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08.09.2017 | Mess- und Prüftechnik | Nachricht | Onlineartikel

Neuer Prüfstand für effizientere Fahrzeugantriebe

Autor:
Patrick Schäfer

An der Universität Kassel geht im Fachgebiet Mechatronik ein neuer Prüfstand in Betrieb. Der Prüfstand ist für konventionelle Verbrennungsmotoren und Elektroantriebe vorgesehen.

Am Prüfstand soll das intelligenten Zusammenspiel von allen Antriebsstrang-Komponenten simuliert und überprüft werden, die in einem Fahrzeug Leistung generieren und auf die Straße übertragen. Der Prüfstand simuliert den Antriebsstrang verschiedener Motorenkonzepte und kann neben Verbrennungsmotoren auch rein elektrische oder Hybrid-Motoren analysieren. 

Die Anlage soll simulierte Anregungen auf den Antrieb hochdynamisch verarbeiten können. "Der neue Prüfstand erweitert unsere Möglichkeiten deutlich", erläutert Fachbereichsleiter Professor Dr.-Ing. Michael Fister. "Insbesondere die Option, hochdynamisch die Einwirkungen auf den Antriebsstrang zu verändern, ist bei Anlagen dieser Art keine Selbstverständlichkeit. Das eröffnet für unser Fachgebiet und das Institut für Antriebs- und Fahrzeugtechnik der Universität Kassel neue Wege in der Grundlagenforschung, aber auch in der anwendungs- und industrienahen Forschung."

Erstes Projekt erforscht neuartige Ansteuerung von Kupplungen

Der Antriebsmotor kann Eingangsdrehzahlen bis zu 6000 Umdrehungen in der Minute und ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter aufbringen (statisch). Zwei nachgelagerte Maschinen können jeweils bis 3000 Umdrehungen pro Minute bei 900 Newtonmeter und darüber hinaus auch bis 6000 Umdrehungen betrieben werden. Die Anlage erbringt eine konstante Summenleistung von mehr als 750 Kilowatt. Die gesamte Ansteuerung des Prüfstands erfolgt durch eine am Fachgebiet entwickelte Software. 

In einem ersten Forschungsprojekt entwickelt das Fachgebiet unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Michael Fister eine neuartige Ansteuerung für Kupplungen, die beim Einkuppeln deutlich weniger Verlustwärme erzeugen und dadurch Energie einsparen. Die Anschaffung des Prüfstandes wurde finanziell von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

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