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Über dieses Buch

Dieses ausgezeichnete Standardwerk bietet eine Darstellung der Struktur und Eigenschaften der Metalle und ihrer Anwendungen als Werkstoffe. Die Autoren beschreiben im ersten, wissenschaftlichen Teil den atomaren und mikroskopischen Aufbau, die thermodynamischen und die grundlegenden physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Metalle sowie die Grundlagen der thermisch aktivierten Reaktionen und der Phasenumwandlungen. Die wichtigsten experimentellen Untersuchungsmethoden werden erläutert, wobei die mikroskopischen und Beugungsverfahren einen Schwerpunkt bilden.

Im zweiten, technischen Teil werden die Werkstoffgruppen der Metalle und ihre anwendungsbezogenen Eigenschaften behandelt. Dabei wird auf die zugrunde liegenden Legierungen und die Verfahren zur gezielten Einstellung ihrer Eigenschaften eingegangen. Schwerpunkte bei der Darstellung der Werkstoffe sind die Stähle, die teilchengehärteten Legierungen, die Magnetwerkstoffe und die pulvermetallurgisch hergestellten Werkstoffe. Außerdem werden die Oberflächeneigenschaften und die Verfahren zur Oberflächenbehandlung dargestellt.

Das Buch wurde für die 6. Auflage gründlich überbearbeitet und aktualisiert und es erscheint jetzt im neuen Layout.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Allgemeiner Überblick

Zusammenfassung
Die Metalle, ihr Vorkommen, ihre Eigenschaften, ihre Anwendung und ihre technische Bedeutung werden kurz charakteristert. Die Aufgaben der Metallkunde werden dargestellt.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

2. Übergang in den festen Zustand

Zusammenfassung
Metalle können bei verschiedener Temperatur im thermodynamischen Gleichgewicht in vier Zuständen auftreten: Plasma, Gas, Flüssigkeit und Kristall. Der metallische Werkstoff kann aus allen diesen Zuständen entstehen. Im Plasma könen sich sowohl die Atomkerne als auch die Elektronen unabhängig voneinander bewegen. Im idealen Kristall sind sie dagegen in ganz bestimmter Weise angeordnet. Der höchste Ordnungsgrad ist bei 0°K zu erwarten. Das Maß der Abweichung von der maximalen Ordnung im perfekten, kristallinen Festkörper ist die Entropie S.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

3. Strukturen fester Phasen

Zusammenfassung
In Kap. 2 wurde besprochen, wie reine Metalle aus dem flüssigen und gasförmigen Zustand in den festen Zustand übergehen. Dabei können grundsätzlich drei Arten von festen Phasen entstehen. Die Ordnung ihrer Atompositionen nimmt in der Reihenfolge metallisches Glas → Quasikristall → Kristall zu. Die meisten metallischen Werkstoffe bestehen aus vielen kleinen Kristallen. Hier sollen die Möglichkeiten der Anordnung von Metallatomen in den Kristallen oder Kristalliten, aus denen das Gefüge aufgebaut ist, behandelt werden.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

4. Phasengleichgewichte

Zusammenfassung
Bisher ist nur die Struktur reiner Metalle oder in ihrer chemischen Zusammensetzung definierter Verbindungen behandelt worden. Viel häufiger treten aber Legierungen auf, d. h. Atomgemische mit metallischen Eigenschaften, von denen mindestens eine Atomart ein Metall ist. Im kristallinen Zustand gibt es in Legierungen Mischkristallphasen, die aus dem Kristallgitter eines der Elemente bestehen, in dem Atome der anderen Komponenten regellos verteilt sind, und intermetallische Phasen, die ein von den Komponenten abweichendes Kristallgitter haben (Kap. 3).
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

5. Gitterbaufehler und Gefüge

Zusammenfassung
Die Beschreibung der Metallkristalle als Anordnung von Atomen in einem idealen Raumgitter ist in Wirklichkeit nur näherungsweise richtig. Es treten Abweichungen von der regelmäßigen Besetzung der Gitterpunkte der Kristallstrukturen durch Atome auf, die als Gitterbaufehler bezeichnet werden. Oberhalb 0 K ist stets eine bestimmte Zahl dieser Baufehler in Kristallen im thermodynamischen Gleichgewicht vorhanden. Dies gilt für Leerstellen und gelöste Atome. Die Energie von Versetzungen und Korngrenzen ist so hoch, daß sie praktisch nicht im Gleichgewicht vorkommen können. Sie entstehen z. B. beim Erstarren oder durch plastische Verformung oder Bestrahlung. Heterogenität von Legierungen (Kap. 4) bedeutet, dass Phasengrenzen auftreten müssen.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

6. Physikalische Eigenschaften

Zusammenfassung
Die elektronische Struktur der Metalle ist die Grundlage der metallischen Bindung und damit aller intrinsischen physikalischen und technischen Eigenschaften. In diesem Kapitel behandeln wir deshalb zunächst die freien Elektronen und das Bändermodell, insbesondere als Einführung in die elektrische und thermische Leitfähigkeit und als Grundlage für die Behandlung der magnetischen Werkstoffe (Kap. 16) und der Supraleiter (Kap. 18.3).
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

7. Mechanische Eigenschaften

Zusammenfassung
Die elastischen Eigenschaften eines Festkörpers, die durch die Anordnung und Bindungsstärke der Gitteratome bestimmt werden, sind die wichtigste Grundlage aller mechanischen Eigenschaften. Bei der elastischen und bei der plastischen Verformung eines festen Körpers kann man drei Arten bzw. Komponenten der Beanspruchung und Formänderung unterscheiden:
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

8. Diffusion und Ausheilreaktionen

Zusammenfassung
Als thermisch aktivierte Platzwechsel betrachten wir Einzelsprünge von Atomen im Kristallgitter aufgrund thermischer Anregung. Für solche Platzwechsel stehen Einlagerungsatomen wegen ihrer geringen Löslichkeit meistens alle benachbarten Zwischengitterplätze frei; Gitter- und Substitutionsatome benötigen dagegen für Platzwechsel benachbarte Leerstellen, deren Konzentration erheblich geringer ist. Thermisch aktivierte Reaktionen in Substitutionsmischkristallen hängen deshalb vorwiegend von der Leerstellenkonzentration und deren Temperaturabhängigkeit ab.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

9. Strukturelle Phasenumwandlungen

Zusammenfassung
Als strukturelle Phasenumwandlungen werden alle Phasenübergänge im festen Zustand bezeichnet, die mit Änderungen der Struktur und des Volumenanteils der Phasen verbunden sind. Dazu zählen auch Umwandlungen zwischen dem amorphen Zustand und Kristallphasen. Dagegen zählen zum Beispiel magnetische, Normalleiter-Supraleiter- und Metall-Halbleiter-Phasenübergänge nicht zu den strukturellen Umwandlungen, selbst wenn sie mit schwachen Verzerrungen (z.B.Magnetostriktion λ = 10− 5… 10− 6) verbunden sind.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

10. Untersuchungsmethoden der Mikrostruktur

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden mikroskopische und makroskopische Methoden unterschieden. Zu den ersteren zählen insbesondere die Methoden zur direkten Beobachtung des Gefüges (Metallmikroskopie) sowie die Beugung (Röntgenstrahlen, Elektronen, Neutronen). Die Bestimmung der Atomart (Mikroanalyse) wird erwähnt, wenn sie im Zusammenhang mit dem Gefüge erfolgt.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

11. Erstarrung, Gußwerkstoffe

Zusammenfassung
Ein Blick auf verschiedene Zustandsdiagramme läßt erkennen, daß die meisten Metalle im Schmelzzustand völlig mischbar sind (Kap. 4). Das ist qualitativ dadurch zu erklären, daß die im festen Zustand durch Kristallstruktur und Atomradius gegebene Begrenzung der Mischbarkeit im flüssigen Zustand wegfällt. Es bleibt lediglich die chemische Bindung, die häufig zu Nahordnung oder Nahentmischung und, bei einigen Legierungen, dazu führt, daß Mischungslücken bis zu fast völliger Unmischbarkeit (Abb. 4.9) auch im flüssigen Zustand auftreten können (nur elektronischer Einfluß, Kap. 6).
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

12. Umformung, Knetlegierungen

Zusammenfassung
Die Metalle, ihr Vorkommen, ihre Eigenschaften, ihre Anwendung und ihre technische Bedeutung werden kurz charakteristert. Die Aufgaben der Metallkunde werden dargestellt.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

13. Pulvermetallurgie

Zusammenfassung
Die Pulvermetallurgie behandelt die Verfahren, mit denen aus Metallpulvern Werkstoffe und Bauteile hergestellt werden. Mit diesem Verfahrensweg wird der flüssige Zustand umgangen. Pulvermetallurgische Verfahren werden aus verschiedenen Gründen eingesetzt
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

14. Teilchengehärtete Legierungen

Zusammenfassung
Ausscheidung aus übersättigten Mischkristallen ist die vielseitigste Methode zur Erzeugung sehr feiner Dispersionen einer zweiten Phase in einem Grundgitter. Andere Möglichkeiten sind Innere Oxidation, mechanisches Legieren oder Mischen und Sintern von Pulverteilchen. Ausscheidung erfolgt meist nach dem Homogenisieren im Bereich einer bei hohen Temperaturen stabilen Mischkristallphase, während einer anschließenden isothermen Anlaßbehandlung bei niedrigeren Temperaturen im Zweiphasengebiet des Ausgangsmischkristalls mit einer stabilen oder metastabilen Phase.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

15. Stähle

Zusammenfassung
Als Stähle werden praktisch alle verformbaren technischen Legierungen des Eisens bezeichnet. Die größte Gruppe stellen die Eisen-Kohlenstoff-Legierungen (Kohlenstoffstähle) mit herstellungsbedingten Begleitelementen und geringen Gehalten an Legierungselementen dar: Grund- und Qualitätsstähle. Ihre Bedeutung beruht wirtschaftlich auf ihrer großen Verbreitung als wichtigster metallischer Konstruktionswerkstoff, den relativ geringen Herstellungs- und Verarbeitungskosten, der nahezu vollständigen Rezyklierbarkeit (Schrottkreislauf), metallkundlich und technisch auf der Vielfalt der Phasengleichgewichte und -umwandlungen des Eisens und seiner Legierungen und der dadurch erzielbaren Eigenschaften. Weitere wichtige, aber kleinere Werkstoffgruppen stellen die austenitischen und die ferritischen legierten Stähle dar, deren Struktur und Gefüge primär von den stabilen oder metastabilen Substitutions-Mischkristallphasen des Eisens bestimmt werden. Nach Anwendungen kann man die Stähle auch grob in Baustähle, Werkzeugstähle, chemisch beständige Stähle und Stähle mit besonderen physikalischen Eigenschaften einteilen.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

16. Magnetische Werkstoffe

Zusammenfassung
Die ferromagnetischen Werkstoffe, kurz als Magnetwerkstoffe bezeichnet, sind eine wichtige Gruppe der Funktionswerkstoffe. Bei ihnen ist eine besonders anspruchsvolle simultane Optimierung der Beziehungen zwischen Kristalleigenschaften, Gefüge und makroskopischen technischen Eigenschaften erforderlich. Deshalb werden zunächst die physikalischen Grundlagen der magnetischen Eigenschaften (Kap. 16.1), ihre makroskopische Beschreibung und die Gefügeeinflüsse (Kap. 16.2) behandelt. Darauf folgt die Behandlung der beiden Gruppen weichmagnetischer (Kap. 16.3) und hartmagnetischer (Kap. 16.4) Werkstoffe. Schließlich beruhen auch einige Eigenschaften, die mechanische Bedeutung haben, wie die verschwindende thermische Ausdehnung (Invar-Effekt), der temperaturunabhängige Elastizitätsmodul (Elinvar-Effekt) und weitere auf magnetisch bedingten Anomalien des Kristallverhaltens. Sie werden in Kap. 16.5 behandelt. Kapitel 16.6 zeigt schließlich das zeitliche Fortschreiten technisch realisierter Eigenschaften an zwei Beispielen aus dem Bereich der Magnetwerkstoffe.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

17. Korrosion, Verschleiß, Oberflächenbehandlung

Zusammenfassung
Die meisten Metalle und Legierungen sind gegenüber Sauerstoff und Wasser in ihrer Umgebung thermodynamisch unbeständig. Den Vorgang der schädlichen Reaktion an der Oberfläche metallischer Werkstoffe mit der Umgebung nennt man Korrosion, insbesondere wenn er lokalisiert erfolgt.
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

18. Werkstoffe im Vergleich und Verbund

Zusammenfassung
Metallische Werkstoffe, die über ihr gesamtes Volumen einheitliche Mikrostruktur und Eigenschaften besitzen, werden als „monolithisch“ bezeichnet. Davon sind Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde zu unterscheiden. Beide haben gemeinsam, daß zwei oder mehrere Bestandteile z. B. durch Walzen, Drahtziehen, Sintern (Kap. 13), Tränken (Kap. 13) oder schichtweises Aufdampfen (Kap. 2) zusammengefügt werden. Diese Bestandteile stehen meist nicht im thermodynamischen Gleichgewicht (Kap. 4). Ein Verbundwerkstoff besteht aus einer Matrix, in die viele Teilchen, Fasern etc. unorientiert oder orientiert eingebettet werden. Zu einem Werkstoffverbund werden zwei Stoffe mit verschiedenen Eigenschaften zusammengefügt (z. B. Beschichtung, Kap. 17.5, Bimetalle, Kap. 18.2). Eine entsprechend der örtlichen Beanspruchung variable Struktur im Bauteil besitzen „maßgeschneiderte“ Werkstoffe. Dieses Ziel kann am besten über den Verbund verschiedener Werkstoffe in geeigneten geometrischen Anordnungen erreicht werden. Die daraus folgenden Möglichkeiten sind durch Extreme wie den Stahlbeton und die leitenden oder halbleitenden Strukturen von in Siliziumkristallen integrierten Schaltkreisen gekennzeichnet. Für einen Verbund kommen grundsätzlich alle Werkstoffgruppen in Frage (Abb. 1.8)
Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

Erratum zu: Metalle

Erhard Hornbogen, Hans Warlimont

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