Migration und Covid-19
Analysen zum Verhältnis von Migration, Arbeit, Gesundheit und sozialen Schutz
- 2025
- Buch
- Herausgegeben von
- Uwe Hunger
- Anas Ansar
- Sascha Krannich
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Der Band lädt dazu ein, Entwicklungen rund um die Themen Migration, Arbeit, Gesundheit und sozialer Schutz vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie neu zu überdenken. In den Beiträgen wird deutlich, wie die Pandemie grundsätzliche Probleme der Migration, wie die plötzliche Schließung von Grenzen, schlechte Arbeitsbedingungen und willkürliche Entlassungen von Wanderarbeiter*innen sowie Benachteiligungen bei sozialen Dienstleistungen, wie unter einen Brennglas vergrößert und ihre Dringlichkeit deutlich gemacht hat. Mit dem Abschwächen der Pandemie sind sie damit keineswegs verschwunden, sondern allenfalls wieder aus dem Blickpunkt der öffentlichen Debatten verschwunden. Der Band zeigt auf, wo die Probleme liegen, wo hierfür die Verantwortlichkeiten liegen und wie eine für alle Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit von Staaten und anderen Beteiligten möglich ist, um Missstände zu beheben und eine für alle vorteilhafte Migration zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Jenseits der Pandemie: COVID-19, Migration, Arbeit und die neue Weltordnung
Anas Ansar, Sascha Krannich, Uwe HungerDie COVID-19-Pandemie hat die internationale Migration und die Arbeitsbedingungen weltweit nachhaltig verändert. Der Beitrag untersucht, wie die Pandemie die Prekaritäten von Migrant*innen offengelegt und verstärkt hat. Migrant*innen, die in essenziellen Sektoren wie dem Gesundheitswesen, der Landwirtschaft und dem Transportwesen tätig sind, wurden besonders stark belastet. Die Pandemie hat bestehende soziale Ungleichheiten vertieft und die prekären Arbeitsbedingungen vieler Migrant*innen sichtbar gemacht. Besonders betroffen waren Migrant*innen im informellen Sektor, die oft keinen Zugang zu Schutzausrüstung und Gesundheitsversorgung hatten. Die Schließung der Grenzen und die Einschränkungen der Arbeitsmobilität haben die Lebensbedingungen vieler Migrant*innen weiter verschlechtert. Der Beitrag analysiert auch die Rolle von Migrant*innen bei der Bewältigung der Pandemie und deren Beitrag zur Stabilität der globalen Wirtschaft. Zudem wird die Bedeutung einer verantwortungsvollen internationalen Migrationskoordination hervorgehoben, um die Herausforderungen der Migration in einer globalisierten Welt zu bewältigen. Die Autoren betonen die Notwendigkeit, die Rechte und den sozialen Schutz von Migrant*innen zu stärken, um eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft zu gewährleisten. Der Beitrag bietet eine umfassende Analyse der langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf Migration und Arbeit und zeigt auf, wie die Erfahrungen der Pandemie zur Gestaltung einer gerechteren globalen Arbeitswelt beitragen können.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie COVID-19-Pandemie hat neben ihren zahlreichen Auswirkungen und Enthüllungen die internationale Migration – eine grundlegende Komponente des Globalisierungsprozesses – stark beeinflusst (Chamie 2020). Dieser Sammelband nimmt die COVID-19-Pandemie zum Anlass, die Positionierung von Migration und Migrant*innen neu zu überdenken. Wie unter einem Brennglas hat die Pandemie die Bedeutung von Migration für unser Leben und auch die Prekaritäten für die betroffenen Migrant*innen deutlich gemacht. -
Migration und Mobilität in Zeiten der Pandemie
James F. HollifieldDie internationale Migration hat seit dem Zweiten Weltkrieg stetig zugenommen und war ein zentraler Bestandteil der Globalisierung. Die COVID-19-Pandemie stellte diese Trends infrage, indem sie die Grenzen schloss und die Mobilität einschränkte. Diese Entwicklung stellt die größte Herausforderung für die internationale Ordnung seit den 1930er Jahren dar. Migration und Mobilität sind eng mit Handel und Investitionen verbunden, unterscheiden sich jedoch grundlegend, da Migranten zu politischen Akteuren werden können. Die Pandemie hat gezeigt, dass Migration und Mobilität auch Sicherheitsrisiken bergen, insbesondere für die öffentliche Gesundheit. Dennoch bleibt Migration entscheidend für die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung, da sie globale Ungleichheiten verringert und wichtige Wirtschaftszweige unterstützt. Die Pandemie hat auch die Rolle von Migranten in der Bekämpfung der Krise hervorgehoben, insbesondere im Gesundheitswesen und in der Lebensmittelindustrie. Gleichzeitig hat die Pandemie populistische Politiker gestärkt, die eine Politik der Abschottung verfolgen. Die USA unter Donald Trump sind ein Beispiel für diese Entwicklung, die die internationale Zusammenarbeit und die liberale Ordnung destabilisiert hat. Die Zukunft der Migration und der globalen Ordnung hängt von der Fähigkeit ab, diese Herausforderungen zu meistern und eine nachhaltige, inklusive Politik zu entwickeln.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie internationale Migration hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stetig zugenommen. Im Jahr 2020 lebten etwa 283 Mio. Menschen ein Jahr oder länger außerhalb ihres Herkunftslandes, das entspricht knapp 3,6 % der Weltbevölkerung. Bis zum Ausbruch der COVID-19 Pandemie überquerten täglich Dutzende von Millionen Menschen die Grenzen, was sich auf etwa drei Milliarden Grenzübertritte pro Jahr summierte. Die größte Konzentration internationaler Migrant*innen findet sich in Europa (86,7 Mio.), einschließlich Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, dicht gefolgt von Asien (85,6 Mio.) und Nordamerika (58,7 Mio.). -
Globale Migrationsgovernance von unten in Zeiten von COVID-19 und „Zoomifizierung“: Die Zivilgesellschaft in „eingeladenen“ und „erschaffenen“ Räumen
Stefan RotherDer Fachbeitrag beleuchtet die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die globale Migrationsgovernance und konzentriert sich dabei auf die Rolle der Zivilgesellschaft. Es wird analysiert, wie die Pandemie neue Herausforderungen für einen auf Rechten basierenden Migrationsansatz geschaffen und bestehende Probleme verschärft hat. Besonders interessant ist die Untersuchung der „Zoomifizierung“ von Treffen, die durch die Pandemie notwendig wurde. Diese Verlagerung in virtuelle Räume hat sowohl Hindernisse als auch neue Möglichkeiten für eine sinnvolle Multi-Stakeholder-Beteiligung geschaffen. Der Beitrag vergleicht „eingeladene“ Räume, in denen die Zivilgesellschaft aktiv ist, mit „erfundenen“ Räumen, die von der Zivilgesellschaft selbst geschaffen wurden. Dabei wird untersucht, wie sich die Grenzen zwischen diesen Räumen durch die Pandemie verändert haben und ob Themen zwischen ihnen „reisen“ konnten. Ein zentrales Thema ist die Stärkung der „Input“-Dimension für die Zivilgesellschaft in der Global Governance, sowohl in Bezug auf Struktur als auch auf Inhalt. Die Pandemie hat den Zugang zu „eingeladenen“ Räumen geöffnet und gleichzeitig die Entstehung und den Umfang „erfundener“ Räume vorangetrieben. Zudem hat die Erfahrung der Pandemie den Raum für Diskussionen über Themen wie Legalisierung und Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen unabhängig vom Status eröffnet. Der Beitrag zeigt, wie die Zivilgesellschaft ihre eigenen, unabhängigen Räume nutzt, um ihre Agenda zu konsolidieren und Einfluss auf globale Diskurse und Dokumente zu nehmen. Die Analyse der während der Pandemie diskutierten Kernfragen zeigt, dass diese mit sehr spezifischen politischen Maßnahmen und bewährten Verfahren verbunden waren, die zu einer besseren Politik hätten führen können. Die „Zoomifizierung“ hat die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in die globalen Beratungen gefördert und könnte auch nach der Pandemie eine wichtige Rolle spielen. Der Beitrag schließt mit der Frage, ob die Pandemie einen dauerhaften Einfluss auf die Output-Dimension der globalen Migrationspolitik hatte und welche Rolle die Zivilgesellschaft dabei spielt.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn diesem Beitrag wird die Beteiligung der Zivilgesellschaft an den Beratungen über die globale Governance von Migration analysiert. Ich vertrete die These, dass die Pandemie diese Beratungen in zweierlei Hinsicht beeinflusst hat: Erstens, indem sie neue Herausforderungen für einen auf Rechten basierenden Migrationsansatz geschaffen und bestehende Herausforderungen verschärft hat; und zweitens, indem sie den Zugang zu und die Formen von Beratungen in den Räumen der globalen Migrationsgovernance grundlegend verändert hat. Der Aufsatz vergleicht die politischen Gelegenheitsstrukturen in formalen Räumen, in denen die Zivilgesellschaft „eingeladen“ ist, mit denen, die von der Zivilgesellschaft selbst geschaffen, also „erfunden“,wurden, und erörtert die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf diese Prozesse. -
Die innovative Einwanderungsgesellschaft in der Coronakrise
Dietrich ThränhardtDie Coronakrise hat die Stärken und Innovationskraft der Einwanderungsgesellschaft in Deutschland offengelegt. Der Beitrag zeigt, wie Einwanderer in verschiedenen Bereichen, von der Wissenschaft über das Gesundheitswesen bis hin zur Pflege, entscheidend zur Bewältigung der Krise beigetragen haben. Besonders hervorzuheben ist die Rolle der BioNTech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci, deren türkische Wurzeln oft als Beispiel für gelungene Integration angeführt werden. Der Text untersucht auch die gesellschaftlichen und politischen Reaktionen auf die Krise, einschließlich der Medienberichterstattung und der politischen Diskurse. Dabei wird deutlich, dass der weit verbreitete Integrationspessimismus, der oft durch populistische Thesen wie die von Thilo Sarrazin und Horst Seehofer geschürt wird, nicht der Realität entspricht. Stattdessen zeigt sich, dass Einwanderer in vielen systemrelevanten Berufen eine zentrale Rolle gespielt haben und weiterhin spielen. Der Beitrag analysiert auch die Herausforderungen und Verbesserungen in der Fleischindustrie und der Landwirtschaft, die durch die Krise sichtbar wurden. Zudem wird die Rolle der Integrationsinstitutionen kritisch hinterfragt, die sich in der Krise als wenig effektiv erwiesen haben. Die Analyse der Impfbereitschaft und -quoten bei Migrant*innen zeigt, dass diese oft höher ist als bei Einheimischen, was das Vertrauen in die deutschen Institutionen unterstreicht. Insgesamt bietet der Beitrag eine differenzierte und faktenbasierte Perspektive auf die Rolle der Einwanderungsgesellschaft in der Coronakrise und zeigt, wie diese zur Stabilität und Innovation Deutschlands beigetragen hat.KI-Generiert
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Zusammenfassung„Ein leuchtendes Vorbild für gelungene Integration“, freute sich der Focus, als am 16.10.2020 der von BioNTech entwickelte Corona-Impfstoff zugelassen wurde. Firmengründer Uğur Sahin stammt aus einer türkischen Arbeiterfamilie. Sein Vater arbeitete bei Ford in Köln. -
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Migration und Integration in den USA
Sascha Krannich, Douglas S. MasseyDie COVID-19-Pandemie hat die Migration und Integration in den USA nachhaltig verändert. Die Einwanderungspolitik wurde drastisch verschärft, was zu einem erheblichen Rückgang der Einwanderungszahlen führte. Migranten sahen sich mit erheblichen Einschränkungen im Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Wohnraum konfrontiert. Die Pandemie verstärkte zudem einwanderungsfeindliche Vorurteile und Diskriminierung, insbesondere gegenüber Flüchtlingen, Asylbewerbern und undokumentierten Migranten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen waren besonders schwerwiegend, da Migranten oft in prekären Arbeitsverhältnissen tätig sind und somit ein höheres Risiko für Arbeitsplatzverlust und Einkommensverlust trugen. Die Wohn- und Lebensbedingungen von Migranten verschlechterten sich weiter, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für COVID-19 führte. Die Pandemie hat die bestehenden Ungleichheiten in der Gesellschaft verstärkt und die Integration von Migranten erheblich erschwert. Die politischen Maßnahmen der letzten Jahre, insbesondere unter der Trump-Regierung, haben die Situation weiter verschärft. Die Biden-Regierung hat erste Schritte zur Verbesserung der Einwanderungspolitik unternommen, doch die langfristigen Auswirkungen der Pandemie bleiben ungewiss. Der Beitrag analysiert die komplexen Wechselwirkungen zwischen Pandemie, Politik und gesellschaftlichen Strukturen und zeigt auf, wie diese die Lebensrealitäten von Migranten in den USA prägen.KI-Generiert
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ZusammenfassungMehr als drei Jahre nach Beginn der COVID-19-Pandemie in China (im November 2019) erklärten die Behörden am 11. Mai 2023 das Ende des öffentlichen Gesundheitsnotstands in den Vereinigten Staaten. In den vorangegangenen Jahren hatte die Pandemie die Einwanderung in die Vereinigten Staaten stark verringert und ihren Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildungseinrichtungen und Wohnraum eingeschränkt -
Migration und Coronapandemie im deutschen Gesundheitssektor
Musa DeliDer Beitrag untersucht die Auswirkungen der Coronapandemie auf Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Gesundheitssektor und zeigt auf, dass diese Gruppe häufiger und schwerer an COVID-19 erkrankte. Studien belegen, dass Menschen mit Migrationsgeschichte nicht nur häufiger erkranken, sondern auch einer Impfung gegenüber skeptisch eingestellt sind. Die Ursachen für diese erhöhte Vulnerabilität sind vielfältig und reichen von Migrationsbelastungen über kulturelle Aspekte bis hin zu sozioökonomischen Faktoren. So wurden die ersten türkischen Gastarbeiter*innen in den 1960er Jahren oft unter entwürdigenden Bedingungen untersucht und in beengten Wohnverhältnissen untergebracht, was zu langanhaltenden psychischen und physischen Belastungen führte. Auch die kulturellen Aspekte, wie das Krankheitsverständnis und die Bedeutung der Gemeinschaft, spielen eine Rolle. Menschen mit türkischem Migrationshintergrund neigen dazu, körperliche Symptome zu tabuisieren und Krankheiten als Schicksal zu akzeptieren, was die Bereitschaft zur Prävention und Behandlung mindert. Der sozioökonomische Status ist ebenfalls ein entscheidender Faktor, da Menschen mit niedrigem Einkommen weniger Zugang zu präventiven Gesundheitsleistungen haben und oft in beengten Wohnverhältnissen leben, was das Infektionsrisiko erhöht. Die unzureichende interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens und die mangelnde Berücksichtigung der kulturellen Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund verschärfen diese Probleme. Der Beitrag zeigt, dass eine umfassende und kultursensible Gesundheitsversorgung notwendig ist, um die Vulnerabilität dieser Gruppe zu reduzieren und ihre gesundheitliche Gleichstellung zu fördern.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm Verlauf der Coronapandemie wurde deutlich, dass Menschen mit Migrationshintergrund im Verhältnis zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund häufiger an COVID-19 erkrankten und die Krankheitsverläufe oft schwerere Ausmaße annahmen. Diese zunächst subjektiv wahrgenommenen Unterschiede von Menschen, die im Gesundheitswesen tätig und daher sehr nah am Geschehen waren und sind, wurden inzwischen von unterschiedlichen nationalen und internationalen Studien belegt: Menschen mit Migrationsgeschichte erkranken nicht nur häufiger, sondern oft auch schwerer an einer COVID-19-Infektion (Plümecke et al. 2020). Darüber hinaus sind sie einer Impfung gegenüber laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) besonders skeptisch eingestellt (Hoebel et al. 2022). -
Die Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitsmigrant*innen in der deutschen Fleischindustrie unter dem Brennglas der COVID-19-Pandemie
Eva-Katharina Winkler, Uwe HungerDer Beitrag untersucht die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitsmigrant*innen in der deutschen Fleischindustrie, die durch die COVID-19-Pandemie in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt sind. Die Pandemie hat die bestehenden Missstände in der Branche offengelegt, darunter die Ausbeutung von Werkvertragsarbeitnehmer*innen und die unzureichenden Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Einführung des Arbeitsschutzkontrollgesetzes im Jahr 2020 markiert einen bedeutenden Wendepunkt, der den Einsatz von Fremdpersonal verbietet und strengere Kontrollen sowie bessere Arbeitsbedingungen vorschreibt. Der Text analysiert die historischen Entwicklungen der Arbeitsmigration in der Fleischindustrie, die Rolle des Werkvertragssystems und die Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. Zudem werden die gesetzlichen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Branche detailliert beschrieben, einschließlich der Einführung von Mindestlöhnen und verbesserten Arbeitszeiterfassungen. Der Beitrag zeigt auf, wie die COVID-19-Pandemie als Katalysator für notwendige Veränderungen in der Fleischindustrie fungierte und welche Parallelen zu anderen Branchen wie der Bauwirtschaft und der Logistik gezogen werden können. Die detaillierte Darstellung der rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und möglichen Lösungsansätze für eine gerechtere und sicherere Arbeitswelt in der Fleischindustrie.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm Frühsommer des Jahres 2020 wurden zahlreiche COVID-19-Ausbrüche in der Fleischindustrie bekannt. Allein beim Schlachthofkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück waren in der Produktion mehr als 1400 Arbeiter*innen positiv auf das COVID-19-Virus getestet worden (Hans-Böckler-Stiftung, 2020). Dieser und andere Vorfälle regten die öffentliche Diskussion über die Arbeits- und Lebensbedingungen der ausländischen Beschäftigten in der deutschen Fleischindustrie erneut an. -
Die Textilindustrie in Bangladesch am Scheideweg: Migration, Globalisierung und geschlechtsspezifischer Arbeitskräftemangel in Zeiten von COVID-19
Abu Faisal Md. Khaled, Anas AnsarDer Beitrag untersucht die tiefgreifenden Veränderungen in der bangladeschischen Textilindustrie, die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöst wurden. Es wird die zentrale Rolle der Migration und Globalisierung beleuchtet, die die Branche seit Jahrzehnten prägen. Die Textilindustrie, die einen erheblichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt des Landes ausmacht, steht vor erheblichen Herausforderungen durch die Pandemie. Die Entlassungen und die Schließung von Fabriken führten zu einer massiven Rückwanderung von Arbeitnehmern in ländliche Gebiete, was die soziale und wirtschaftliche Situation vieler Frauen verschärfte. Die Analyse zeigt, wie die Pandemie bestehende Ungleichheiten und Ausbeutungsstrukturen innerhalb der Branche offengelegt hat. Besonders betroffen sind Frauen, die durch die Pandemie ihre finanzielle Unabhängigkeit und soziale Netzwerke verloren haben. Der Text beleuchtet auch die Dynamiken der Prekarität und die intersektionellen Anfälligkeiten von Arbeiterinnen, die durch die Pandemie verstärkt wurden. Die Untersuchung der globalen Lieferketten und die Machtasymmetrien zwischen den Akteuren im Globalen Norden und Süden werden ebenfalls thematisiert. Der Beitrag schließt mit der Forderung nach einer Neuausrichtung der globalen Bekleidungsindustrie und der Förderung von Transparenz und Good Governance in der Branche.KI-Generiert
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ZusammenfassungDieser Artikel untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Textilindustrie in Bangladesch (RMG), wobei der Schwerpunkt auf den Erfahrungen von Arbeiterinnen im Kontext von Globalisierung und Feminisierung der Arbeit liegt. Wir analysieren, wie durch die Pandemie verursachte Krise zu weit verbreiteten Arbeitsplatzverlusten und einer erheblichen Stadt-Land-Migration geführt hat, wodurch typische Arbeitsflussmuster umgekehrt wurden. Durch die Analyse der Reaktion der Industrie vier Jahre nach Ausbruch der Pandemie zeigt die Studie die erhöhte Verwundbarkeit von Arbeiterinnen in der RMG-Branche, die den Großteil der Belegschaft ausmachen. Darüber hinaus wird beleuchtet, wie die Globalisierung der Bekleidungsindustrie und die Feminisierung der Arbeit eine geschlechtsspezifische Arbeitsdynamik geschaffen haben, die Frauen größeren wirtschaftlichen Risiken aussetzt. Die Pandemie hat bestehende Herausforderungen, einschließlich Arbeitsplatzunsicherheit, Gesundheitsrisiken und sinkender Sicherheitsstandards, verschärft und gleichzeitig die Prekarität der Beschäftigung von Frauen in globalen Lieferketten intensiviert. Der Artikel unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen Arbeitsbedingungen, Druck in der Lieferkette und Geschlechterdynamik im RMG-Sektor und betont die dringende Notwendigkeit einer widerstandsfähigeren und gerechteren Industrie, die die Rechte und das Wohlbefinden der Arbeiter in den Vordergrund stellt. -
Die Rolle der tamilischen Diaspora für die Gesundheitsversorgung in Sri Lanka in Zeiten von Krieg, COVID-19 und wirtschaftlicher Depression
Sascha Krannich, Laura-Alina FabichDer Beitrag untersucht die bedeutende Rolle der tamilischen Diaspora bei der Gesundheitsversorgung in Sri Lanka, insbesondere in Zeiten von Krieg, COVID-19 und wirtschaftlicher Depression. Die tamilische Diaspora, die weltweit auf über eine Million Menschen geschätzt wird, hat sich in verschiedenen Phasen des Konflikts in Sri Lanka aktiv für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den tamilischen Regionen eingesetzt. Während des Bürgerkriegs (1983–2009) konzentrierten sich die tamilischen Gesundheitsorganisationen auf die medizinische Grundversorgung, die Einrichtung mobiler Kliniken und die Unterstützung der Gesundheitsversorgung von Müttern und älteren Menschen. Nach dem Krieg (2009–2020) verschob sich der Fokus auf die Bildung und die Aufklärung über Kriegsverbrechen, um die psychische Gesundheit der betroffenen Gemeinschaften zu fördern. Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und der anschließenden Wirtschaftskrise (seit 2020) richteten die tamilischen Diaspora-Organisationen ihre Aktivitäten auf die Unterstützung der lokalen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion aus, um die Ernährungssicherheit in den tamilischen Gemeinschaften zu gewährleisten. Der Beitrag analysiert diese Entwicklungen anhand theoretischer Ansätze zu Global Health und Transnationalismus und zeigt auf, wie die tamilische Diaspora durch ihre transnationalen Netzwerke und Projekte einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Sri Lanka leistet. Dabei wird deutlich, dass die tamilische Diaspora nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch in der Nachkriegszeit und während der Pandemie eine entscheidende Rolle spielt, um gesundheitliche Ungleichheiten zu mindern und die Lebensbedingungen in den tamilischen Regionen zu verbessern.KI-Generiert
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ZusammenfassungViele Tamilen sahen in der Auswanderung die einzige Möglichkeit, dem Bürgerkrieg in Sri Lanka (1983–2009) zu entkommen, der mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete und mehr als 400.000 Binnenflüchtlinge in Sri Lanka zur Folge hatte. -
Kulturelle Diversität und Sprachbarrieren während der COVID-19-Pandemie. Eine Untersuchung der Kommunikationsangebote in zehn Gesundheitsämtern in NRW
Johanna Regis SchlegelmilchDie vorliegende Untersuchung analysiert die Kommunikationsangebote von zehn Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen während der COVID-19-Pandemie. Der Fokus liegt dabei auf der interkulturellen Öffnung und der Überwindung sprachlicher und kultureller Barrieren. Die Analyse zeigt, dass die Kommunen unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der Gesundheitskommunikation für Menschen mit Migrationshintergrund verfolgen. Dabei werden drei zentrale Kriterien untersucht: die sprachliche Vielfalt, der Einsatz multimedialer Formate und die allgemeine Nutzerfreundlichkeit der Webseiten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die meisten Kommunen ein Bewusstsein für kulturelle Diversität besitzen, jedoch in der Umsetzung qualitative und quantitative Unterschiede bestehen. Besonders hervorzuheben sind kreative Ansätze wie die Nutzung von Sprichwörtern in verschiedenen Sprachen und die Zusammenarbeit mit lokalen Integrationsräten. Die Studie bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Lösungsansätze der interkulturellen Gesundheitskommunikation und zeigt auf, wie eine inklusive Gesundheitsversorgung in Zeiten der Pandemie gestaltet werden kann.KI-Generiert
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ZusammenfassungThis study examines the barriers faced by individuals with a migration background in accessing healthcare information in Germany, focusing on the communication strategies of municipal health authorities during the COVID-19 pandemic. Analysing ten municipalities in North Rhine-Westphalia with a significant proportion of residents from migrant backgrounds, the study mainly evaluates digital health communication based on language use, multimedia formats, and user-friendliness. While there is general awareness of cultural diversity, significant differences exist in how municipalities implement national health literacy strategies, with larger, more diverse municipalities displaying greater sensitivity. The findings furthermore highlight that intercultural healthcare communication largely depends on the engagement of each municipality, with some demonstrating stronger efforts through local collaboration. The study emphasizes the need for more accessible and culturally inclusive digital platforms and calls for further investigation into factors such as translation quality and the role of community influencers. Generally, this research advocates for a deeper exploration of how to overcome communication barriers and foster a more interculturally open healthcare system in Germany. -
Studieren in Zeiten von COVID-19. Zum Zusammenhang zwischen wahrgenommener sozialer Unterstützung und Einsamkeit, der Präferenz zum Alleinsein und dem psychischen Wohlbefinden
Jacqueline Marie DudaDer Beitrag beleuchtet die psychischen Belastungen von Studierenden während der COVID-19-Pandemie und untersucht die Zusammenhänge zwischen wahrgenommener sozialer Unterstützung, Einsamkeit und psychischem Wohlbefinden. Die Studie zeigt, dass die Pandemie das Wohlbefinden der Studierenden erheblich beeinträchtigt hat, wobei Einsamkeit als zentrale Mediatorvariable identifiziert wurde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine höhere wahrgenommene soziale Unterstützung zu einem geringeren Gefühl der Einsamkeit und einem höheren psychischen Wohlbefinden führt. Zudem wird die Präferenz zum Alleinsein als weiterer wichtiger Faktor untersucht, der das Wohlbefinden der Studierenden beeinflusst. Die empirischen Daten, die während des zweiten Lockdowns erhoben wurden, bieten wertvolle Einblicke in die psychischen Herausforderungen, denen Studierende in Krisenzeiten gegenüberstehen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Unterstützungsmaßnahmen an Hochschulen, um das Wohlbefinden der Studierenden zu fördern und die negativen Auswirkungen von Einsamkeit zu mindern. Die detaillierte Analyse der Daten und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen machen den Beitrag zu einer wertvollen Ressource für Fachleute im Bereich der psychischen Gesundheit und des Bildungswesens.KI-Generiert
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ZusammenfassungFür die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spielt bei der Definition des Begriffs Gesundheit das Wohlbefinden eine zentrale Rolle. Sie versteht die psychische Gesundheit als „ein[en] Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zur Gemeinschaft beizutragen“. Demnach sei das Wohlbefinden als Ressource einer gelingenden Lebensführung und als ein Konzept der subjektiven Gesundheit zu verstehen. -
Bildung und Gesundheit während der COVID-19-Pandemie bei benachteiligten Gruppen. Drei Fallstudien
Almut Slezak, Julian Pritzer, Kevin Timo Schweinsberg, Laura Elisa Ettinger-Reimann, Luzie Florschütz, Mohamad Ashraf Alrahal, Simon Bach, Aisha Cheema, Sonnhild Ebermann, Rebecca Panameño Pineda, Anna Hartig, Francesca Sangiovanni, Lisa von Glischinski, Silas Meyer, David Johannes Szilágyi, Isabel SchönfelderDer Fachbeitrag untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf benachteiligte Gruppen, insbesondere Geflüchtete in Erstaufnahmeeinrichtungen und Studierende mit Kindern. Drei Fallstudien bieten einen detaillierten Einblick in die spezifischen Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten, die während der Pandemie entstanden sind. Die erste Fallstudie konzentriert sich auf die Situation von Geflüchteten in Hessen und Bayern, wobei die Auswirkungen der Pandemie auf ihre Gesundheit und Bildung analysiert werden. Eine quantitative Befragung in Erstaufnahmeeinrichtungen zeigt, dass die Bewohner*innen besonders unter den beengten Wohnverhältnissen und den Quarantänemaßnahmen litten. Die zweite Fallstudie untersucht die Herausforderungen von Studierenden mit Kindern während der Pandemie. Durch qualitative Leitfadeninterviews werden die individuellen Schwierigkeiten und die wahrgenommenen Unterstützungsangebote beleuchtet. Die dritte Fallstudie analysiert die Auswirkungen der Pandemie auf die Hausaufgabenbetreuung von Schüler*innen und Betreuenden. Qualitative Interviews mit Schüler*innen und Betreuenden zeigen, wie die Pandemie die schulische Leistung und das Wohlbefinden der Kinder beeinflusst hat. Der Beitrag hebt die Bedeutung von Unterstützungsangeboten und die Notwendigkeit, bestehende Ungleichheiten zu adressieren, hervor. Die detaillierte Analyse der Fallstudien bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Lösungsansätze für die Unterstützung benachteiligter Gruppen während und nach der Pandemie.KI-Generiert
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ZusammenfassungDas Coronavirus stellte Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von Erstaufnahmeeinrichtungen für geflüchtete Menschen vor besonders große Herausforderungen. In Deutschland lebten zur Pandemiezeit mehr als 40.000 Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen und weitaus mehr Geflüchtete leben in Gemeinschaftsunterkünften. Die Gefahr sich in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften mit dem Virus zu infizieren war verhältnismäßig hoch (Ghelli, 2020).
- Titel
- Migration und Covid-19
- Herausgegeben von
-
Uwe Hunger
Anas Ansar
Sascha Krannich
- Copyright-Jahr
- 2025
- Electronic ISBN
- 978-3-658-46346-5
- Print ISBN
- 978-3-658-46345-8
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-46346-5
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