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02.10.2019 | Originalarbeit | Ausgabe 11-12/2019 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 11-12/2019

Mikrobiologisch-hygienische Untersuchungen am Neusiedler See – von der Einzeluntersuchung zum Gesamtkonzept

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 11-12/2019
Autoren:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Alois Herzig, PhD István G. Hatvani, PhD Péter Tanos, ao. Univ.-Prof. DI Dr. A. Paul Blaschke, ao. Univ.-Prof. DI Dr. Regina Sommer, MSc.Tox. Univ. Prof. Mag. Dr. Andreas H. Farnleitner, Assoc. Prof. Mag. Dr. Alexander K. T. Kirschner
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Untersuchungen zur mikrobiologisch-hygienischen Wasserqualität des Neusiedler Sees. Am Beginn steht ein historischer Abriss über die Entwicklung eines entsprechenden Monitorings. Es folgt eine statistische Analyse mikrobiologischer Langzeitdaten (1992 bis 2013) und deren Verknüpfung mit Wasserqualitätsparametern und Wetterdaten. Die Ergebnisse wiesen die Punkte des offenen Sees und die EU-Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität aus, nur 3 Perioden waren an der EU-Badestelle Rust mit „gut“ klassifiziert. Es ließen sich aber auch Hotspots der fäkalen Belastung im Neusiedler See identifizieren. Es zeigte sich, dass diese Hotspots der fäkalen Verschmutzung mit menschlichen Aktivitäten in Verbindung standen, diffuser Eintrag aus der Landwirtschaft oder Eintrag durch Wildtiere eher lokal eine Rolle spielten. Bei den Hotspots standen mehr als die Hälfte aller Verschmutzungsereignisse in zeitlichem Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen. Neben heftigen Regenfällen waren auch Starkwindereignisse mit den Verschmutzungsereignissen korreliert. Einschwemmung von tierischem Fäzes über Kanäle oder diffus und das Überlaufen von Kläranlagen bei Starkregenereignissen sowie windbedingtem Aufwirbeln von Sedimenten und Einblasen kontaminierter Wässer aus dem Schilfgürtel durch Starkwinde stehen höchstwahrscheinlich in kausalem Zusammenhang mit diesen Beobachtungen. Abschließend werden die Erkenntnisse aus der Pilotstudie für ein nachhaltiges Gesamtkonzept zum Management des mikrobiologisch-hygienischen Zustandes des Neusiedler Sees in Vorschläge für ein zukünftiges Monitoring fäkaler Verschmutzung eingebracht.
Literatur
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