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01.02.2024 | Metalle | Infografik | Online-Artikel

Deutsche Aluminiumproduktion drastisch gesunken

verfasst von: Thomas Siebel

1:30 Min. Lesedauer

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Innerhalb von zwei Jahren ist die Aluminiumproduktion in Deutschland um fast zwei Drittel gesunken. Der Verband Aluminium Deutschland beklagt die Energiepreise und erwartet "mehr Vernunft in der Wirtschaftspolitik".

Im Jahr 2023 ist die Produktion in der deutschen Aluminiumindustrie in nahezu allen Teilbereichen zurückgegangen. Besonders stark ist das Minus mit 30 % in der Primärerzeugung: Nach einem Minus von 30 % im Vorjahr sank die Produktion im Jahr 2023 noch einmal um 45 % auf nun 189.000 t. Das entspricht noch 37 % des Volumens von vor der Energiekrise. Bis 2021 war Deutschland der größte Primäraluminiumproduzent in der Europäischen Union, wie der Verband Aluminium Deutschland (AD) mitteilt. Eine der verbleibenden 4 deutschen Aluminiumhütten wurde zum Jahresende 2023 stillgelegt.

Auch in der Weiterverarbeitung von Aluminiumhalbzeug sank die Produktion auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise 2009. Bei Strangpressprodukten sank das Volumen 2023 um 15 %, bei den Walzerzeugnissen um 7 %.

Verband befürchtet Verlagerung der Produktion

Laut Aluminium Deutschland steht die Industrie von mehreren Seiten unter Druck. Zum einen belaste der zunehmende Wettbewerb mit Importeuren aus Drittstaaten mit weniger strikten ökologischen, sozialen und ethischen Standards, zum anderen beklagt der Verband neben den hohen Energiekosten und der schwachen Konjunktur eine Überregulierung, massive Bürokratie und fehlendes Verständnis für die Bedeutung der Industrie für Wohlstand und Teilhabe in Deutschland.

"Unsere Unternehmen investieren seit Jahren in effizientere und damit CO2-ärmere Produktion", so AD-Präsident Rob van Gils. "Statt diese Entwicklung mit klugen Rahmenbedingungen zu stärken und zu begleiten, kommen Jahr für Jahr, Monat für Monat zusätzliche Belastungen hinzu." Eindringlich warnt er vor der Verlagerung der Branche und zitiert eine Börsenweisheit: "Die Jobs sind nicht weg, sie sind nur woanders."

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