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02.11.2016 | Mentoring | Im Fokus | Onlineartikel

IT-Nachwuchs legt großen Wert auf gute Betreuung

Autor:
Sophia Leonhard
2:30 Min. Lesedauer

Wer junge IT-Fachkräfte gewinnen will, sollte auf Mentoring setzen. Denn Young Professionals wünschen sich vor allem jemanden, der ihnen zur Seite steht, so eine Studie.

Der IT-Nachwuchs ist wissbegierig und mobil. Doch für die Flexibilität wollen Young Professionals auch etwas geboten bekommen. Training on the job sollte nach ihren Vorstellungen vernünftig durch einen Coach begleitet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der HTWK Leipzig und des Karriereportals get in IT. Beide Unternehmen befragten 1.050 IT-Studierende, Auszubildende und Berufstätige mit erster IT-Berufserfahrung anhand eines Fragebogens.

Mentoring-Programme zur generationsübergreifenden Zusammenarbeit 

Mentoring-Programme sind in Unternehmen aber nicht die Regel. Und es gibt dabei auch einiges zu beachten. Wie wichtig beispielsweise in der "Mentoren-Phase" die Zusammenführung der verschiedenen Generationen ist, bringen die Springer-Autoren Christian Otto und Sabine Remdisch im Buchkapitel "Arbeitgeberattraktivität aus der Perspektive unterschiedlicher Mitarbeitergenerationen" auf den Punkt: "Führungskräfte müssen sich jedoch noch einer weiteren Herausforderung stellen. Weil in den meisten Fällen gleich mehrere Mitarbeitergenerationen in den Unternehmen arbeiten, müssen sie versuchen, jeder einzelnen von ihnen gerecht zu werden. Dabei werden Generationenmanagement und -führung zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Es gilt, die Arbeitsfähigkeit der älteren Generation zu erhalten, den Wissenstransfer zwischen den Generationen zu gestalten und die jungen Mitarbeitergenerationen zu integrieren, so dass eine bestmögliche Zusammenarbeit der Generationen erreicht wird." (Seite 48)

Doch was müssen IKT-Unternehmen beim Onboarding junger Mitarbeiter noch beachten? Laut Studie ist es dem IT-Fachnachwuchs besonders wichtig, seine fachlichen Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Übernahme von eigenen Projekten oder das langfristige Erreichen einer Führungsposition stehen dabei ebenso wenig im Vordergrund wie die Übernahme von Verantwortung.

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IT-Nachwuchs ist mobiler denn je

36 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass der Arbeitsplatz den Wohnort bestimmt und dieser somit nachrangig wird. Für 38 Prozent steht beides an gleicher Stelle. Ganze 90 Prozent würden eine Stunde Pendelzeit zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen. 52 Prozent wären dazu bereit in wechselnden, kurzzeitigen Projekteinsätzen auch in Hotels zu übernachten.

Wie Young Professionals aus anderen Branchen wünschen sich junge Informatiker ein kollegiales Umfeld und eine ansprechende Vergütung. 52 Prozent der Befragten bevorzugen flexible Arbeitszeitmodelle. 51 Prozent gehen davon aus, mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag in ein sicheres Berufsleben zu starten.

Erfolgsrezept für die Gewinnung von IT-Talenten 

In Zeiten des IT-Fachkräftemangels sind das wichtige Informationen für das Recruiting von Unternehmen. Diese sollten die Arbeitgebermarke entsprechend auf Weiterbildung, Jobsicherheit und angemessene Vergütung ausrichten, um im War for Talents die besten Mitarbeiter zu gewinnen. Wie genau man beim Employer Branding vorgehen sollte, erläutern die Springer-Autoren Benjamin von Walter und Dietmar Kremmel zum Thema "Employer Branding-Strategie". "Insbesondere Zielgruppen, die für das Unternehmen von großer Bedeutung und schwer zu rekrutieren sind, müssen eine höhere Priorität bekommen. Solche Zielgruppen können bei der Entwicklung der Positionierung stärker gewichtet werden als weniger prioritäre Zielgruppen. Darüber hinaus müssen für diese Zielgruppen verstärkte Kommunikationsanstrengungen unternommen werden." (Seite 115)


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