Messegeschäft ist Silberstreif am Wirtschaftshorizont
- 12.06.2024
- Messemarketing
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Die deutsche Messewirtschaft blickt positiv auf das zweite Halbjahr sowie auf 2025: Fast drei Viertel der deutschen Messeveranstalter erwarten, dass sich ihre Messeformate als Vertriebsplattform genauso oder besser als der internationale Wettbewerb entwickeln.
Messen sind ein wichtiger Anlaufpunkt für Vertriebskontakte von Unternehmen und aufgrund der guten Entwicklung ein Hoffnungsfaktor der deutschen Wirtschaft.
Nmedia - Fotolia
Eine Auswertung der jährlichen Befragung von Messeveranstaltern in Deutschland klingt optimistisch: Bis Jahresende sind noch 130 Messen und im kommenden Jahr wenigstens 318 Ausstellungen geplant. Mit durchschnittlich 330 Messen pro Jahr an 70 Messeplätzen sowie der höchsten Internationalität auf Besucher- wie auf Aussteller-Seite gilt Deutschland als führender Messeplatz der Welt. Bereits zu Jahresbeginn war die Messewirtschaft deutlich positiver als andere Branchen gestimmt. Das ergab eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Engagements von Ausstellern übers Jahr zeigt die nachfolgende Grafik:
AUMA-Ausstellerausblick 2024/25: Die Mehrzahl der 400 befragten Unternehmen stellt auf ein bis zwei Messen jährlich aus.
Messe-Insights | AUMA-Ausstellerausblick 2024/25
Allerdings drücken Veranstalter wie auch Aussteller im Messgeschäft die rasant steigenden Kosten. Das betrifft beispielsweise Aufwendungen für Energie, Mobilität und Material.
Am Donnerstag, 13. Juni 2024, beraten die Spitzen der Messewirtschaft in Berlin bei ihrem Jahrestreffen über die Lage der Branche. Gleichzeitig wird das Auslandsmesseprogramm gefeiert, das 75 Jahre alt wird. Bisher wurden darüber schätzungsweise 210.000 kleine und mittelständische deutsche Unternehmen auf Expansionskurs bei ersten Messeauftritten im Ausland unterstützt. Der AUMA koordiniert das Programm für die ausstellende Wirtschaft.
Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., Dachverband der deutschen Messewirtschaft, stellt fest: "Die Messewirtschaft ist nach dem Tiefschlag der Corona-Pandemie, die uns bald zweieinhalb Jahre am Tun gehindert hat, ein Anker der Hoffnung. Seit Jahresbeginn erlebe ich viel Zuversicht, sehe enormen Tatendrang und zähle viele Gründe zum Feiern. Wir bleiben Weltspitze, wenn wir Herausforderungen angehen, statt sie zu beklagen. Dann feiern wir gemeinsam beeindruckende Jubiläen wie im April den 50. Geburtstag der NürnbergMesse, im Mai den 60. der Messe München oder Ende Juni anstehend den 100. der Koelnmesse", so Harting.
Vertriebsplattform mit Wirkung
Zu Messen nach Deutschland kamen im Jahr 2023 allein
- 65 Prozent (96.000) aller ausstellenden Unternehmen und
- 33 Prozent (2,5 Millionen) aller Besucher.
Wenn auch zunehmend digitale Messemodelle als Alternative greifen, so konnte laut AUMA die große Mehrheit der Branchenmessen 2023 mit dem Nach-Corona-Comeback Erfolge verbuchen. Rund 183.000 ausstellende Unternehmen haben 2023 die Messeplätze in Deutschland gefüllt. Das ist ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2022. Alle Messen zogen rund 11,4 Millionen Besucher an, das sind über 3,8 Millionen (plus 50 Prozent) mehr als 2022. Die Standfläche stieg von 5,7 auf 6,34 Millionen Quadratmeter, das entspricht einem Plus von elf Prozent.
Auch für Gründer mit Vertriebsstart interessant
Auch für junge Gründerunternehmen kann der Start insbesondere auf einer passenden Messe interessant sein, um neue Kundenkontakte zu knüpfen und den Vertrieb aufzubauen. So hat beispielsweise das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für das Förderprogramm "Young Innovators" 54 Messen in Deutschland ausgewählt, die "durch ihre Besucher- und Ausstellerstruktur als internationale Messen eingestuft werden. Gründer und Jung-Unternehmer könnten 2025 mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung für ihre Messeauftritte rechnen", heißt es dazu von der AUMA. Die Unterstützung richte sich an Firmen aus den Bereichen Industrie, Handwerk und technologieorientierte Dienstleistungen. Sie ermögliche die Teilnahme an einem Gemeinschaftsstand unter der Marke "Innovation made in Germany" auf Ausstellungsforen aller Branchen. Bis zu 60 Prozent der Standmiete und Standbaukosten könnten dabei erstattet werden.