Skip to main content
main-content

30.06.2020 | Messemarketing | Im Fokus | Onlineartikel

Fast wie eine klassische Messe

Autor:
Eva-Susanne Krah
2:30 Min. Lesedauer

Mit ihrer zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit bietet eine virtuelle Messe einen entscheidenden Mehrwert: Aussteller oder Veranstalter müssen das eigene Kundenpotenzial nicht lokal auf eine Region begrenzen, sondern können es ganzheitlich ausschöpfen.

Spätestens seit Corona sind ausstellende Unternehmen auf den Geschmack gekommen: Virtuelle Messen liegen im Marketing im Trend. Dabei ähnelt das Format inzwischen durchaus einem konventionellen Messeauftritt, wie Dirk Zimmermann in seinem Sales Excellence-Beitrag "Fast wie eine klassische Messe" (Ausgabe 6 | 2020) feststellt. Auch die Prozesse rund um die Messeorganisation, wie Ticketing, Registrierung und Check-in, sind vergleichbar wie bei realen organisiert. Ebenso sollten sich die Öffnungszeiten, zu denen Aussteller an ihren virtuellen Messeständen präsent sind, an Live-Veranstaltungen orientieren, damit potenziellen Kunden jeder Zeit eine Ansprachemöglichkeit geboten wird. Wie bei physischen Messen gilt auch hier, dass Unternehmen die Kontaktmöglichkeiten nutzen können, die sich ihnen bieten, nur viel multimedialer. 

Empfehlung der Redaktion

01.06.2020 | Betriebspraxis & Führung | Ausgabe 6/2020

Fast wie eine klassische Messe

Mit ihrer zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit bietet eine virtuelle Messe einen entscheidenden Mehrwert.

Oliver P. Kuhrt und Denis Steker erklären im Kapitel "Virtuelle Services im Messewesen" des Springer-Buchs Handbuch Messe-Management, dass auch Messeveranstalter die neuen Formate in Form virtueller Messeservices einbinden, um Ausstellern wie Besuchern neue multimediale Möglichkeiten zu bieten. Dazu zählen aus seiner Sicht für ausstellende Unternehmen die 

  • virtuelle Vermarktung peripherer Dienstleistungen zur Messeteilnahme,
  • virtuelle Ergänzung realer Veranstaltungen im Netz und 
  • die Direktvermarktung virtueller Leistungen, wie elektronische Werbebanner oder der Eintrag in eine Produktdatenbank.

Manche Messegesellschaften bieten darüber hinaus virtuelle Full-Service-Dienstleistungen an, die für Unternehmen interessant sein können, um Kunden mit einer virtuellen Ausstellung anzusprechen. Dazu gehört die Erstellung einer eigenen virtuellen Firmen- oder Produktpräsentation für Aussteller.

Thomas Dehghan argumentiert im Buch "Der Messecoach" zudem in Hinblick auf die Neukundenakquise generell bei Messeveranstaltungen dass ausstellende Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Interessenten in einer eingegrenzten, schon klassifizierbaren Zielgruppe treffen, die ein Grundinteresse an Produkten und Dienstleistungen haben, da sie sonst nicht teilnehmen würden.

Neukunden gewinnen, Kunden binden

Ähnlich wie physische Messen können Unternehmen auch bei virtuellen Ausstellungen ihr Event visualisieren, und dies zu durchaus zu geringeren Kosten, etwa durch

  • einen virtuellen Messestand, 
  • Konferenzsäle oder 
  • die individuelle Gestaltung des Empfangs.

So können Aussteller vor allem über digitale Anwenderformate wie Webinare und Webkonferenzen mit Interessenten in Kontakt treten. Sie können Neukunden für ihre Produkte in einem bestimmten Themenumfeld gewinnen, indem sie Produktpräsentationen oder Informationen und Fragemöglichkeiten über integrierte Pop-up-Fenster oder Live-Chats aufspielen. Auf dafür spezialisierten Plattformen wie Expo-IP oder Ubivent ist es möglich, virtuelle Messestände anzulegen, die von Ausstellern selbst gestaltet werden können.

Besucher virtueller Messen können via PC, Tablet oder Smartphone teilnehmen. Der Vorteil: Vorträge und Videos, Whitepaper und bereitgestelltes Informationsmaterial sind direkt für die Nutzer verfügbar. Ein weiterer Pluspunkt ist die Überregionalität, so Zimmermann: "Aussteller oder Veranstalter haben die Möglichkeit, das eigene Kundenpotenzial nicht nur lokal auf eine Region zu begrenzen, sondern ganzheitlich auszuschöpfen", erklärt er. 

Die Vorteile virtueller Events für Teilnehmer und Besucher zeigt die nachfolgende Tabelle im Überblick:

Vorteile einer virtuellen Messe

Für Unternehmen

Für Teilnehmer

vergleichsweise kostengünstig

Kennenlernen von Anbietern und Lösungen

keine Reisezeiten und -kosten

persönliche Konferenzagenda

direkter Kontakt mit dem Zielpublikum

Whitepaper und Case Studies

flexible Laufzeit

Live-Chat-Beratung

beliebig viele Themen adressierbar

Call-back

Live-Beratung und Terminvereinbarungen

Workshops

schneller Ersatz bei Ausfall von Speakern

Live-Demos

Quelle: IKS Institut für Kommunikation und Servicedesign

Sales Excellence, Ausgabe 6 | 2020

Den kompletten Beitrag zu virtuellen Messen lesen Sie in der Sales Excellence-Ausgabe 6 | 2020.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

05.06.2019 | B-to-B-Marketing | Im Fokus | Onlineartikel

Verschenkte Chancen auf Messen

24.03.2020 | Messemarketing | Im Fokus | Onlineartikel

Corona-Krise lähmt auch die Messebranche

    Bildnachweise