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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Methanol — Chemie und Energierohstoff

Zusammenfassung
Die fossilen Brennstoffe Kohle, Mineralöl und Erdgas sind gleichzeitig Ausgangsmaterialien für die chemische Industrie.
Friedrich Asinger

2. Herstellung von Synthesegas

Zusammenfassung
Die Methanolsynthese setzt lediglich ein billiges Synthesegas (CO + 2 H2) voraus, das auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, aber auch von Holz, Holzabfällen, Torf, ja sogar Müll hergestellt werden kann. Für die Kohlehydrierung ist möglichst aschearmes, bituminöses Material nötig.
Friedrich Asinger

3. Die Methanolsynthese

Zusammenfassung
Methanol kann als höchstkomprimiertes Synthesegas betrachtet werden.
Friedrich Asinger

4. Methanol als alternativer Kraftstoff [4.1]

Zusammenfassung
Die Möglichkeit, Methanol dem Benzin zuzumischen, wurde schon vor dem zweiten Weltkrieg bei der damaligen LG. Farbenindustrie in Oppau und Leuna untersucht. Während reines Benzin und absolut trockenes Methanol, insbesondere wenn das Grundbenzin aromatenreich ist, mischbar sind, genügt bereits bei niederen Methanolanteilen eine kleine Wassermenge zur Entmischung. Nachteilig ist ferner, daß bei Zumischung von Methanol zu einem Benzin, dessen Dampfdruck durch Zugaben von z. B. Butan auf den nötigen Wert von RVP6 eingestellt wurde, die Flüchtigkeit der niedrigsiedenden Komponente ansteigt. Es handelt sich hier um die Bildung von Azeotropen. Schon 1% Methanol kann den RVP auf 9 ansteigen lassen, wodurch ein Großteil des Butans ausgetrieben wird, was auch vom wirtschaftlichen Standpunkt nachteilig ist. Anders liegen die Verhältnisse, wenn man im Zweistoffbetrieb arbeitet, d. h. mit 2 Kraftstofftanks und 2 Kraftstoffpumpen. Man kann als Benzin dann ein billiges Grundbenzin verwenden, dessen Zumischung nur nötig ist, wenn es der Betriebszustand des Motors erfordert.
Friedrich Asinger

5. Das Energiemethanol

Zusammenfassung
Man kann das heute produzierbare Methanol nach seinem Hauptverwendungszweck in drei Kategorien einteilen. Das Methanol dieser drei Kategorien unterscheidet sich nicht nur durch das beabsichtigte Einsatzgebiet, sondern auch in seiner Zusammensetzung und Qualität.
Friedrich Asinger

6. Die Überführung von Methanol in Gemische von Paraffinkohlenwasserstoffen, Olefinen und von Aromaten

Zusammenfassung
Vor längerer Zeit gelang es der Mobil Research and Development Corp., einen Prozeß zur Herstellung von Benzin auf Basis von Methanol auszuarbeiten. Methanol wird dabei über einen speziellen Zeolith-Katalysator ZSM-5 (vgl. Kap. 6.5), bei 400 °C in Wasser und ein Kohlenwasserstoffgemisch gespalten, dessen größter Teil im Benzin-Siedebereich liegt. Die Reaktion ist stark exotherm, es sind etwa 400 kcal (1675 kJ) pro kg umgesetztes Methanol abzuführen. Der Mobil-Prozeß, auch MTG-Prozeß (Methanol to Gasoline) genannt, kann sowohl im Festbett als auch in der Wirbelschicht ausgeführt werden. Beim Festbett-Verfahren arbeitet man vorzugsweise in zwei Stufen unter einem Druck von etwa 20 bar.
Friedrich Asinger

7. Die Überführung von Methanol in technische Gase

Zusammenfassung
Die Überführung von Methanol in reine Gase oder definierte Gasgemische wird in Zukunft eine besondere Rolle spielen. Neben den in Abb. 7.1 angegebenen Möglichkeiten der Rückverwandlung von Methanol in Synthesegas für die verschiedensten Verwendungen, zur Gewinnung von reinem Wasserstoff und reinem Methan, dient Methanol zur Spitzengaserzeugung z. B. in Stadtgasanlagen, zur Herstellung von Reduktionsgas für die Eisenhüttenindustrie usw.
Friedrich Asinger

8. Andere Verfahren der Kohleveredlung als Alternativen zum Methanol

Zusammenfassung
Die direkte Hydrierung der Kohle zu Methan (SNG) bzw. zu VK, DK und Heizölen war die erste und wichtigste C1-Reaktion. Sie diente in erster Linie zur Erzeugung von VK und DK vor und im zweiten Weltkrieg im Deutschen Reich, und es wurden am Höhepunkt der Produktion etwa 4,5 Mio t Hydrierprodukte in 12 Werken erzeugt.
Friedrich Asinger

9. Die industrielle Herstellung von organischen Chemikalien aus Methanol

Zusammenfassung
Im Hinblick auf kommende Zeiten der Öl- und Gasknappheit, sowie der künftigen Preisentwicklung dieser Chemie-Rohstoffe, wird seit längerer Zeit eine „Chemie weg vom Öl“ versucht. Der Einstieg dazu wird in erster Linie über Synthesegas verlaufen und dessen größtes Produkt ist das Methanol. Im folgenden werden einige Synthesen auf Basis von Methanol oder dessen Derivaten besprochen, die entweder schon heute oder in den kommenden Jahren auf Kohle basierend durchgeführt werden.
Friedrich Asinger

10. Eiweiß durch bakterielle Umsetzung von Methanol (SCP = Single-Cell-Protein) [10.1]

Zusammenfassung
Von den verschiedenen Möglichkeiten der Herstellung von Eiweiß unter Verwendung von n-PKW, Ethanol und schließlich Methanol als organisches Substrat ist letzteres, da es aus Kohle hergestellt werden kann, rohstoffmäßig am interessantesten. SCP wird heute für die Tierernährung verwendet, insbesondere für Federvieh, aber auch als Milchersatz für Kälber usw.
Friedrich Asinger

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