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Herstellung von Mangan soll nachhaltiger werden

  • 09.02.2023
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Mangan ist für die Stahl-, Aluminium-, Batterie- und Automobilindustrie unerlässlich. Ein EU-Projekt soll nun die Umweltbelastungen in der Herstellung des Metalls und seiner Legierung senken.

Forschende um Yan Ma vom MPEI untersuchen, wie Mangan und Eisen in Lichtbogenöfen unter Verwendung von Wasserstoff reduziert werden können.


Die Herstellung von Mangan ist emissionsintensiv: Die 1,4 Millionen t Mangan-Ferrolegierungen, die im Jahr 2020 in Europa produziert wurden, verursachten etwa 2,5 % der gesamten CO2-Emissionen der EU-Metallindustrie. 70 % der dabei verarbeiteten Erze stammten dabei aus dem Import. Das Ziel der 17 Partner im EU-Projekt HalMan ist es nun, Importe durch die Verwertung von Industrieabfälle zu reduzieren, den CO2-Fußabdruck der Manganproduktion zu senken und dabei die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Metallindustrie zu erhalten.

Einziger deutscher Partner in dem Projekt, das von der Norwegian University of Science and Technology koordiniert wird, ist das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE). Die Forschenden des MPIE befassen sich dabei mit der Reduktion von Manganerzen und manganhaltigen Abfällen mithilfe von Wasserstoff und sekundären Aluminiumquellen – einem Prozess, dessen Effizienz bislang noch begrenzt ist. Sobald die Forschenden eine geeignete Prozessroute entwickelt haben, wollen sie zwei Stähle mit hohem und mit mittlerem Mangan-Gehalt herstellen und untersuchen, wie sie im Bereich der Erdgas- und Wasserstofftechnik oder im automobilen Leichtbau zu Anwendung kommen. Das Projekt hat im Januar 2023 begonnen läuft über vier Jahre.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Herstellung

Mangan gewinnt man entweder durch Elektrolyse seiner Salzlösungen oder aluminothermisch aus Braunstein, Technetium und Rhenium bevorzugt durch Reduktion der Pertechnetate bzw. Perrhenate mit Wasserstoff. Rhenium zeigt dabei Parallelen zum Wolfram …

Wasserstoff: Hoffnungsträger für eine klimaneutrale Stahlproduktion

  • Forschung

Der Werkstoff Stahl ist aus vielen Technologien und Produkten nicht wegzudenken und vielseitig anwendbar: von Autokarosserien und Waschmaschinen über Brücken und Lebensmitteldosen bis zu Windkraftanlagen und Elektromotoren. Gleichzeitig wird durch die Herstellung von Stahl eine große Menge an CO 2 ausgestoßen. 

    Marktübersichten

    Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

    Bildnachweise
    Mangan MPIE/© Max-Planck-Institut für Eisenforschung , MKVS GbR/© MKVS GbR, Nordson/© Nordson, ViscoTec/© ViscoTec, BCD Chemie GmbH, Merz+Benteli/© Merz+Benteli, Robatech/© Robatech, Ruderer Klebetechnik GmbH, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, Atlas Copco/© Atlas Copco, Sika/© Sika, Medmix/© Medmix, Kisling AG/© Kisling AG, Dosmatix GmbH/© Dosmatix GmbH, Innotech GmbH/© Innotech GmbH, Hilger u. Kern GmbH, VDI Logo/© VDI Wissensforum GmbH, Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG/© Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG, ECHTERHAGE HOLDING GMBH&CO.KG - VSE, mta robotics AG/© mta robotics AG, Bühnen, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, Spie Rodia/© Spie Rodia, Schenker Hydraulik AG/© Schenker Hydraulik AG