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Über dieses Buch

Dieses Buch liefert einen Überblick über Erfolge und Misserfolge der Migrationspolitik, insbesondere in Deutschland. Dabei führt der Autor zu Beginn in die bestehende Theoriebildung der Migrationsforschung ein und bilanziert am Ende der Darstellung Erfolge und Misserfolge der Migrationspolitik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Migrationsforschung und Theoriebildung

Zusammenfassung
In den meisten Diskussionen über Migration wird in der Regel mit Zahlen begonnen. Der „World Migration Report 2018“ (IOM 2017, pp. 2, 15, 21, 71) begann damit, dass die letzten Zahlen für 2015 in der ganzen Welt 244 Millionen Migranten feststellte, was 3,3 % der Weltbevölkerung ausmacht. 1970 waren es nur 2,3 % gewesen. Bei der Zahl der irregulären Migranten wurden in Europa bis zu 3,8 Millionen festgestellt, davon in den USA 11,3 Millionen und in Russland 5 bis 6 Millionen.
Klaus von Beyme

Kapitel 2. Frühgeschichte der Migrationspolitik

Zusammenfassung
Der bekannte Islamkritiker Abdel-Samad (2018, S. 60ff.) fixierte den Beginn der ersten Migrationswelle vom Nahen Osten über Südeuropa bis zu den Britischen Inseln auf die Zeit vor 9000 Jahren. Immer neue Migrationswellen ereigneten sich. Die Historiker Krause und Trappe wiesen in Die Reise unserer Gene (2019, S. 96ff.) nach, dass es seit Jahrtausenden keine genetisch reinen Gruppen in Europa mehr gab, sondern nur Mischungen.
Klaus von Beyme

Kapitel 3. Soziale Grundlagen von Migration

Zusammenfassung
Die alten Agrargesellschaften waren bis zum 18. Jahrhundert relativ immobil. Im 19. Jahrhundert nahm die Arbeitsmigration durch Industrialisierung und Urbanisierung zu und im 20. Jahrhundert mussten mehr Menschen wegen Krieg und Verfolgung als aus wirtschaftlichen Gründen emigrieren. Das 20. Jahrhundert wurde daher als „Jahrhundert der Flüchtlinge“ bezeichnet (Oswald 2007, S. 64).
Klaus von Beyme

Kapitel 4. Internationale Organisationen der Migrationspolitik

Zusammenfassung
Nach dem ersten Weltkrieg gründete Polarforscher Fridtjof Nansen ein Flüchtlingskommissariat des Völkerbundes, das er bis 1927 leitete. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde am 14. Dezember 1951 als Nachfolgeorganisation von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ein „Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen“ (engl. United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) mit Sitz in Genf gegründet. Der Hohe Flüchtlingskommissar sollte Verschleppte und Vertriebene als Folge des Zweiten Weltkriegs unterstützen.
Klaus von Beyme

Kapitel 5. DDR-Migrationspolitik

Zusammenfassung
Eine empirische Studie über die DDR-Elite (Welzel 1997, S. 181ff.) kam zu dem Schluss, dass sich die ostdeutsche Elite weitestgehend aus dem demokratischen Gegeneliten-Reservoir der DDR-Gesellschaft rekrutierte. Dies hat sich jedoch kaum in eine „liberale“ Migrationspolitik niedergeschlagen. In der DDR hatte es Asylrecht nicht als subjektives Recht des Antragstellers, sondern nur als Recht des Staats, Asyl zu gewähren, gegeben (Bade & Oltmer 2007, S. 163).
Klaus von Beyme

Kapitel 6. Migrationspolitik der Bundesrepublik

Zusammenfassung
Deutschland nahm sich meist als Einwanderungsland wahr, obwohl im 19. Jahrhundert Millionen Deutsche vor allem in die USA gingen. Wenig beachtet wurde die intellektuelle Migration von Künstlern nach Italien, die überwiegend kein Erfolg war und nicht selten im biografischen Desaster endete.
Klaus von Beyme

Kapitel 7. Neuere Entwicklungen der Asylpolitik

Zusammenfassung
Das Asylverfahren beginnt mit einem Asylantrag, der in einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt wurde. Werden Asylberechtigung, Eigenschaft eines Flüchtlings und subsidiärer Schutz verneint, so prüft das Bundesamt, ob Abschiebungsverbote vorliegen (AsylG., § 24, Abs. 2). Wenn das nicht der Fall ist, wird ein Ablehnungsbescheid und eine Abschiebungsandrohung erlassen.
Klaus von Beyme

Kapitel 8. Konklusion: Integration von Migranten

Zusammenfassung
Die klassischen Arbeiten der Chicago-Schule von Robert Park (1950) und anderen haben noch Zyklenmodelle über Generationen entwickelt. Sie erwiesen sich jedoch stark auf ein Land und eine Zeit beschränkt. Inzwischen werden die Tendenzen der Assimilation oder Segmentation nicht mehr generalisiert, sondern nach den Einflüssen spezieller Faktoren untersucht.
Klaus von Beyme

Backmatter

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