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Messen und Beurteilen in interdisziplinärer Betrachtung

Einführung in Messtheorie, Messfehler und Beurteilungsaspekte

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Messen und Beurteilen spielen in den empirischen Sozialwissenschaften, den Gesundheitswissenschaften und in der Informatik eine zentrale Rolle. Dabei sind Hintergründe zu Messtheorien, Messskalen und Gütekriterien sowie zu Messfehlern wesentlich, um diagnostische Maßnahmen beurteilen und Krankheitsbilder interpretieren zu können. Durch die zunehmende Verbreitung datengetriebener Verfahren sind weitergehende Paradigmen von KI-Anwendungen sowie ethischen Limitationen algorithmischer Messverfahren in diesen Kontexten zu berücksichtigen.

Der Inhalt:

Messen und Beurteilen in den Sozialwissenschaften, im Gesundheitswesen und bei datengetriebenen Verfahren Messtheorien und Messfehlerkonzepte Interpretation medizinischer Daten Neue Paradigmen bei datengetriebenen Verfahren. Herausforderungen und ethische Limitationen algorithmischer Messverfahren

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Messen und Beurteilen in den empirischen Sozialwissenschaften

    Michael Fröhlich, Jonas Dully, Carlo Dindorf, Wolfgang Kemmler
    Zusammenfassung
    Das Kapitel zeigt, dass qualitative bzw. quantitative Datenerhebungsmethoden sowie Messen und Beurteilen in weiten Teilen den methodologischen Zugang in nahezu allen Wissenschaftsdisziplinen mit diagnostischen Verfahren definieren. Eine diametrale Abgrenzung von qualitativer und quantitativer Forschungstraditionen ist jedoch aufgehoben, was sich einerseits in der zunehmenden Verbreitung und Anwendung von Mixed-Method-Ansätzen zeigt und andererseits dadurch zum Ausdruck kommt, dass KI- und Big-Data-Anwendungen die Grenzen zwischen qualitativen und quantitativen Zugängen überwinden und zunehmende Bedeutung für interdisziplinäre Forschung erfahren. Letztere KI-basierte Anwendungen bzw. datengetriebene Verfahren können jedoch nicht losgelöst von wissenschaftstheoretischen Konzeptionen, methodologischen Rahmenbedingungen und objektspezifischen Formalisierungen gedacht werden, was eine intensive Beschäftigung mit dem Vorgang des Messens und Beurteilens, der Messtheorie, den Gütekriterien für Messinstrumente und Forschungsprozesse sowie Messfehler voraussetzt.
  3. 2. Messen und Beurteilen in den Gesundheitswissenschaften

    Michael Fröhlich, Jonas Dully, Carlo Dindorf, Wolfgang Kemmler
    Zusammenfassung
    In den Gesundheitswissenschaften und der Medizin haben das „Messen“ und das „Beurteilen“ von Daten eine essenzielle Relevanz. Für die medizinischen Kernthemen „Diagnostik“ und „Therapiemonitoring“ sind verlässliche Messverfahren, klare Grenzwerte und belastbare Algorithmen die Grundlage für gesundheitsrelevante Entscheidungen. Ziel des Kapitels ist es, (1) einen Überblick über wichtige diagnostische Messverfahren und ihre Anwendung im Spannungsfeld von Gesundheitswissenschaften und Medizin zu geben, (2) die Interpretation und Beurteilung gesundheitsrelevanter Daten am Beispiel der bildgebungsaffinen Sarkopenie- und Osteoporose-Erkrankung aufzuzeigen sowie (3) Fallstricke, Probleme und Limitationen gesundheitsrelevanter Messungen in nicht-ärztlichen Anwendungsfeldern zu diskutieren.
  4. 3. Messen und Beurteilen in datengetriebenen KI-Ansätzen

    Michael Fröhlich, Jonas Dully, Carlo Dindorf, Wolfgang Kemmler
    Zusammenfassung
    Das Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) in den Sport- und Gesundheitswissenschaften und stellt datengetriebene Forschungsansätze im Vergleich zu klassischen, hypothesengeleiteten Methoden dar. Im Zentrum stehen Verfahren des Maschinellen Lernens (ML) und Deep Learning (DL), die es ermöglichen, komplexe Muster in großen, oft unstrukturierten Datensätzen zu erkennen. Nach einer Einführung in die Grundlogik datengetriebener Forschung und den KDD-Prozess (Knowledge Discovery in Databases) werden zentrale ML-Paradigmen – überwachtes, unüberwachtes und bestärkendes Lernen – anhand praxisnaher Beispiele erläutert. Anschließend werden spezifische Qualitäts- und Bewertungskriterien für ML-Modelle diskutiert, darunter Objektivität, Reliabilität, Validität, Performanzmetriken sowie neue Gütekriterien wie Erklärbarkeit, Fairness, Robustheit und Skalierbarkeit. Das Kapitel zeigt, dass datengetriebene Ansätze durch ihre explorative und iterative Natur neue Erkenntnismöglichkeiten eröffnen, zugleich aber spezifische Anforderungen an Datenqualität, Transparenz und ethische Verantwortung stellen.
  5. Backmatter

Titel
Messen und Beurteilen in interdisziplinärer Betrachtung
Verfasst von
Michael Fröhlich
Jonas Dully
Carlo Dindorf
Wolfgang Kemmler
Copyright-Jahr
2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-72904-5
Print ISBN
978-3-662-72903-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-72904-5

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