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Über dieses Buch

Nicola-Hans Schwarzer untersucht den gesundheitserhaltenden Einfluss der Mentalisierungsfähigkeit anhand einer Stichprobe angehender und bereits berufstätiger pädagogischer Fachkräfte. Hierbei zeigt sich, dass die Annahme, die die Mentalisierungsfähigkeit als schützende Ressource konzeptualisiert, auf Basis der ermittelten Befunde bestätigt werden kann. Die Ergebnisse erweisen sich als bedeutsam, da aufgrund des hohen Belastungserlebens pädagogischer Fachkräfte dringend praktikable Konzepte erforderlich sind, die es Betroffenen gestatten, sich angesichts aversiver Erfahrungen trotzdem als gesund und handlungsfähig zu erleben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einstieg und Vorhaben

Zusammenfassung
Passenderweise beschreibt Sigmund Freud (2017, 33) in Die endliche und die unendliche Analyse bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Tätigkeit der Pädagogin und des Pädagogen neben der der Politikerin und des Psychoanalytikers als unmöglichen Beruf: Gemeinsamkeit aller drei Tätigkeiten sei, so Freud weiter, der ungenügende Erfolg, der stets und von Anhieb an als gewiss gälte. Die Folgen jener Einsicht scheinen weitläufig – Erschöpfung, Stress und Ermüdung, die die psychische Gesundheit Betroffener beeinträchtigen können, sind einige davon.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 2. Psychische Gesundheit in der pädagogischen Disziplin

Zusammenfassung
Das nun anschließende Kapitel führt in den thematischen Bezugsrahmen ein, der der vorliegenden Arbeit zugrunde liegt. Psychische Gesundheit sowie die Gesunderhaltung pädagogischer Fachkräfte sind augenscheinlich von großer Bedeutung im Kontext einer profunden Auseinandersetzung mit der pädagogischen Disziplin, deren Bedeutsamkeit bei bloßer Erwähnung stets ein hohes Maß an Zustimmung erfährt. Eine Sichtung entsprechender Fachliteratur lässt erkennen, dass die psychische Gesundheit pädagogischer Fachkräfte sowie deren Erhalt zwar Erwähnung finden und hierbei insbesondere die Berufsgruppe der Lehrerinnen und Lehrer berücksichtigt wird.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 3. Das Mentalisierungskonzept

Zusammenfassung
Das nun anschließende Kapitel beschreibt die Grundlagen des Mentalisierungskonzepts und dient dem weiteren Verlauf der Arbeit als theoretischer Bezugsrahmen für das daraus resultierende Forschungsprojekt. Zweifelsfrei erfreut sich das vergleichsweise junge Mentalisierungskonzept in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit (vgl. Kirsch et al., 2016, 9), was sich neben einer Fülle von publizierten Arbeiten in einer stetigen konzeptionellen Erweiterung des ursprünglich klinisch-psychoanalytischen Konzepts widerspiegelt (vgl. Taubner, 2015, 15). Auch die vorliegende Arbeit ist in diesem Zusammenhang zu sehen, indem sie auf einen dem Theoriegebilde inhärenten, bisher allerdings noch unzureichend beachteten Aspekt fokussiert: Trägt eine als robust erlebte sowie angemessen einsetzbare Mentalisierungsfähigkeit unter aversiven Umständen zur Gesunderhaltung nicht-klinischer Probanden bei? Im Anschluss wird eine umfassende Darstellung des Mentalisierungskonzepts die theoretische Grundlage für die Ableitung der eigenen empirischen Arbeit darstellen.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 4. Erschließung eines neuen Feldes: Pädagogik und Mentalisieren

Zusammenfassung
In jüngerer Zeit ist ein Wandel im Mentalisierungsdiskurs erkennbar, der sich als Hinweis auf ein sich öffnendes theoretisches Verständnis deuten lässt, dabei eine klinische Ausrichtung überwindet und Annäherungen an eine allgemeiner gehaltene Kommunikationstheorie zu erkennen gibt (vgl. Fonagy, 2018, 11). Dies wiederum erweist sich als unmittelbar relevant im Hinblick auf die Arbeit in pädagogischen Handlungsfeldern, wie im weiteren Verlauf des Kapitels aufgezeigt werden soll. Tatsächlich nämlich ist anzunehmen, dass Mentalisieren stets und in allen zwischenmenschlichen Zusammenhängen von Bedeutung ist, da hierbei unterschiedliche Intentionen und Perspektiven aufeinandertreffen und einen gemeinsamen Gegenstandsbezug aufweisen.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 5. Forschungslücke

Zusammenfassung
Die Arbeit in pädagogischen Handlungsfeldern gilt als belastend und stressintensiv. Folgen hoher Beschwerde-, Stress- und Beanspruchungszustände sind neben erhöhten Kosten aufgrund von erschöpfungs- und krankheitsbedingten Fehlzeiten eine maximal herabgesetzte Lebensqualität Betroffener. Außerdem leisten erschöpfte Pädagoginnen und Pädagogen qualitätsgeminderte pädagogische Arbeit (vgl. Kapitel 2: Psychische Gesundheit in der pädagogischen Disziplin).
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 6. Forschungsfragen und Hypothesenformulierung

Zusammenfassung
Anhand der zuvor aufgezeigten Forschungslücke lassen sich im Folgenden die der Arbeit zugrundeliegenden Forschungsfragen samt der zugehörigen Hypothesen ableiten, die den bestehenden Forschungsstand zu erweitern versuchen. Hierbei fokussieren die Fragestellungen eine nicht-klinische Stichprobe und legen zudem kein dichotomes Verständnis von psychischer Gesundheit zugrunde. Stattdessen konzeptualisiert die vorliegende Arbeit psychische Gesundheit als Ausdruck eines subjektiv empfundenen kontinuierlichen Zustandes, das sich über die Polaritäten »gesund« und »krank« erstreckt und dessen Aussagegehalt anhand eines binären Modells in einem vertiefenden Analyseschritt validiert wird.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 7. Zur Methodik der Studie

Zusammenfassung
Das anschließende Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Studie. Hierzu erhalten Leserinnen und Leser zunächst einen Überblick über die Durchführung und das Design der Untersuchung. Weiterhin werden die zur Erhebung der einzelnen Konstrukte genutzten Testverfahren differenziert beschrieben.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 8. Ergebnisdarstellung und -interpretation

Zusammenfassung
Im nun anschließenden Kapitel werden die ermittelten Ergebnisse der Datenanalyse präsentiert und im Kontext der spezifischen Fragestellungen interpretiert. Die zu berücksichtigenden Limitierungen der vorliegenden Studie, eine Einordnung der ermittelten Befunde in den aktuellen Forschungsstand sowie ein Ausblick schließen an das vorliegende Kapitel an und runden die Dissertation schließlich ab.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 9. Limitierungen der Untersuchung

Zusammenfassung
Auch wenn sich die präsentierten Ergebnisse plausibel in den gegenwärtigen Kenntnisstand einordnen und damit insgesamt eine Erweiterung der Theoriebildung andeuten, gilt es, die ermittelten Befunde zunächst im Lichte der untersuchungsspezifischen Limitierungen zu bedenken. Diese sollen im nun anschließenden Kapitel dargestellt werden und bilden einen notwendigen Aspekt im reflektierten Umgang mit den ermittelten Ergebnissen, wie er in Kapitel 10: Einordnung in den Forschungsstand schließlich erfolgen soll.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 10. Einordnung in den Forschungsstand

Zusammenfassung
Nachdem bis zu dieser Stelle eine Darstellung und Interpretation der im Rahmen der vorliegenden Untersuchung ermittelten Ergebnisse sowie eine Zusammenschau der untersuchungsspezifischen Limitierungen erfolgte, ist es nun möglich, die Befunde in den bestehenden Forschungsstand einzuordnen und einer abschließenden Betrachtung zu unterziehen. Die vorliegende Arbeit bietet hierbei empirische Einblicke in das Zustandekommen psychischer Gesundheit bei einer nicht-klinischen Stichprobe und testet den gesundheitserhaltenden Einfluss der Mentalisierungsfähigkeit. Hierzu nutzt die Studie Daten von 532 nicht-klinischen, angehenden und bereits berufstätigen pädagogischen Fachkräften.
Nicola-Hans Schwarzer

Kapitel 11. Schluss und Ausblick

Zusammenfassung
Der vorliegenden Arbeit gelingt auf Grundlage von Daten, die an insgesamt 532 angehenden und bereits berufstätigen pädagogischen Fachkräften erhoben wurden, der empirische Hinweis, dass eine stabile und gut entwickelte sowie angemessen einsetzbare Mentalisierungsfähigkeit einen gesundheitsförderlichen Einfluss auf das Kohärenzerleben als Ausdruck subjektiver psychischer Gesundheit verübt. Hierbei offenbart die Mentalisierungsfähigkeit regressionsanalytisch nicht nur einen zu Stress- und Beschwerdeerleben gegenläufigen, gesundheitsförderlichen Einfluss im Gesundheitserleben der 532 Probanden, der anhand eines objektivierten Maßes psychischer Gesundheit annähernd repliziert werden konnte. Sie erweist sich unabhängig von der Form der Operationalisierung als Mediatorvariable, der eine vermittelnde Wirkung im Gesundheitserleben der 532 nicht-klinischen Probanden zukommt.
Nicola-Hans Schwarzer

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