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Über dieses Buch

Die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht haben eines gemeinsam: das Ziel des Schutzes und der Absicherung der Menschen. Das Verhältnis zwischen ihnen ist dabei nach wie vor umstritten und nicht abschließend geklärt. Hierfür gibt es vielfältige Gründe. Sie reichen von der geschichtlichen Entwicklung beider Rechtsgebiete über rechtsdogmatisch voneinander abweichende Ansichten bis hin zu Fragen des Verhältnisses im engeren Sinne. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nähern sich aus verschiedenen disziplinären Perspektiven der Zuordnung der beiden Rechtskorpora und ihrer jeweiligen Geltungsbereiche an.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht

Einführende Überlegungen
Zusammenfassung
Als eine der Reaktionen auf diese Erfahrungen wurden die Vereinten Nationen gegründet, die vorrangig der Sicherung des internationalen Friedens dienen. Die Autoren der Charta der Vereinten Nationen stellten in ihren Überlegungen das Problem zwischenstaatlicher Aggressionen in den Mittelpunkt. Für die Vereinten Nationen spielte zunächst die Frage des Weltfriedens eine entscheidende Rolle.
Sarah Jäger

Gedanken zum Verhältnis von Menschenrechten und humanitärem Völkerrecht

Zusammenfassung
Erst das Völkerrecht der Gegenwart setzt sich die umfassende Bewahrung des Friedens zum Ziel. Das Recht der Friedenssicherung entwickelte sich mit der Ächtung des Krieges auf der Grundlage des Briand-Kellogg-Paktes, dem die Schaffung eines Systems der kollektiven Sicherheit durch den Völkerbund mit der Völkerbundsatzung vorausging. Als Kriegsächtung wird Frieden als negativer Frieden im Sinne der Abwesenheit militärischer Gewalt betrachtet, die dazu verpflichtet, alles zu unterlassen, was zur Entfesselung eines Krieges führen kann.
Martina Haedrich

Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht

Harmonisierung, Überlagerung, Spannungslinien?
Zusammenfassung
Das Verhältnis zwischen humanitärem Völkerrecht (HVR) und internationalem Menschenrechtsschutz hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dies ist aus mindestens drei Gründen wissenschaftlich wie politisch von wachsender Bedeutung. Die Hauptfrage, wie weit Normen des Menschenrechtsschutzes und des HVR übereinstimmen, scheint zunächst einfach zu beantworten zu sein, da es unbestrittenermaßen einen gemeinsamen Kernbestand gibt.
Wolfgang S. Heinz

Menschenrechte – universal geltend?

Zusammenfassung
Ob die Menschenrechte universal gelten, kann man einmal als Frage nach einer universal gültigen Begründung ihrer normativen (moralischen) Ansprüche verstehen (normative Geltung), zum anderen aber auch als Frage nach dem Umfang ihrer rechtlichen und politischen Realisierung und Institutionalisierung (faktische Geltung). Meines Erachtens verbindet der Begriff der Menschenrechte beide Geltungsdimensionen, da die Menschenrechte begrifflich moralische, rechtliche und politische Dimensionen haben, die sich auch nicht auf eine Dimension reduzieren lassen. Ich werde daher im Folgenden zunächst diesen differenzierten Begriff (das Konzept) der Menschenrechte erläutern, was die Unterscheidung von historisch und systematisch unterschiedlichen Menschenrechtsvorstellungen (Konzeptionen) mit einschließt (2.).
Georg Lohmann

Unvermischt und ungetrennt. Überlegungen zur notwendigen Einheit von rechtlicher, politischer und ethisch-moralischer Dimension der Menschenrechte

Zusammenfassung
Über die Menschenrechte reden viele. Sie sind Gegenstand von Rechtswissenschaft und natürlich Rechtsprechung, aber ebenso ein Thema in Theologie, Philosophie sowie in Politik- und Sozialwissenschaften. Man kann den Eindruck gewinnen, als handele es sich bei den Menschenrechten um das genuine Thema der jeweils sprechenden Disziplin. Es scheint sich um einen Gegenstand zu handeln, der sich besonders dadurch auszeichnet, dass man legitimerweise aus grundsätzlich unterschiedlicher Perspektive über ihn reden kann.
Daniel Bogner

Humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte: Synthese und Ausblick

Zusammenfassung
Die Menschenrechte sind vordergründig ein recht neues Phänomen, als Gegenstandsbereich des Völkerrechts erst aufgetaucht mit der Charta der Vereinten Nationen, darauf aufbauend die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 und in der Folge dann die Konventionssysteme des regionalen und des universellen Menschenrechtsschutzes. Natürlich ist dieser Gedanke 1945 nicht vom Himmel gefallen. Dass sich die Völkerrechtsordnung der Thematik des Schutzes des Einzelnen gegenüber willkürlicher staatlicher Gewalt annahm, hat zwar ohne Zweifel mit den Gräueln des Nationalsozialismus zu tun und vorrangig mit der Erfahrung des Holocaust.
Stefan Oeter

Backmatter

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