie vielleicht nur indirekt, über das Erleben ihrer kreativen Arbeiten. Sie waren gefesselt von ihren Romanen, süchtig nach ihren Videospielen, haben allein zu ihrer Musik getanzt oder sich von ihrer Darstellungskunst berauschen lassen. Andere kennen Sie persönlich: Ihre Ärztin, die für Ihr Kind eine neue Diät zusammengestellt hat, die tatsächlich hilft; Ihren Klempner, dem es als Einzigem gelungen ist, eine völlig durchgeknallte Sumpfpumpe zu reparieren; oder Ihren zweiten Ehemann, der Ihnen geholfen hat, die Dinge in Ihrem Leben wieder zu ordnen und sie in einem ganz neuen Licht zu sehen. Haben solche Menschen etwas gemeinsam? Was unterscheidet sie von jenen, die beim Bewältigen der Probleme und Herausforderungen des Lebens konventionellere Wege einschlagen? Sind Sie kreativ, und werden Sie es immer noch sein wollen, nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben?
Brian Little

8. Wo sind wir? Die Verortung der Persönlichkeit

Wo sind Sie gerade? In einem Café? Im Garten? Online? Wieder mal auf der endlosen, langweiligen, lärmenden Zugfahrt zum Büro? In einem lauschigen Eckchen zum Schmökern, das nur Ihnen gehört? Bevorzugen Sie eine pulsierende, stimulierende Umgebung oder eine friedliche und ruhige? Ergreift Ihr Partner, Ihre Partnerin vor denjenigen Orten, wo Sie ganz Sie selbst sein können, die Flucht? Entblößen Sie sich vor aller Augen im Twitter-Universum, oder betrachten Sie die „sozialen Medien“ als schädlich und bedrohlich? In diesem Kapitel setzen wir uns mit dieser Art von Fragen auseinander. Wir untersuchen, auf welche Weise unsere physische Umwelt so mit unserer Persönlichkeit interagiert, dass sie dazu beiträgt, unser Wohlbefinden zu gestalten und zu erhalten. Ich möchte, dass Sie über Libellen, New York City, Fargo in North Dakota und Facebook nachdenken. Wir werden sehen, dass wir unsere Persönlichkeit verorten müssen, wenn wir über unsere Lebensqualität nachdenken. Und wenn wir unseren Blick von realen auf virtuelle Orte richten, von Citys zu Cyberia, wird sich der Begriff des Ortes an sich radikal wandeln.
Brian Little

9. Persönliche Projekte – das Glück des Strebens

Als meine Tochter ihren 10. Geburtstag feiern wollte, trat sie eine halbe Stunde, bevor die Party losging, mit einer ungewöhnlichen Bitte an mich heran: Könnte ich die Gäste vielleicht hypnotisieren und sie in verschiedene Bauernhoftiere verwandeln? Selbstverständlich lehnte ich dieses Ansinnen aus einem Dutzend ethischer, juristischer und praktischer Gründe ab – was wäre zum Beispiel, wenn die Kühe die Hühnchen annagen würden? Sie war sehr enttäuscht, nahm aber gleich einen zweiten Anlauf: Könnte ich dann nicht etwas machen, was die Kinder spannend finden würden – etwas „Psychologisches“? Ich schluckte schwer, weil zehnjährige Mädchen anstrengender sein können als ein Saal voll missgestimmter Neurowissenschaftler, doch dann bemühte ich mich, mir etwas „Spannendes“ für die gleichermaßen bezaubernden und bedrohlichen Partygäste einfallen zu lassen.
Brian Little

10. Selbstreflexionen – die Kunst des Wohlbefindens

Meine berufliche Laufbahn hat mittlerweile eine Phase erreicht, die sich irgendwo zwischen Lehrstuhlinhaber und Senilität im Anfangsstadium befindet. Ich nenne sie mein „Anekdotenalter“. Zu ihren Symptomen gehört der unbezähmbare Drang, Geschichten – zuweilen sogar bedeutungsvolle – zu erzählen, um einen Begriff zu klären oder um nicht einzudösen, während ich meine Vorlesungen halte. Wie vielleicht schon zu erwarten war, möchte ich nun eine Anekdote über das Erzählen von Anekdoten zum Besten geben. Ich verspreche aber, dass meine Meta-Anekdote für dieses Schlusskapitel höchst relevant ist.
Brian Little

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