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Über dieses Buch

Dieser Band enthält die überarbeiteten Beiträge zum 2. CIP-Status-Seminar, das vom 13. bis 14. Oktober 1988 von der Gesellschaft für Technologiefolgenforschung e.V. (GTF) an der Freien Universität Berlin veranstaltet wurde. Das Computer-Investitions-Programm (CIP) des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft hat den Ausbau der Rechner-Infrastruktur an den Hochschulen entscheidend gefördert. Jährlich werden im Rahmen dieses Programms ca. 500 neue CIP-PC-Pools in allen Fachdisziplinen eingerichtet. Seit 1987 finden im Jahresturnus CIP-Status-Seminare statt, die dem Erfahrungsaustausch zwischen Betreibern, Benutzern und Entwicklern und der Diskussion von Stand und Weiterentwicklung des Programms dienen. Die von Jahr zu Jahr stetig steigende Teilnehmerzahl dokumentiert das wachsende Interesse an dieser Veranstaltung. Die vorliegenden Beiträge geben einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der CIP-PC-Pools an den Hochschulen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Eröffnungsveranstaltung

Frontmatter

Eröffnung des 2. CIP-Status-Seminars

Herzlichen Dank für Ihre Einladung. Sie nehmen hier in Berlin bei diesem Status-Seminar die Chance wahr, Ihre bisherigen Erfahrungen mit denen anderer CIP-Pool-Betreiber auszutauschen und zugleich neue Erkenntnisse für die eigene Arbeit zu gewinnen.

Fritz Schaumann

Grußwort zur Eröffnung des 2. CIP-Status-Seminars

Wolfgang Beitz

Struktur der Versorgung der Hochschulen mit Rechenkapazität

Meine Damen und Herre, wir sind hier in Berlin zusammengekommen, um Erfahrungen auszutauschen die wir aus einem großen Investitionsprogramms des Bundes und der Länder für die Computerisierung der Hochschulen in der Bundesrepublik sammeln kon ten. Darauf aufbauend wollen wir für uns selbst und die Entscheidungsträger in unserem Lande Anregungen für das künftige Tun erarbeiten.

Adolf Schreiner

Betrieb und Nutzung von CIP-Mikrorechner-Pools — Ergebnisse einer fachübergreifenden Untersuchung

Anfang 1987 beauftragte der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft die Gesellschaft für Technologiefolgenforschung mit der Durchführung einer Begleituntersuchung zum Computer-Investitions-Programm (CIP) am Beispiel der Berliner Hochschuleinrichtungen. Nach Auswertung der mündlichen Vorbefragung ausgewählter Berliner CIP-PC-Pool-Betreiber und -Anwender (Dozenten) und unter Berücksichtigung der Ergebnisse des CIP-Status-Seminars in der Technischen Universität Berlin im Oktober 1987, wurden Anfang 1988 zwei Fragebögen (“B”-Fragebogen für Betreiber und “A”-Fragebogen für Anwender) entwickelt und an alle Berliner CIP-PC-Pool-Betreiber und etwa 100 Poolbetreiber im Bundesgebiet versandt.

Klaus Dette

CIP-PC-Pools in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Frontmatter

Nachrichten aus einem Zwischenreich — Nutzung von CIP-Rechnern in der Literaturwissenschaft

Nachdem wir Germanisten der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster seit geraumer Zeit an einem CIP-Pool partizipieren, entsprechen die Arbeitsbedingungen vielleicht nicht ganz dem letzten Stand eines kommerziell-professionellen Computereinsatzes, insgesamt aber dem durch CIP gesetzten Standard. Für die Textherstellung stehen ein Textverarbeitungsprogramm (WordPerfect) und ein Satzprogramm (TeX samt LaTeX und Metafont) zur Verfügung. Da schon seit geraumer Zeit bei Verlagen keine Manuskripte mehr, sondern Textvorlagen entweder auf Disketten oder als verfilmbare Laserausdrucke eingereicht werden, können über den CIP-Pool die Studierenden von solchen Erfahrungen der Lehrenden direkt profitieren, sofern die Jüngeren nicht überhaupt schon selbstverständlicher als die Lehrer mit Geräten und Programmen umgehen. Aktenordner und Hängeregister, mit denen sonst Textmengen gebändigt werden sollten, werden zunehmend ersetzt durch Dateien in DOS-Unterverzeichnissen; Karteikarten sind auf dem besten Wege, obsolet zu werden, seit mit dBase und LIDOS Datenbanksysteme Literatur verwalten und Stichwörter sammeln können. Denkbare Ausweitungen eines Rechnereinsatzes könnten sein: die Digitalisierung der deutschen (und übrigen) Nationalliteraturen auf einem geeigneten elektronischen Massenspeicher;die Bereitstellung eines Scanners oder einer Reading Machine, die den letzten Schritt zu einer ‘papierlosen’ Literaturwissenschaft einleiten könnten;und der Anschluß der CIP-Rechner an die örtlichen Computer, etwa den der Universitätsbibliothek, wie an größere Netze (etwa Datex-P oder EARN), damit nicht, wie bisher, Datenbankrecherchen über den einzigen, in der UB vorgehaltenen Rechner abgewickelt werden müssen.

Eckehard Czucka, Burkhard Spinnen

INTELTEXT1 — CALL-Software mit natürlichsprachlichem Wissen

Die vorliegende Arbeit erläutert eine CALL-Anwendung, die sich im Gegensatz zu handelsüblicher CALL-Software einer Reihe natürlichsprachlicher Verarbeitungsstrategien bedient. Das Programm besteht wie üblich aus einer Reihe von Modulen, die über das Programm informieren und das bekannte Maß an Bedienerfreundlichkeit an den Tag legen. Darüber hinaus allerdings besitzt es in seinem Kern eine Reihe von natürlichsprachlichen Prinzipien, die aus den Erkenntnissen der Computerlinguistik gewonnen wurden. Das Resultat ist ein hochflexibles lernfähiges System, das dem Lehrenden ein Höchstmaß an Kreativität und dem Lernenden eine wesentlich größere Flexibilität bei der Antwortgestaltung erlaubt. Die Programmierumgebung für INTELTEXT ist LISP.

Jürgen Handke

Erfahrungen mit Autorensprachen — Chancen für CIP-Pools an geisteswissenschaftlichen Fakultäten

Anläßlich des CIP-Status-Seminars 1987 haben wir unter der Themenstellung “CIP-Pools als Lehrsysteme” berichtet1, daß wir an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg seit 1986 eine Autorensprache als Werkzeug für die Entwicklung von Lehr- bzw. Lernsoftware einsetzen. Wir möchten in diesem Jahr unsere Erfahrungen zusammenfassend skizzieren und insbesondere an Beispielen aufzeigen, daß der Einsatz solcher Werkzeuge das Anpacken neuer Aufgaben im Bereich von Lehre und auch Forschung ermöglicht.

Viktor Vogt, Rainer Loska

Von der Programmbörse zum Wissenschaftsforum — Plädoyer für eine Wissenschaftsmailbox

Mit der Einrichtung von Computerpools an Fakultäten, Fachbereichen und Universitätsinstituten, die bislang keine oder nur geringe Berührung mit der Datenverarbeitung hatten, ist der Information- und Kommunikationsbedarf in diesen Einrichtungen außerordentlich gewachsen. Deshalb ist zu überlegen, ob dieser Bedarf nicht dadurch gedeckt werden kann, daß die in den Pools installierten Personal Computer zusammen mit den sonst in diesen Einrichtungen eingesetzten Datenverarbeitungsgeräten für Kommunikationszwecke genutzt werden. Das Konzept einer Wissenschaftsmailbox enthält Vorschläge dafür, wie universitäre Kommunikation mit informationstechnischer Unterstützung organisiert werden könnte, um elementaren Kommunikationsanforderungen gerecht zu werden.

Carl-Eugen Eberle

Computer-Anwendungen in Ausbildung und Praxis der sozialen Arbeit

In den Beiträgen der Jahre 1986 und 1987 der Vertreter meines Faches zu den CIP-Seminaren (Koch und Gründger) überwog eher die Sperrigkeit der sozialen Arbeit und der in ihnen Beschäftigten gegenüber den neuen Technologien und dem Computereinsatz in Ausbildung und Praxis der sozialen Arbeit. In meinem heutigen Beitrag möchte ich auf das eingehen, was sich dennoch an Fachhochschulen und in der Praxis der sozialen Arbeit entwickelt hat, für die wir ja unsere Studentinnen und Studenten ausbilden. Beispielhaft will ich das an dem tun, womit wir uns an der Fachhochschule Frankfurt beschäftigen.

Berndt Kirchlechner

Konsequenzen der Verbreitung von Mikrorechnern auf methodologische Standards in den Sozialwissenschaften

Die Sozialwissenschaften verstehen sich ganz überwiegend als empirische Disziplin, d.h. Theorien werden nicht allein durch Kontemplation oder durch logische Schlußfolgerungen begründet, sondern durch Konfrontation mit wiederholbaren Beobachtungsdaten geprüft. Im Vollzug solcher Forschungen sind Computer seit Jahren unverzichtbares Arbeitsinstrument. Dennoch ist die Beschäftigung mit ihnen in der Profession ein Thema geringer Dignität. Es gehört in jenen Bereich empirischer Forschungsinstrumente, die als atheoretisches “Handwerkszeug” gelten, mit dem man sich nicht zu befassen braucht und deren Handhabung man möglichst gänzlich und vorgeblich konsequenzenlos an fachfremde “Experten” delegiert, um sich alsbald den theoretischen Abstraktionen zuzuwenden.

Peter Boy

Systemanforderungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften

In den Geistes- und Sozialwissenschaften liegt der Schwerpunkt auf der Lehre mit dem Computer und weniger auf der Lehre über den Computer. Die Lehre mit dem Computer beschränkt sich nicht nur auf den programmierten Unterricht, sondern nutzt den Computer zunehmend auch als Simulator natürlicher, sozialer oder geistiger Prozesse, als Informationsquelle und -vermittler, als Werkzeug zur Textbearbeitung, Berechnung und graphischen Gestaltung und als “Rohstoff des Denkens”. Die sozialen und moralischen Dimensionen des Computers spielen eine immer wichtiger werdende Rolle. Ihre breite Akzeptanz beruht nicht zuletzt auf der sozio-moralischen Qualität der persönlichen Verfügbarkeit des Personalcomputer. Das CI-Programm muß dem Rechnung tragen und sich auch den didaktischen und sozio-moralischen Problemen des Computereinsatzes annehmen. Die Universitäten müssen ihre Bemühungen verstärken, den Einsatz der Computer in die Lehre einzubinden. Vorgeschlagen wird, durch Zusammenfassung und Ausbau bestehender Institutionen sogenannte Akademische Computer-Zentren nach dem Vorbild amerikanischer Universitäten.

Georg Lind

Berichterstattung über CIP-Forum 1 “CIP-PC-Pools in den Geistes- und Sozialwissenschaften”

Im CIP-Forum 1 haben wir in 210 Minuten 9 Referate zu folgenden Themen gehört: zwei aus dem Bereich der Literaturwissenschaft (Czucka, Spinnen), drei über Autorenprogramme und Alternativen (Handke, Loska, Schulmeister), eines über eine wissenschaftliche Mailbox (Eberle), eines über Konsequenzen des PC-Einsatzes auf die methodologischen Standards der Sozialwissenschaften (Boy), eines über Systemanforderungen für PC-Pools in den Geistes-und Sozialwissenschaften (Lind) und eines über Computeranwendungen in Ausbildung und Praxis der sozialen Arbeit (Kirchlechner). Ein breites Spektrum in viel zu kurzer Zeit.

Berndt Kirchlechner

CIP-PC-Pools in den Naturwissenschaften

Frontmatter

Der Einsatz von vernetzten UNIX-Rechnern bei der Ausbildung von Medizinstudenten in Biostatistik

Bis zum Jahr 1990 erwartet man, daß etwa 70 Prozent aller Beschäftigten und jeder achte Ausbildungsplatz unmittelbar von Auswirkungen der Informationstechnologie betroffen sein werden. Somit ist auch den Hochschulen nahegelegt, neben den traditionellen technischen Fertigkeiten zur Ausübung des fachspezifisch Lehrbaren auch den Umgang mit Computern zu vermitteln. Dieser Forderung trägt das vom Bundesbildungsminister geförderte Computer-Investitionsprogramm (CIP) Rechnung, mit dem seit vier Jahren Mittel zur Installation vernetzter Schulungsrechner an den Hochschulen über die DFG abgewickelt werden.

Wolfgang Köpcke, Peter Dirschedl

Das Erlanger Expertensystem

Am CIP-Pool des Kopfklinikums Erlangen bestand die Gefahr, daß die reine Textverarbeitung im Zusammenhang mit der Benutzung des Laserdruckers überhand nimmt.

Roland Kalb

Computer im Chemie-Studium

Durch die schnelle Entwicklung der Technologie hat sich in letzter Zeit eine gewaltige Verbesserung des Preis/Leistungs-Verhältnisses für Rechner, Halbleiter- und Magnetspeicher ergeben. Dazu kommt das wachsende Angebot preisgünstiger Möglichkeiten zur Vernetzung von Rechnern. — Für die Chemie entstand dadurch eine völlig neue Situation: A)Großprogramme für numerische Anwendungen werden nicht mehr nur vom Spezialisten, sondern auch vom Praktiker im Labor eingesetzt. Dies trifft besonders für Rechnungen zur Struktur und Dynamik von Molekülen und deren Wechselwirkungen zu (Molekülmodellierung, Quantenchemie).B)Nichtnumerische Anwendungen gestatten die Handhabung der gewaltigen Datensammlungen für chemische Information.C)Kombinierte Anwendungen (A,B) erschließen bessere Wege zur Analyse unbekannter Stoffe und Synthese von Substanzen mit gewünschten Eigenschaften.D)Die Datenkommunikation ermöglicht eine bessere Nutzung verteilter Ressourcen (Datenbanken, Superrechner, Meßzentren und physikalische Großmeßgeräte) und den schnellen Informationsaustausch (Mitteilungen, Texte, Spektren, Grafik).

Dieter Ziessow

Visualisierung in der numerischen Mathematik — Erfahrungen mit dem Einsatz von Computer-Grafik-Programmen

In den Jahren 1986–1988 wurden am Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Berlin Grafikprogramme entwickelt, mit denen sich Verfahren, Strategien und interessante Einzelphänomene aus der Numerischen Mathematik visualisieren lassen. Diese Programme sind auf dem im Dezember 1985 installierten CIP-Pool des Fachbereiches (IBM-PCs mit EGA-Grafikkarte) implementiert worden; sie werden im Rahmen der jeweils im Sommersemester stattfindenden Lehrveranstaltung “Numerische Mathematik für Ingenieure I” eingesetzt. Die Studenten können mit dem Programmpaket, das den Namen VISU trägt, interaktiv arbeiten.

Rolf Schröder

Der Einsatz des Personal-Computers bei Geländeveranstaltungen in der Geographie

Im Rahmen des Computer-Investitions-Programms (CIP) wurden im Mai 1986 von der Fakultät für Geowissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität in München die Beschaffung von Mikrocomputern beantragt. Für dieses Projekt wurden 270.000 DM zur Beschaffung der Hard-und Software bewilligt. An dem CIP-Netz sind die folgenden Institute beteiligt: Institut für GeographieInstitut für Allgemeine und Angewandte GeologieInstitut für Paläontologie und historische Geologie

Peter Kammerer

Bilddatenverarbeitung am PC (Satellitenbilder)

Die Vorgaben und die daraus resultierenden Möglichkeiten der Nutzung eines PCs zur geowissenschaftlichen Bilddatenverarbeitung wurden an einem ERDAS-System, das in einem CIP-Pool installiert ist, getestet. Dabei ergab sich, daß der PC sich sehr gut für die Ausbildung oder zur Testverarbeitung eignet, da man in diesen Fällen mit Bildausschnitten arbeiten kann. Die Bearbeitung ganzer Szenen mit dem PC ist sehr zeitaufwendig.

Jochen Henkel

Programmieren unter UNIX — Einführung in die Sprache C (Erfahrungen mit einer Vorlesung)

Als im Frühjahr 1985 in der Sektion Physik der Ludwig-Maximilians-Universität entschieden wurde, einen Antrag auf ein Pilotprojekt im Rahmen des Computer-Investitionsprogramms (CIP) zu stellen, begann, wie bei anderen Einrichtungen, die Qual der Wahl. Die Entscheidung wurde von einer “Rechnerkommission” getroffen, in der mehrheitlich die Meinung bestand, daß man von einem Absolventen des Physikstudiums die Kenntnis von zumindest einer Programmiersprache verlangen kann und daß das Tätigkeitsprofil eines Physikers sowohl die Arbeit mit Kleinrechnern als auch die mit Großrechnern einschließt. Bei der Auswahl des Systems wurden deshalb zunächst grundsätzliche Vorentscheidungen getroffen: 1.In bezug auf die Hardware sollte der vom CIP vorgegebene Preisrahmen voll ausgeschöpft werden. Im Hinblick auf die rasante Entwicklung im Bereich der EDV sollten soweit wie nur möglich die neuesten Technologien ausgenutzt werden. Zur Zeit unserer Entscheidungsfindung haben wir deshalb nur 16 Bit Rechner (IBM-AT mit Intel 80286 und PCS CADMUS 9600 mit Motorola MC68010) diskutiert. Heute sollten — auch für einfache Anwendungen — nur 32 Bit Rechner erwogen werden.2.Alle Arbeitsplätze sollten grafikfähig sein, wobei eine Bildschirmauflösung von mindestens 640 x 480 Punkten gefordert wurde.3.Es wurden die folgenden Betriebssysteme miteinander verglichen:MS-DOS: Dieses Betriebssystem besaß (und besitzt auch heute noch) eine sehr große Verbreitung. Es ist in seiner Leistungsfähigkeit stark begrenzt und erscheint wohl deshalb als sehr benutzerfreundlich. Seine Hauptattraktivität beruht auf einem großen und preisgünstigen Angebot verschiedenartigster Softwarepakete. MS-DOS ist auf PCs mit Prozessoren von Intel beschränkt. Hilfe über die Benutzung der Befehle am Rechner selbst (‘Online Hilfe’) ist nicht möglich.UNIX läuft sowohl auf Minirechnern als auch auf Gro?rechnern. Seine Verbreitung war auf Forschungs-und Informatikinstitute beschränkt, sein Einzug in den kaufmännischen und industriellen Bereich ist jedoch nicht übersehbar. Es ist ein mächtiges Betriebssystem mit vielen Dienstleistungsprogrammen, das von Fachleuten für Fachleute geschaffen wurde. Es steht deshalb im Ruf, schwierig zu bedienen zu sein. Die Angebote von speziellen Softwarepaketen waren (und sind auch heute noch) beschränkt und relativ teuer. UNIX ist nicht auf eine bestimmte Prozessorklasse beschränkt, jedoch gibt es Mindestanforderungen an die Prozessorleistungen. Diese werden von allen modernen 32Bit-Prozessoren erfüllt. ‘Online’ Hilfe über Befehle ist möglich, das am Rechner verfügbare ‘Handbuch’ ist aber nicht unbedingt sehr übersichtlich und leicht zu lesen.VMS ist ein Produkt der Firma Digital Equipment und läuft auf deren VAX-Rechnern. Es kann hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit als Standard genommen werden: Die Syntax der Befehle ist sehr einprägsam, und die ‘Online’ Hilfe ist übersichtlich und verständlich. Befehle können abgekürzt werden, solange diese Abkürzung eindeutig ist. Dieses Betriebssystem war allerdings zum damaligen Zeitpunkt nicht Bestandteil der engeren Auswahl, da die VAX-Rechner für CIP zu teuer waren; es diente nur als Orientierungshilfe.4.Die Kooperation mit anderen CIP-Pools und/oder mit Rechnergruppen, die innerhalb des eigenen Forschungsbereichs arbeiten, ist zu berücksichtigen.

Friedrich Rieß

Simulation physikalischer Prozesse

Vor einem Jahr hat der Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin einen Pool von VAX Workstations aus CIP-Mitteln erhalten. Er besteht aus 4 VAX Station 2000 mit monochromem Bildschirm1 VAX Station II/GPX mit farbigem Bildschirm

Eberhard Tränkle

Berichterstattung über CIP-Forum 2 “CIP-PC-Pools in den Naturwissenschaften”

Das übergeordnete Thema des CIP-Forums 2 lautete CIP-PC-Pools in den Naturwissenschaften. Für sechs der neun Referate standen 120 Minuten zur Verfügung.

Friedrich Rieß

CIP-PC-Pool-Betrieb und externe Vernetzung

Frontmatter

Die Einbindung wissenschaftlicher Arbeitsplatzrechner in ein DV-Gesamtversorgungssystem

In den Jahren 84–88 wurden für die Studenten CIP-Pools eingerichtet, die auch am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der FU weite Verbreitung und vielfältige Nutzung fanden. Zur Zeit sind ca. 45 PCs in CIP-Pools für ca. 4.000 Studenten installiert. Vergleicht man diese Anzahl der Arbeitsplatzrechner für die wissenschaftlichen Beschäftigten mit der Anzahl der Professoren (40) und wissenschaftlichen Mitarbeiter (100), so erkennt man, daß eine große Lücke zwischen dem Bedarf an Arbeitsplatzrechnern und vorhandener Kapazität klafft. Wie soll die Lehre vorbereitet und die Forschung durchgeführt werden, wenn die Arbeitsmittel dafür nicht vorhanden sind?

Gerald Haese, Hans-Joachim Lenz, Nikolas Apostolopoulos

Betrieb eines CIP-Pools mit IBM PS/2 und Token-Ring-Netzwerk: Organisationskonzept, Softwareschutz und Betrieb des lokalen Netzwerks

Auch wenn uns die Schwierigkeiten und die Kosten bisweilen über den Kopf zu wachsen drohen, und die Benutzer des Rechnerpools uns für die eine oder andere durchgeführte oder unterlassene Maßnahme nichts als Unverständnis entgegenbringen, möchten wir doch den Initiatoren des Computer-Investitions-Programms für diese Idee und deren Durchführung danken. Sie verstärkt unsere Möglichkeiten, unseren Studenten ein breites und zeitgemäßes Angebot an Lehrinhalten und Studienmöglichkeiten anzubieten.

Jörg Puchan

Bereitstellung von Betriebsmitteln in einem lokalen Netz

In einem Rechnernetz stehen heute eine Reihe von leistungsfähigen Betriebsmitteln zur Verfügung. Aus der Sicht der Benutzer stellen sich diese als Angebote von Dienstleistung dar. Um deren Nutzung auch unerfahrenen Anwendern zu ermöglichen, sind vom Netzwerkverwalter einfach zu handhabende Zugangsmechanismen zu den die Betriebsmittel verwaltenden Programmen bereit zu stellen. Der Artikel beschreibt die an der Westfälischen Wilhelms-Universität realisierte Organisationsform. Dabei finden die Aspekte Durchsatz, Sicherheit und Software-Lizenzen besondere Berücksichtigung.

Hans-Werner Kisker

Einsatz vernetzter SINIX-Mehrplatz-PCs in der Lehre

In diesem Beitrag wird die Konzeption, die Konfiguration und der Einsatz eines CIP-Pools vorgestellt, der auf dem UNIX-Derivat SINIX basiert. Der vorgestellte PC-Saal ist der CIP-Pool des Fachbereichs Rechts-und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der PC-Pool wir dort im wesentlichen für die Ausbildung in Betriebsinformatik eingesetzt.

Volkhard Lorenz

WAN-LAN-Gateways für synchrone und asynchrone Host-Anschlüsse

Die Richtlinien des Computer-Investitions-Programms (CIP) empfehlen grundsätzlich die Anbindung der untereinander durch LAN-Technologie vernetzten Arbeitsplatzrechner an das allgemeine Hochschulnetz im Rahmen des mehrstufigen Versorgungskonzeptes.

Hartmut Koke, Manfred Eyßell

Datenkommunikation mit DFN-Diensten

Die immer größer werdende Komplexität der in allen wissenschaftlichen Disziplinen zu bearbeitenden Aufgaben bringt es mit sich, daß die Kooperation mit Fachkollegen sowie der Zugang zu Informationen aller Art (z.B. Datenbanken) immer mehr Bedeutung gewinnt. Daher ist die Datenkommunikation heute nicht mehr aus der täglichen wissenschaftlichen Arbeit wegzudenken.

Martin Wilhelm

Berichterstattung über CIP-Forum 3: “CIP-PC-Pool-Betrieb und externe Vernetzung”

In den Vorträgen im Forum 3 wurde ein breites Spektrum von Problemen und Lösungen diskutiert, so daß eine zusammenfassende Darstellung kaum möglich ist. Ein größerer Teil der Referate berichtete von Bemühungen der Pool-Betreiber und insbesondere Rechenzentren, Rechnerpools untereinander zu vernetzen. Weitere Vorträge wurden gehalten über ein Projekt zur Anforderungsermittlung für Rechnerarbeitsplätze von Wissenschaftlern und der Entwicklung von Beratungseinrichtungen, über Erfahrungen mit dem Betrieb eines kleineren CIP-Pools an einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, über grundlegende Begriffe der Vernetzung und über die Dienste des DFN-Vereins. Bei den Berichten über die Vernetzung von PC-Pools wurden vier verschiedene Konzepte vorgetragen: Die Lösung in der Freien Universität Berlin, Institut für Angewandte Statistik basiert auf der Entscheidung für ein Vernetzungskonzept eines Herstellers (Token-Ring mit Glasfaser-Teilstrecken). Die Erfahrung habe gezeigt, daß erst bei größeren Netzstrecken Probleme zu erwarten sind und genauere Planungen (z.B. über die Verwendung von Verstärkern) erforderlich machen. Die Homogenität der Endgeräte erlaube den Einsatz einer einheitlichen Bedienungsoberfläche, ergänzt durch ein selbstentwickeltes Verfahren zur Bereitstellung der am Server vorgehaltenen Software (“dynamisches Software-Paging”).Am Rechenzentrum der Universität Münster wird die Homogenisierung der Infrastruktur durch die Verwendung eines einheitlichen Netzes (Ethernet) angestrebt. Die einheitliche Bedienungsoberfläche werde geschaffen, indem der Betrieb der Arbeitsplatzrechner ausschließlich über Server ermöglicht wird. Die somit entstehende Abhängigkeit von Server und Netzwerk erfordere Redundanz.Am Rechenzentrum der Universität Göttingen wird der umgekehrte Weg beschritten: Ausgelöst durch zahlreiche, vor allem räumliche Nebenbedingungen wird versucht, individuell optimale Lösungen zu erzielen.Das Rechenzentrum der Universität Osnabrück hat sich zur Aufgabe gestellt, den Nutzern möglichst viele Dienste und Netzzugänge zu offerieren. Dabei ist man bemüht, einen Standard (eventuell auf UNIX-Basis) zu finden, um den Benutzern eine einheitliche Netzwerkumgebung mit transparenter Nutzungsmöglichkeit anbieten zu können.

Jörg Puchan

Software-Tools im Vergleich

Frontmatter

Vergleich der Turbo Pascal — Programmierumgebung mit syntaxgesteuerten Editoren

Dieser Vortrag ist im Kontext des Forums “Software Tools im Vergleich” zu sehen. Speziell geht es hier um Werkzeuge zur Steigerung der Produktivität der Erstellung von Software. Die Frage “Wozu überhaupt Programmierumgebungen?” könnte man natürlich einfach und lapidar auch wie folgt beantworten: “Um schlechte Laune und Magengeschwüre beim Programmieren zu verhindern”. Seit Jahren beschäftigen sich Informatiker an Universitäten und anderswo mit der Aufgabe, Programmierumgebungen auf der Basis von syntaxgesteuerten Editoren zu entwickeln. Es gibt auch bereits eine ganze Reihe dieser Werkzeuge. Wenn das so ist, stellt sich natürlich die Frage: “Warum werden Programmierumgebungen so wenig benutzt?”. Auf diese Frage scheint es eine ganz einfache Antwort zu geben: “Don’t use tools — just write them”. Informatiker schreiben viel lieber neue Programme, als bestehende zu nutzen. Vielleicht ist aber auch der bisherige Ansatz, Programmierumgebungen auf der Basis von syntaxgesteuerten Editoren zu entwickeln, falsch. Der Erfolg der Produkte “Turbo Pascal”, “Turbo *.*” und “TopSpeed *.*” ermutigt mich, diese Frage im folgenden Beitrag näher zu untersuchen. Allen diesen Produkten gemeinsam ist nämlich eine Programmierumgebung ohne syntaxgesteuerten Editor.

Manfred Sommer

Turbo-Pascal und QuickBasic bei bestimmten Anwendungen

Eine wichtige Überlegung bei der Planung von Veranstaltungen im Rahmen des Computer-Investitions-Programms ist die Frage nach der angemessenen Programmiersprache, an die Geisteswissenschaftler herangeführt werden sollten. Um sie beantworten zu können, empfiehlt es sich, gewisse Aufgaben durchzuspielen.

Ingo Pommerening

Modula-2 zur Implementierung größerer Programme

Ausgangspunkt der Betrachtungen ist eine Lehrveranstaltung Programmierpraktikum, die im vierten Semester des Informatik-Grundstudiums an der Technischen Universität Berlin stattfindet. In den ersten drei Semestern lernen die Studenten grundlegende Programmiermethoden, u.a. Programmentwicklung mit schrittweiser Verfeinerung, Rekursion als Programmierhilfsmittel sowie Spezifikation und Implementierung statischer und dynamischer Datenstrukturen. Ziel des Programmierpraktikums ist die Anwendung dieser Methoden zur Implementierung eines größeren Programms. Beispielsweise wurden ein bildschirmorientierter Editor und ein LISP-Interpreter programmiert. Der Programmumfang liegt bei ca. 7.000 dokumentierten Programmzeilen. Als Vorgabe erhalten die Studenten eine mit Software-Engineering-Methoden entworfene Systemarchitektur, die in Form von Modulbeschreibungen und Schnittstellen zwischen den Moduln vorliegt. Das Programmierpraktikum umfaßt die Implementierungs- und Testphase des SoftwareLifecycles. In der Implementierungsphase wird jedes einzelne Modul unabhängig von der Implementierung anderer Module programmiert. Als Implementierungssprache sollte deshalb eine Programmiersprache benutzt werden, die ein Konzept für die getrennte Übersetzung von Programmkomponenten zur Verfügung stellt. Die von dem Pascal-Entwickler Niklaus Wirth auf der Grundlage von Pascal entworfene Programmiersprache Modula-2 bietet durch ihr Modul-Konzept die Möglichkeit, größere Programme in logisch abgeschlossene Teilkomponenten, genannt Module, aufzuteilen und diese getrennt zu übersetzen. Deshalb wird Modula-2 in dem Programmierpraktikum als Implementierungssprache benutzt. Die Implementierung selbst erfolgt auf den IBM-ATs unseres CIP-Pools unter Benutzung des Logitech-Modula-2-Compilers.

Bernhard Zimmermann

ALIEN — eine Programmierumgebung für kleine PCs

Noch vor wenigen Jahren wurde die Programmierausbildung an der TH Darmstadt am Informatikzentralrechner (Siemens 7541, unter BS2000; inzwischen ersetzt durch Siemens 7551) durchgeführt. Für die Erst- und Zweitsemester standen 12 Lochkartenstanzer,1 Lochkartenleser und ein Drucker zur Verfügung. Ab dem dritten Semester kamen ca. 15 der 40 an den Rechner angeschlossenen Terminals dazu. Allerdings mußten diese Arbeitsplätze von allen Studenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Professoren geteilt werden. Naturgemäß entbrannte ein heftiger Kampf um die wenigen freien Arbeitsplätze, obwohl die Antwortzeiten und Ausfallhäufigkeiten eine vernünftige Rechnernutzung zusätzlich erschwerten.

Ulrik Schroeder

Interactive Scientific Processor (ISP) als Alternative in der Statistik-Ausbildung

In den vergangenen Jahren haben alle bekannten Softwarehersteller von statistischen Programmpaketen Mikro-Versionen auf den PC-Markt gebracht. Jedoch sind die meisten Mikro-Versionen nicht speziell für den Personal Computer entwickelt worden, sondern vielmehr sind die vorhandenen “Mainframe-Versionen” an die Bedürfnisse eines Personal-Computers angepaßt worden. Dies bedeutet aber auch, daß auch die Arbeitsweise vom Mainframe auf den PC übertragen worden ist. Wenn man sich längere Zeit mit der Statistik-Ausbildung auf einem CIP-Pool (der vornehmlich aus Personal Computern besteht) beschäftigt, wird man feststellen, daß die sogenannten klassischen Pakete (BMDP, SAS, SPSS) für den Einsatz in der Lehre nicht sehr gut geeignet sind.

Rüdiger Ostermann

Grafikprogramme im Vergleich

Wir haben in unserem Institut eine Reihe von Grafikprogrammen einem Vergleichstest unterworfen, weil wir demnächst einen CAD-Kurs anbieten wollen.

Gerhard Müller

Anforderungen an hardwareunabhängige Lernsoftware

In dieser Arbeit wird über die Erfahrungen bei der Portierung von Lernsoftware auf neue Hardware berichtet. Es wird dargestellt, wie auch neue Funktionen zur Unterstützung in Kursen verwendet werden können, die auf anderen Systemen entwickelt wurden. In zweiten Teil werden einige bekannte Autorensysteme — insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Hardwareunabhängigkeit der mit ihnen erstellten Kurse — miteinander verglichen.

Jürgen Dobrinski

Hilfesysteme für Anwender von Standardsoftware — Kriterien zur Einordnung und Bewertung

Es wird eine Prüfliste zur Evaluation von Hilfesystemen für PC-Standardsoftware vorgestellt. Einige der angeführten Kriterien werden am Beispiel von dBASE erläutert.

Wolfgang J. Weber

Zukünftige Anforderungen an Softwarewerkzeuge

Die fortschreitende Vernetzung in und zwischen PC-Pools, der Übergang von der Generation der PCs zur Generation der Arbeitsstationen und die Entwicklung der Kommunikationstechnologie werden die “Systeme”, mit denen CIP-Anwender arbeiten, in den kommenden Jahren drastisch verändern. Im Vortrag wird ein Ausblick auf diese Veränderungen gegeben. Daraus wird ein Bild zukünftiger Software-Architekturen abgeleitet. Um derartige Software zu entwickeln, bedarf es neuartiger Programmiersprachen (im weiteren Sinne) und Softwarewerkzeuge. Charakteristika solcher Sprachen und Werkzeuge werden aufgezeigt. Es wird deutlich, daß im Hinblick auf diese Anforderungen derzeit keine adäquaten Lösungen am Softwaremarkt angeboten werden und daß sich daher die Softwarekrise voraussichtlich weiter zuspitzen wird. Für den CIP-Anwender soll dieser Beitrag den Blick öffnen weg von den Alltagsproblemen beim Umgang mit verfügbaren Werkzeugen hin zur zukünftigen Gestalt seines Computer-Arbeitsumfeldes. Weiterhin kann der Beitrag helfen, für die Langfristplanung zusätzliche Kriterien an die Hand zu geben, eigenen Software-Arbeiten neue Richtungen zu verleihen oder im qualifizierten Dialog mit den Herstellern Forderungen zu stellen, die der drohenden Verschärfung der Softwarekrise entgegenwirken.

Max Mühlhäuser

Berichterstattung über CIP-Forum 4: “Software-Tools im Vergleich”

Die Vorträge beschäftigten sich weniger mit Werkzeugen im allgemeinen wie sie auf dem Markt angeboten werden. Ich denke dabei an Produkte wie beispielsweise die “Norton Utilities” oder “Xtree”. Im Vordergrund des Interesses waren Werkzeuge rundum das Gebiet der Programmiersprachen.

Manfred Sommer

CIP-PC-Pools für CAD, Grafik und Desktop Publishing

Frontmatter

CAD in der Architektur-Ausbildung: Curriculare, organisatorisch-technische, didaktische und personelle Auswirkungen

Beim 1. CIP-Status-Seminar, vor einem Jahr an der Technischen Universität Berlin, habe ich über die wesentlichen Entwicklungsschritte und ersten Erfahrungen hinsichtlich der EDV/CAD-Einbeziehung in die Lehre an der Fakultät für Architektur in Karlsruhe berichtet und abschließend einige “Wünsche” zur “Fortführung des CIP und die Wirksamkeit dieses Programms unterstützender, flankierender Maßnahmen”1 formuliert: Fortsetzung des CIPZuweisung zusätzlicher laufender Mittel und Stellen um eine effektive Nutzung der geschaffenen Rechnerinfrastruktur erzielen zu könnenBesondere Unterstützung der informatikfernen Disziplin ArchitekturEinrichtung eines fachdidaktisch orientierten Parallelprogramms zum CIP, z.B. in Form von Modellversuchen2. Hier wollen wir anknüpfen und den Fragen nachgehen, was sich zwischenzeitlich hinsichtlich der Computerisierung in unserer Disziplin getan hat, was wir in unseren Fakultäten selbst getan haben und was künftig flankierend getan werden sollte und müßte.

Reinhard Rinke

Ermittlung der Rechneranzahl für CIP-PC-Pools

Zur Ermittlung der Rechneranzahl für einen CIP-Pool gibt es bisher eine zentrale Vorgabe: die von der DFG geforderte Zugänglichkeit bzw. Benutzbarkeit eines Pools von 75 Stunden je Woche. Es fehlt ein Verfahren, das die Berücksichtigung wesentlicher Nachfragegrößen erlaubt und das diese zeitliche Angebotsgröße sachgerecht einbindet. (Ein solches Verfahren wird allerdings entbehrlich, wenn allein über Ausstattungsrelationen, z.B. 1 CIP-Rechner je 10 Studenten, die Ermittlung der Rechneranzahl erfolgen kann.)

Horst Gerken

EDV/CAD-Ausbildung am CIP-Pool für Architekten an der Technischen Universität München

Ich spreche zu Ihnen als Vertreter der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München (TUM). In dieser Anwendergruppe zählten wir noch bis vor wenigen Jahren zu den Exoten.

Gernot Pittioni

Rechnerunterstützter Tragwerkentwurf

Im Arbeitsfeld des Architekten vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Wandel. Die traditionellen Vorgehensweisen in Bauleitung, Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung, aber auch in der Werkplanung und im Entwurf werden teilweise durch EDV- und CAD-Methoden ersetzt.

Wilfried Führer, Friedhelm Stein

Technisch-wissenschaftliche Präsentationsgrafik mit TW GRAPH

In diesem Beitrag soll ein Grafik-Unterprogrammsystem vorgestellt werden, das ab Wintersemester 1988/89 im Fachbereich Technik der Fachhochschule Kiel zur Anwendung kommt. Der Einsatz erfolgt zunächst im Übungsbetrieb zum Fach “Angewandte Mathematik und Datenverarbeitung” für Studenten der Fachrichtung Elektrotechnik/Nachrichtentechnik. In den Übungen zum ersten Teil dieser Lehrveranstaltung werden Aufgaben aus den Bereichen Numerische Mathematik und Elektrotechnik gestellt, die Teilnehmer entwickeln dazu Programme in FORTRAN. Benutzt wird der CIP-Pool des Fachbereichs-Rechenzentrums mit Maschinen IBM PS/2 Modell 50 und einem Modell 80 als Server in einem Token-RingNetz, Betriebssystem PC DOS und Professional FORTRAN Compiler. Die Leistungsfähigkeit der Geräte reicht aus, um ein umfangreiches Programmsystem wie TW GRAPH darauf einsetzen zu können. Die Geräte bieten außerdem eine Qualität der Bildschirm-Grafik, wie sie noch vor wenigen Jahren nur von teuren Grafikterminals erreicht wurde.

Guido Hartmann

Didaktische Integration von Mikrorechnern in die Konstruktionslehre

Nachdem mit dem Beginn des Computer-Investitions-Programms im Jahre 1986 weitreichende Ziele formuliert wurden, sind im Alltagsbetrieb der universitären Ausbildung zahlreiche Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt worden. Die hochgesteckten Ziele einer umfassenden Mikrorechner-Ausbildung vor dem Hintergrund des Maschinenbaus waren erst nach einer gewissen Anlaufphase zu erreichen. Gründe hierfür sind unter anderem zu sehen in: begrenzten Ausbilderkapazitäten,Einarbeitungszeit der Ausbilder selber,zu geringer Zahl an Arbeitsplätzen bzw.zu hohen Studentenzahlen.

Dieter Schmidtke

Analytische Grafik in der statistischen Datenanalyse — ein Erfahrungsbericht

Man hat sich der graphischen Veranschaulichung seit eh und je auch bei der Analyse statistischer Daten im Zuge der angestrebten Informationsgewinnung über einen bestimmten Untersuchungsgegenstand mit Erfolg bedient. Grafikfähige PCs und Arbeitsstationen in Verbindung mit geeigneter datenanalytischer Software (am Dortmunder FB Statistik hat man Erfahrung in Sonderheit mit ISP [l] und der S-Language [3]) unterstützen heute mehr und mehr Arbeitsschritte der Datenanalyse auf oft neuen Wegen und in sehr effizienter Weise. Die technischen Hilfsmittel bieten entscheidende zusätzliche Vorteile gegenüber dem ausschließlichen Einsatz traditioneller, rein numerischer Statistik-Software (die natürlich nach wie vor zur Verfügung steht).

Friedhelm Eicker

Die S Language im Einsatz auf Sun 3-Workstations im CIP-Pool — ein Erfahrungsbericht

Der Fachbereich Statistik besteht seit 1973 an der Universität Dortmund. Dortmund ist neben München der einzige Ausbildungsplatz für angehende Diplom-Statistiker in der Bundesrepublik Deutschland. Zu den vorrangigen Zielen des Ausbildungsganges gehört es, frühzeitig den Bezug zur statistischen Berufspraxis herzustellen. Demzufolge kommen Statistik-Studenten bereits in den ersten Semestern mit Elektronischer Datenverarbeitung in Berührung, weil im Grundstudium Wahlpraktika unter starker Einbeziehung von Rechenanlagen angeboten werden, die sich dann im Hauptstudium in zwei Pflichtpraktika fortsetzen. Des weiteren ist auch mehr und mehr der Trend zu beobachten, Übungsaufgaben zu Vorlesungen mittels statistischer Programmpakete zu lösen. Teilweise liegt dies in der Intention der Dozenten, zum großen Teil jedoch geht diese Initiative auch von studentischer Seite aus.

Andreas Krause

Desktop Publishing

Meine sehr geehrten Damen und Herren, mag auch der Beitrag eines Hochschullehrers aus dem Reich der Künste und des Design noch etwas Exotisches an sich haben auf diesem 2. CIP-Status-Seminar — war doch im Vorjahr diese Hochschulgattung noch gar nicht vertreten — so zeichnet sich damit eine Öffnung der Computer-Förderung zu den Hochschulen ab, die nicht von der Informatik und Grundlagen-EDV, bzw. von der technisch-ingenieurmäßigen Anwendung her kommen, sondern Computer als Gestaltungswerkzeug in die Ausbildung von Studenten hineinnehmen möchten.

Knut Barthel

Berichterstattung über CIP-Forum 5 “CIP-PC-Pools für CAD, Grafik und Desktop Publishing”

Der größte Teil der 8 Beiträge im CIP-Forum 5 befaßte sich mit dem Einsatz von CAD-Systemen im Ausbildungsbereich. Ein hoher Anteil stammte dabei aus dem Bereich Architektur.

Guido Hartmann

Angebote der DV-Industrie für Forschung und Lehre

Frontmatter

Das Programmiersprachenangebot für Forschung und Lehre

Pascal-2 ist ein Standard Pascal Compiler, der auf vielen Rechnern und Betriebssystemen implementiert wurde. Pascal-2 wurde bei allen Implementierungen entsprechend dem ISO-Standard 7185 Level 1 validiert. Die Erweiterungen zum ISO-Standard umfassen: Random Access auf Dateien, separate Compilierung, Zugriffsmöglichkeiten auf Speicherzellen, String-Datentyp, und noch einiges mehr. Diese Erweiterungen gegenüber dem Standard sind für alle Implementierungen von Pascal-2 gleich.

Networking und Communication — Kommunikationskonzepte von Apple Computer

Apple Computer bietet eine vollständige Palette von Produkten rund um Mikrocomputer: CPUs vom Apple IIGS und Macintosh Plus bis zum Macintosh IIx, Macintosh IIcx oder Macintosh SE/30 mit Motorola 68030 Prozessor; Drucker vom ImageWriter Nadeldrucker bis zum LaserWriter II NTX Laserdrucker; Peripheriegeräte von Bildschirmen über Scanner und CD-ROM Laufwerke bis zum Midi-Interface; Netzwerkprodukte vom LocalTalk Verkabelungssystem und entsprechenden Adapterkarten für MS-DOS Rechner über Ethernet bis zu AppleShare File Server; systemnahe Software und Anwendungen — wie unterschiedliche Betriebssysteme oder die Multitasking Umgebung MultiFinder — bis hin zu HyperCard; nicht zu vergessen sind die Entwicklerwerkzeuge wie Macintosh Programmers Workshop, Macintosh Koprozessor Plattform, MacWorkStation, MacAPPC, AppleTalk for VMS, Macintosh Communication Toolbox oder MacTCP.

Peter Mayr

Integration von VAX-Rechnern in die informationstechnische Infrastruktur der Hochschulen

Die CIP-Pools sind vielfach programmgemäß eingerichtet. Erste fundierte Erfahrungen liegen vor. Die Lehre hat begonnen, sich in ihren didaktischen Konzepten darauf einzustellen. Zusammengefaßt bleiben bei den Studenten die folgenden Wünsche offen: Kommunikation untereinanderInformationen aus “externen” Systemen (z.B. DFN)Betreuung, Rechenzentrumsservice

Ekkehard Zschau

MacKISTM — ein Multiuser- Konferenzinformationssystem auf dem Apple Macintosh

Zum diesjährigen 2. CIP Status Seminar wurde auf Anregung des Veranstalters erstmals ein neuartiges Konferenzinformationssystem realisiert, das den Teilnehmern auf eine schnelle und einfache Weise Informationen über andere Teilnehmer der Konferenz, ihren Teilnehmerstatus sowie ihre fachliche und universitäre Zuordnung ermöglichte. Zusätzlich war eine Bulletin-Board Funktion integriert, die die Kommunikation unter den Teilnehmern erleichterte.

Godehard Gerling

HP NewWave — eine Benutzeroberfläche der 90er Jahre

HP NewWave von Hewlett-Packard ist eine fortschrittliche Anwendungsumgebung, die über eine einheitliche Schnittstelle den Zugriff auf ein komplettes unternehmensweites Informations- und Rechner-Netzwerk bietet. Die Anwendungsumgebung basiert auf dem Standard Microsoft© Windows 2.0 und ist so konzipiert, daß der Benutzer sich voll auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann, anstatt einzelne Anwendungen erlernen zu müssen. HP NewWave ist eine offene Umgebung und bietet Software-Entwicklern eine optimale Möglichkeit, ihren Kunden benutzerfreundliche Lösungen zu liefern.

Wolfgang Kuckelt

Das IBM Personal System/2

Die Systemfamilie IBM Personal System/2 hat zur Zeit folgende Mitglieder: Modell 30Modell 50Modell 60Modell 70Modell 80

Eberhard Fischer

mikado — Partner für multilinguale Textverarbeitung und Datenverwaltung

PRINTER POLYGLOTT ist die Software zum Bearbeiten und Ausdrucken ein- oder mehrsprachiger Texte in Originalschrift von Arabisch bis Weißrussisch. PRINTER POLYGLOTT arbeitet auf der Grundlage des weltbekannten Textprogramms WordPerfect, wobei dessen überzeugende Vorteile auch für die fremdsprachige Textverarbeitung gewahrt bleiben. PRINTER POLYGLOTT ermöglicht mit WordPerfect die gemischte Druckausgabe in bis zu vier verschiedenen Proportionalschriftgrößenund in normaler, fetter, unterstrichener und kursiver Darstellung

Olivetti Personal Computer für Lehre und Forschung

Wenn man heute von Personal Computern spricht, denkt man an Geräte, die seit etwa 10 Jahren in großer Verbreitung auf dem Markt sind. Dabei sollte nicht vergessen werden, daß Olivetti in dieser Hinsicht über eine sehr viel längere Tradition verfügt. Bereits 1965 präsentierte Olivetti mit der “Programma 101” den ersten frei programmierbaren Tischcomputer der Welt, der vor allem in der technisch-wissenschaftlichen Umgebung breite Anerkennung erfuhr. Seitdem stellte diese Produktkategorie einen wesentlichen Faktor in der Produktstrategie von Olivetti dar. Heute machen Personal Computer fast ein Drittel des Umsatzes von mehr als 10 Milliarden DM aus. Damit ist Olivetti unter den europäischen Anbietern von professionellen PCs klar die Nummer eins.

PCS — Partner für Forschung und Lehre

Die enge Kooperation und der rege Austausch von Informationen zwischen Rechnerherstellern und Anwendern in Forschung und Lehre ist sicher eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Erzeugung technologisch hochwertiger Produkte. PCS bedankt sich aus diesem Grund besonders für die Idee und die Bereitschaft zu dieser Präsentationsmöglichkeit im Rahmen dieses vorzüglich organisierten Anwenderkongresses.

Bernd Wiemann, Klaus Dürschner

Computer und Netze

Siemens zählt zu den führenden Elektrotechnik- und Elektronik-Unternehmen der Welt.

Engagiert für Forschung und Lehre: Computer-Investitionen mit dem Zenith-PC-Programm

Die erste auf drei Jahre angelegte Phase des Computer-Investition-Programms hat für die Zenith data systems GmbH und die von ihr autorisierten Computerfachhändler eine Menge an Herausforderungen und Aufgaben bereitgehalten. “CIP 1985–1988” wird von großen Teilen unserer Fachhändlerschaft inzwischen als Losung für die rasche Umsetzung neuer effizienter Support-Konzepte im Bereich der Lehre und Forschung verstanden. In der Tat erforderte die Installation und Wartung von mehreren tausend Systemen an fast allen Universitäten in der Bundesrepublik die Erarbeitung eines neuen Support-Profils, das auf die besonderen Erfordernisse des CIP-Einsatzes abgestimmt werden mußte. Daß wir dabei auf Erfahrungen zurückgreifen konnten, die wir in langjähriger Zusammenarbeit mit universitären Rechenzentren und Instituten ganz unterschiedlicher Fachrichtungen gewonnen hatten, half uns natürlich ganz wesentlich.

Informatik und Geisteswissenschaften — Abstand und Annäherung

Frontmatter

Anwendung der Informatik in Geisteswissenschaften — eine kritische Analyse

Man kann sich dem Thema “Anwendungen der Informatik in Geisteswissenschaften” in der bei (Angewandten) Informatikern gewohnten, konstruktiven Weise nähern: man wird (unabhängig von der verwendeten Technologie: ob “Personal” Computer oder größere Rechenanlage, zwar exemplarisch, aber ohne Einschränkung auf spezielle Softwarepakete) die Vorzüge der Erstellung, Bearbeitung und beliebigen “Nachbehandlung” von Texten — dem herausragenden “Material” geisteswissenschaftlicher Anwendungen — herausarbeiten: In Verbindung mit dem Zugriff auf umfangreiche Fach-Daten (lokal etwa auf eigene Texte und auf Großspeicher wie Laserdisks, auf denen wichtige “Grundmaterialien”, etwa die Schriften von Goethe, Shakespeare oder die Bibel gespeichert sind, global durch Zugriff auf bei entfernten Institutionen vorliegende umfangreiche “Fach-Datenbanken”) werde der bisher auf die physisch erreichbaren Texte beschränkte Horizont eigenen Arbeitens erheblich erweitert.

Klaus Brunnstein

Informatik und Geisteswissenschaften — Abstand und Annäherung aus der Sicht der Geisteswissenschaften

Wenn man zwei Phänomene miteinander vergleicht, dann kann auf beide neues Licht fallen, besonders hell kann es auf das scheinen, zu dem man noch nicht den rechten Betrachtungsabstand gewonnen hat.

Ingo Pommerening

Informatik versus Geistes- und Sozialwissenschaften — Dialog, Kooperation und Konflikt (kommentierte Zusammenfassung der Podiumsdiskussion)

Mit Dank soll vorausgeschickt werden, daß die Formulierung des Diskussionsthemas “Informatik und Geisteswissenschaften — Abstand und Annäherung” von Ingo Pommerening stammt. Er ist von Haus aus Anglist, bemüht sich seit Jahren um die Informatik und betreibt zusammen mit einigen Kollegen einen CIP-PCPool in den Geisteswissenschaften der Freien Universität.

Klaus Dette

Backmatter

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