Forschende testen klimafreundliche Metallgewinnung aus Tiefsee
- 03.12.2025
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Ein neues Verfahren könnte die CO₂-Emissionen bei der Metallproduktion drastisch senken. Doch wie nachhaltig ist der Abbau am Meeresboden wirklich?
Ubaid Manzoor reguliert den Wasserstoffpartialdruck im Lichtbogenofen, um Kupfer, Nickel und Kobalt aus polymetallischen Knollen aus der Tiefsee zu gewinnen.
Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien GmbH
Ein Team des Max-Planck-Instituts für Nachhaltige Materialien hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Kupfer, Nickel und Kobalt aus Manganknollen im Pazifik nahezu CO₂-frei gewonnen werden können. Die Forscher nutzen dafür eine elektrische Lichtbogenofen-Technik und Wasserstoffplasma als Reduktionsmittel. Laut Studie sinken die Emissionen um bis zu 90 %, der Energiebedarf um rund 20 % im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.
"Die Gewinnung dieser Metalle aus Tiefsee-Erzen hinterlässt ebenfalls Spuren", sagt Institutsdirektor Dierk Raabe. Dennoch sei der ökologische Fußabdruck deutlich kleiner als beim Abbau an Land, der oft mit Abholzung und Kinderarbeit verbunden ist.
Ob Tiefseebergbau den Landabbau ersetzen kann, ist noch offen. Internationale Gremien verhandeln über Umweltauflagen und Genehmigungen für den Abbau in der Clarion-Clipperton-Zone. Die Forschenden wollen mit ihren Daten eine Grundlage für Entscheidungen schaffen – und sehen die Methode als Beitrag zur Energiewende.