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Über dieses Buch

Permanent sollen und wollen wir präsent sein. Kaum bleibt Luft zum Innehalten. Allgegenwärtige Medien schaffen eine Rundum-Verfügbarkeit. Wir brauchen ein starkes Immunsystem, um dabei nicht physisch oder psychisch zu erkranken. Dabei ist Resilienz die Fähigkeit, sich gegen widrige Umstände abgrenzen zu können. Sie schafft dem ICH ein autarkes Schutz-Schild, um nicht plötzlich ins ‚Aus’ zu geraten.

Ohne emotional-soziale Kompetenz geht heute gar nichts, ob im Berufsleben oder innerhalb der Gesellschaft. Auch in Partnerschaft, Familie und Freundeskreisen ist sie die Basis eines störungsarmen erfüllenden Miteinanders. Aber wo und wie wird diese Fähigkeit erworben? Was fördert oder behindert ihre Entwicklung? Wie werden Kinder zu starken Persönlichkeiten? Wo können Erwachsene ansetzen, um besser mit Belastungen umzugehen oder erst gar nicht in sie hinein zu geraten? Welche Auswirkungen haben Gender-Ideologien oder ungeregelte Migrations-Ströme auf die persönliche und gesellschaftliche Identität?

Albert Wunsch zeigt detailliert auf, durch welche Faktoren Resilienz zum Schlüssel für mehr Lebensfreude wird. Ergänzend gibt das Buch wichtige Anstöße zur Selbst-Erkundung und zeigt praktische Handlungsschritte auf dem Weg zu mehr Ich-Stärke und einem optimierten Selbst-Management auf.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Auf Selbständigkeit hinwirken oder Inkompetenz fördern?

„Du bist geboren, um Erfolg zu haben. Niemand kann Dich davon abhalten, außer Du selbst.“ (Arthur Lassen)Mit Sonne im Nacken, interessanten Zielen vor Augen, Tatkraft und Mut in der Tasche sowie einer kräftigen Prise Zuversicht, so kann mit Elan und Freude das Tagewerk gelingen. Aber das Leben verdeutlicht uns häufig, dass unerwünschte oder nicht vorhersehbare Ereignisse alles bisher Geschaffene kräftig durcheinander bringen können, bis hin zum Scheitern. Die Erfahrung lehrt uns: ‚Das Glück kennt nur Minuten, der Rest ist Wartezeit‘. Soll diese Song‐Botschaft etwa als Rezeptur zur Überwindung von Tristesse nach der Devise ‚Hoffnung macht frei‘ verstanden werden oder uns darauf programmieren, erst gar nicht aufs Glück zu setzen? Passiv abwartend, Zufälliges festhaltend oder aktiv zupackend Voraussetzungen schaffen? Bin ich Handelnder oder lasse ich mich behandeln? Habe ich die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, oder bleibe ich beim sattsam Bekannten? Was lässt mich zögern? Was gibt meinem Leben Sinn? Wo kann ich Kraft tanken, um meine täglich wiederkehrenden Aufgaben und Herausforderungen gut angehen zu können? Wie werde ich zu einer autarken Persönlichkeit? Gibt es ein Rezept, mich nicht ständig angegriffen zu fühlen?

Albert Wunsch

2. Resilienz – Fakten zwischen Forschungsergebnissen und allgemein Beobachtbarem

„Das wertvollste im Leben ist die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer schöpferischen Kräfte.“ (Albert Einstein)

Spätestens seit dem Bankencrash made in USA im Jahre 2008, der weltweit zu großen Verwerfungen und immensen finanziellen Verlusten führte, hat die Auseinandersetzung mit dem Begriff Resilienz stark zugenommen. Denn Ökonomen hatten aus dem Feld der psychologischen Forschung vernommen, dass es etwas gebe, was die Widerstandsfähigkeit von Systemen fördern bzw. ein Kollabieren vermeiden könne. Diese Erkenntnisse und die der Resilienz zugesprochenen Selbstheilungskräfte galt es also kennenzulernen, einmal im Hinblick auf die betroffenen Menschen, andererseits im Hinblick auf die aus den Fugen geratenen Organisations‐Einheiten, um sie dann auf die Finanzwelt zu übertragen. So der Denkansatz ratloser, gestresster und aus der Bahn – bzw. dem Job – geratener Banker. Häufig konnte dabei der Eindruck entstehen, dass von den Ergebnissen der Resilienz‐Forschung Wundersames erwartet wurde, denn im Grunde – so schien es – sollte das Jonglieren, Spekulieren und Gewinn‐Maximieren so weitergehen. Nur sollten entsprechende Medizin‐Dosierungen – zwischen Vitamin‐Präparaten und Narkotika – das befürchtete Kollabieren ausschließen. Aber: Ob Menschen, soziale oder wirtschaftliche Systeme, wenn es um ein gutes Miteinander oder gar ums Überleben geht, sind schnelle oder einfache Lösungen meist nicht zielführend.

Albert Wunsch

3. Welche Faktoren fördern bzw. behindern die Entwicklung von Resilienz?

„Wer nicht nach vorne schaut, bleibt hinten!“ (Russisches Sprichwort)

Geht es um die Bedingungen der Standfestigkeit von Gebäuden, sind Statiker gefordert. Sie errechnen dann aufgrund der konkreten Bodenbeschaffenheit, Nutzungsart, Bauhöhe und Wettereinwirkungen, wie viel Stahl in welche Betonqualität mit welchen Wandstärken zu packen ist, damit das Vorhaben gelingt. Besonders bei sehr hohen Gebäuden und/oder unsicheren Bodenverhältnissen müssen Bauleitung und Handwerker in größter Sorgfalt auf die Umsetzung der technischen Vorgaben achten. Ergänzend ist zur Erreichung eines guten Nutzungszustands zu berücksichtigen, dass sich das Bauwerk durch die Sonne nicht zu stark aufwärmt bzw. bei Kälte zu stark abkühlt und die Erosions‐Prozesse eines aggressiven Klimas soweit wie möglich begrenzt werden.

So, wie für stabile Bauwerke Körbe, Matten, Stützpfeiler und Binder eingesetzt werden, so benötigen Babys für eine gute Entwicklung einen schützenden Hort (Korb), tragfähige Matten, sie stützende Rahmenbedingungen und eine gute Ver-Bindung zu ihren Eltern. Anstelle von Statikern sind dann Psychologen, Ärzte, Biologen – oft unter Einbeziehung soziologischer und anthropologischer Forschungen – und Hirnforscher gefordert.

Albert Wunsch

4. Wann wird Resilienz im Lebens-Alltag gebraucht?

„Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.“ (Chinesische Weisheit)

„In der einen Hälfte unseres Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und in dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.“ Diese Gedanken äußerte nicht ein über das hektische Leben unserer Tage sinnierender kluger Mensch. Nein, sie stammen vom französischen Philosoph und Schriftsteller Voltaire (1694–1778). Sie müssen ihm vor ca. 250 Jahren bei seinen recht beschaulichen Reisen per Postkutsche durchs unvereinte Europa aus dem Kopf in einen Gänsekiel geflossen sein. Welche aufklärende Weitsicht. Im 21. Jahrhundert leiden die Menschen – trotz dieser treffenden Erkenntnis – noch intensiver unter dem Spagat, einerseits für Konsum und Wohlstand viel Geld erarbeiten zu wollen und gleichzeitig gesundheitlich‐emotional darunter zu leiden. Ein Lebens‐Konzept im Hamster‐Rad – auch wenn es wie eine Karriere‐Leiter aussieht – bietet wirklich keine Chance für ein durch Stabilität und Zufriedenheit geprägtes Leben.

Albert Wunsch

5. Wie kann eine persönliche Resilienz-Bestandsaufnahme erfolgen?

„Lehne es nicht ab, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Weigere dich lediglich, dich ihm zu unterwerfen.“ (Norman Vincent Peale)

„Haben Sie eine Ahnung, wer Sie sind?“, fragte der Anzeigentext einer Personalberatung. Die Antwort kam einige Zeilen weiter: „Wenn Sie das glauben sollten – es stimmt nicht!“ Diese Frage konfrontiert uns unmittelbar damit, ‚wer wir sind, sein wollen oder sollen‘, also mit der Kenntnis und Akzeptanz des eigenen Seins. Dieser Aufbruch ins eigene Innenleben muss ja nicht gleich den Stellenwert der Notizen erhalten, wie sie der englische Geistliche Yorick, der 1762 nach Calais übersetzte, in

Eine empfindsame Reise durch Frankreich und Italien

verfasste. Er protokollierte – teilweise recht freizügig – seine Ausflüge ins eigene Innenleben, das ihm höchst verheddert vorkam. Häufig geriet er in erotische Verstrickungen. Dann offenbarten sich nie erahnte Dimensionen seines Ichs. Bin ich Geizhals, Großmut und Menschenfreund in einer Person oder mein eigener Feind? Bis ins feinste Detail protokollierte und kommentierte er seine Innen‐Welt‐Reise.

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Albert Wunsch

6. Wie lassen sich Selbstwirksamkeit und Resilienz gezielt erweitern?

„Der einzige Ort, den wir in unserem Leben verändern können, sind wir selbst.“ (Aldous Huxley)

Mit einem Mieder ist eine Figur – wenigstens teilweise – in eine passable Form zu bringen, und Porträt‐Fotos lassen sich per Retusche optimieren. Sein Selbst mit vergleichbaren Mitteln öffentlichkeitswirksam aufwerten zu wollen, ist sicher keine ziel‐führende Option. Denn ein Mehr an Persönlichkeit kann nur durch gezielte Ich‐Investitionen erreicht werden. Ist dies in einem Alter jenseits der Jugendphase sinnvoll oder gar notwendig, muss das gefestigt werden, was sich bisher als zu instabil erwies. Der laute Seufzer einer Frau um die 50: ‚Werden wir uns denn aus der Suche nach elterlicher oder anderer Anerkennung nie befreien können?‘ Doch, wir können und sollten dieses oft sehn‐sucht‐artige Verlangen überwinden, und stattdessen als handlungsfähige Menschen auf der Basis unseres eigenen – durch Können und Wollen geprägten – Selbst‐Seins unser Leben meistern.

Damit ist in der Regel verbunden, sich mit den individuellen eher negativen Eigenheiten zu versöhnen und unsere Fixiertheit auf störende Eigenschaften anderer Menschen aufzugeben. Denn es ist unsere Entscheidung, ob wir uns weiter auf Negatives oder stattdessen besser auf Positives konzentrieren. Jeder Schritt auf diesem Weg führt zu mehr Gelassenheit und innerem Frieden im Umgang mit sich und Anderen. Erst dann sind wir in der Lage, Kindern, Jugendlichen und anderen Menschen unseres beruflichen und privaten Umfelds die ihnen zustehende Anerkennung oder Wertschätzung auszudrücken.

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7. Gesellschaftspolitische Faktoren und ihr Einfluss auf die Resilienz

„Die Politik kann keine Kinder zeugen, aber diese wirkungsvoll verhindern,“ so eine Meldung des Heidelberger Büros für Familienfragen.236 Auch können Gesetze und Verordnungen keinesfalls die elterliche Erziehung ersetzen, aber äußerst negativ oder positiv prägen. Der ‚gesellschafts-politische Faktor‘ (GP-Faktor) wird zum Dreh- und Angelpunkt förderlicher bzw. abträglicher Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen. Aktuell mehren sich die Befunde, dass die klassische Familie in ihrem Lebensraum vielfältig behindert wird. So ist nach einer aktuellen Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung das „Kinderkriegen in Deutschland so unattraktiv wie nie zuvor“. Den Deutschen seien Beruf, Freunde und Hobbys wichtiger als die Gründung einer Familie. Kinder verlieren immer mehr an Bedeutung. Auch das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 20.7.2017 verdeutlicht, dass zwar von Eltern eine solide Kinder-Erziehung erwartet wird, die Richter darin aber keinen Anspruch auf einen Elternbonus bei der Rente ableiten. Die Konsequenz: Eltern stecken viel Zeit und Geld in die Erziehung ihrer Kinder - zahlen aber genauso viel in die Renten- und Krankenversicherung ein wie Kinderlose.Das löst bei vielen Eltern eine kräftige Resignation aus

Albert Wunsch

8. Aphorismen als Schlüssel zum Handeln

Die Hektik des Alltags hindert uns oft daran, zusammenhängende längere Texte mit wichtigen Botschaften aufmerksam zu lesen. Das wussten auch schon die Macher der früher recht üblichen Tages‐Abreiß‐Kalender mit ihren vielfältigen Sinnsprüchen. Wenn also die Zeit knapp ist oder zu sein scheint, können die folgenden kurzen Denkanstöße eine Schlüsselfunktion beim angestrebten ‚Persönlichkeits‐Wachstums‐Projekt‘ innerhalb der alltäglichen Interaktions‐Situationen erhalten. Wurden Kalender‐Texte früher gut einsehbar am Küchenschrank befestigt, so können sie heute als ‚Spruch zur Woche‘ an gut platzierter Stelle den Weg ins Smart‐Phone finden.

Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fang damit an (Johann Wolfgang von Goethe).

Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen (Erich Fromm).

Kennst du dich und kennst du den Anderen, wirst du immer erfolgreich sein (Sun Zi, chinesischer General um 500 v. Chr.).

Ein Mensch kann nicht seine Herkunft verändern, aber er kann seinem Leben eine neue Richtung geben.

Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken (Mahatma Gandhi).

Resiliente Menschen haben die Gabe, Schmermut in Aktivität und Selbstmitleid in Humor zu wandeln.

Ziel eines jeden Verhaltens sollte sein: Missstände nicht zu bejammern, sondern sie eher zu ignorieren, zu belachen oder am besten zu eliminieren.

Wer gibt, wird reicher, wer sich stattdessen auf eigene Vorteile fixiert, gerät in die Armut.

Albert Wunsch

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