Mit positiver Führung die Mitarbeiterbindung fördern
Etablierung einer Bindungskultur in hybriden Zeiten
- 2022
- Buch
- Verfasst von
- Michael Hübler
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Eine positive Führung zielt auf die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter ab, damit diese langfristig bessere Leistungen erbringen, produktiver sind und das Unternehmen erfolgreicher ist. Eine positiv eingestellte Führungskraft ist sowohl an der Weiterentwicklung der Mitarbeiter als auch am Arbeitsergebnis interessiert. Positive Führungskräfte gestalten folglich Atmosphären, in denen sich sowohl die Teammitglieder individuell als auch erfolgreich zusammenarbeitende Teams weiterentwickeln. Eine Fähigkeit, die in normalen Zeiten zu produktiven Höchstleistungen führt und in Krisenzeiten den Unsicherheiten von Mitarbeitern entgegen wirkt. Es geht dabei darum, auf der Basis einer freundlich-wertschätzenden Stimmung Wachstum zu generieren und auch die Bearbeitung kritischer Themen zu erleichtern. Wenn Sie so wollen, bietet eine Führung auf der Basis der positiven Psychologie einen knallhart bezifferbaren Return of Investment.
Konkret werden mit einer positiven Führung die Mitarbeiter ermutigt, eigene Wege zu gehen, beispielsweise im Homeoffice, und dennoch die Bindung zu Führung und Team nicht zu verlieren. Eine positive Führung zielt jedoch auch darauf ab, in der Zusammenarbeit nicht nur Stress zu vermeiden oder Konflikte zu bereinigen, sondern bereits prophylaktisch eine positive Atmosphäre zu kreieren, die auch beispielsweise im Großraumbüro zu kreativen Höchstleistungen anspornt, indem sie die Bindung untereinander fördert. Wenn die Arbeitswelt auf der einen Seite immer technischer wird, brauchen wir auf der anderen Seite eine Führung, die das Menschliche in den Vordergrund stellt und damit die Beziehungen zueinander fördert. Eine praxisnahe und inspirierende Orientierung, nicht nur für Führungskräfte.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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1. Mitarbeiterbindung als Kernthema der Zukunft
Michael HüblerDer Fachtext beleuchtet die zentrale Bedeutung der Mitarbeiterbindung in der modernen Arbeitswelt. Basierend auf aktuellen Studien werden drei Hauptgründe für Kündigungen identifiziert: die Führungskraft, die Arbeitsbedingungen und die persönliche Weiterentwicklung. Jeder dieser Faktoren wird detailliert analysiert und es werden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung vorgeschlagen. Zudem werden die Risiken einer mangelhaften Mitarbeiterbindung aufgezeigt und die Vorteile einer nachhaltigen Bindungspolitik hervorgehoben. Der Text betont die Notwendigkeit, Mitarbeiterbindung als strategisches Ziel zu verfolgen, um im Wettbewerb um Talente zu bestehen.KI-Generiert
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ZusammenfassungAuf der einen Seite steht die Bindung der Mitarbeiter:innen. Wenn diese jedoch versagt, kommt es zu Kündigungen von der Mitarbeiterseite. Doch warum kündigen Mitarbeiter:innen? Eine Frage, mit der sich Unternehmen in Zukunft noch mehr als bislang beschäftigen sollten. Schauen wir uns dazu die Ergebnisse aus diversen aktuellen Studien an: -
2. Hintergründe und Ursprünge einer positiven Führung
Michael HüblerDer Beitrag untersucht die Ursprünge und Prinzipien positiver Führung, die auf der positiven Psychologie basieren. Positive Führungskräfte zeichnen sich durch Verständnis, Entscheidungsfreiheit und Unterstützung ihrer Mitarbeiter aus. Der Kern dieser Führung liegt im Aufbau des psychischen Kapitals, das durch Haltungen wie Dankbarkeit und Respekt gestärkt wird. Diese Praktiken fördern Resilienz und Selbstwirksamkeit, was besonders in Krisenzeiten von Vorteil ist. Der Text beleuchtet auch die Geschichte der positiven Psychologie und ihre Anwendung in verschiedenen Branchen, insbesondere in Zeiten des Wandels wie der Corona-Krise. Die positiven Aspekte von Veränderungen werden hervorgehoben, und es wird gezeigt, wie positive Führung als verbindendes Element in Unternehmen dienen kann.KI-Generiert
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ZusammenfassungWerfen wir, bevor wir uns den AGBs einer bindungsförderlichen Unternehmenskultur widmen, einen Blick auf die Hintergründe und Ursprünge einer positiven Führung und beginnen mit einigen Beispielen aus dem Führungsalltag: -
3. Die AGBs eines positiven Führungs-Mindsets
Michael HüblerDas Kapitel 'Die AGBs eines positiven Führungs-Mindsets' untersucht die Herausforderungen und Chancen der zukünftigen Unternehmensführung, die darin besteht, sowohl Kunden zufriedenzustellen als auch eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Daniel Goleman und sein Konzept der emotionalen Intelligenz werden als Ausgangspunkt genommen, um die Bedeutung von Gestaltungsmöglichkeiten, Bindung und Motivation in der Führung zu beleuchten. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse von Gerald Hüther und anderen zeigen, wie wichtig Vertrauen und Inspiration in der Führung sind. Die AGBs der positiven Führung werden als 'Allgemeine Geschäftsbedingungen für eine moderne Führung' definiert, die Gestaltung, Bindung und Motivation als zentrale Elemente betonen. Die Fähigkeit zur Gestaltung ist eng mit Sinnhaftigkeit verbunden, während Bindung und Beziehungen eine komplexere Dynamik aufweisen. Diversität und individuelle Lebensphasenorientierte Personalpolitik werden als wichtige Ansätze zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung vorgestellt. Das Kapitel betont die Bedeutung einer positiven Einstellung der Führungskraft und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -leistung. Es schließt mit einem Ausblick auf die Herausforderungen und Chancen der zukünftigen Führung in einer sich ständig verändernden Arbeitswelt.KI-Generiert
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ZusammenfassungWie bereits dargelegt besteht die große Aufgabe der Zukunft für Unternehmen in der Vereinbarkeit der Erfüllung des Unternehmenszwecks, indem Kunden zufrieden gestellt werden und dem Kreieren einer guten Arbeitsatmosphäre, damit Mitarbeiter:innen gerne arbeiten, über sich hinaus wachsen und Spaß daran haben, in einem guten Team zu arbeiten. Wie dies möglich ist, wusste bereits Daniel Goleman, der mit seinem Konzept der emotionalen Intelligenz (Goleman, 1999, S. 38 f.) zum Ende des letzten Jahrtausends eine kleine Führungsrevolution anzettelte. Seine Ideen erschienen logisch, ihnen fehlte jedoch das wissenschaftliche Fundament. David Caruso und Peter Salovey gingen mit ihrem Konzept der emotionalen Kompetenz schon weiter (Caruso & Salovey, 2007). Spannend wurde es jedoch durch die Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften. Gerald Hüther beispielsweise wird nicht müde, zu betonen wie wichtig Vertrauen und Inspiration in der Führung sind und was sich dabei in unserem Gehirn abspielt. -
4. Bindung als zentraler Baustein in der Leitbildentwicklung
Michael HüblerDer Beitrag beleuchtet die zentrale Rolle der Bindung in der Leitbildentwicklung von Unternehmen. Ein Leitbild dient als Ausgangspunkt für kulturelle Veränderungen und bietet Orientierung für Mitarbeiter:innen. Der Prozess der Leitbildentwicklung wird detailliert beschrieben, einschließlich der Herausforderungen und Fallstricke wie 'Erst Innenwirkung, dann Außenwirkung' und 'Verordnetes Leitbild'. Besondere Aufmerksamkeit wird der Beteiligung der Mitarbeiter:innen geschenkt, da ein erfolgreiches Leitbild nur dann wirksam ist, wenn es von allen getragen wird. Praktische Tipps zur Vermeidung von Fallstricken und zur erfolgreichen Implementierung eines Leitbilds runden den Beitrag ab.KI-Generiert
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ZusammenfassungDer Prozess einer Leitbildentwicklung oder die Ergänzung eines vorhandenen Leitbilds entsteht grob aus zwei Gründen. Ist ein Unternehmen zufrieden mit sich, könnte es die Entwicklung eines Leitbilds anstoßen, um die Erfolgsfaktoren auch zur Kundengewinnung oder für neue Bewerber:innen sichtbar zu machen. Ist ein Unternehmen unzufrieden mit den Abläufen seiner Prozesse, könnte es mit Hilfe eines Leitbilds eine Kulturveränderung anstoßen, die dann jedoch auch im operativen Bereich umgesetzt werden muss, damit das Leitbild einen Sinn hat. In der Regel gibt es daher neben der Leitbildentwicklung auf der Organisationsebene auch Führungs- und Zusammenarbeitsleitlinien oder -prinzipien, die eng mit dem Leitbild verbunden sein sollten. -
5. Ein hybrides Arbeiten erfordert ein neues Zusammenspiel zwischen Führung und Mitarbeiter:innen
Michael HüblerDas Kapitel beleuchtet die komplexen Dynamiken zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden in einem hybriden Arbeitsumfeld. Es betont die Notwendigkeit eines neuen Gesellschaftsvertrags, der die gegenseitigen Erwartungen und Verantwortlichkeiten klar definiert. Hierarchische Spannungen und die Sehnsucht nach Autonomie werden als zentrale Treiber für Motivation und Engagement identifiziert. Der Text hebt die Bedeutung von Respekt und Verantwortung hervor und bietet konkrete Vorschläge, wie ein solcher Vertrag in der Praxis umgesetzt werden kann. Durch die Betonung der gegenseitigen Abhängigkeiten und die Förderung eines positiven Spannungsfelds zeigt der Beitrag, wie eine demokratische Führung und transparente Erwartungen langfristige Motivation und Bindung im Team fördern können.KI-Generiert
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ZusammenfassungWollen wir Veränderungen in Unternehmen anstoßen, sollten wir auch an einen neuen Gesellschaftsvertrag zur Klärung der Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Mitarbeiter:innen denken. In funktionierenden agilen Teams scheint dies unbewusst abzulaufen: Wir geben euch mehr Spielräume, verlangen dafür jedoch auch mehr Engagement. Das Zusammenspiel zwischen dem Top-Management und der Belegschaft funktioniert ganz ähnlich: Wir geben euch die Möglichkeit, das zu tun, was ihr am besten könnt und räumen auch eine Vielzahl von Spaß und Vergünstigungen ein, inklusive Grillabenden und der ein oder anderen Absturzparty – nachzulesen in Anna Wieners‘ Buch Code kaputt. Dafür arbeitet ihr auch am Wochenende und von Zuhause. -
6. Eine neue Arbeitswelt erfordert neue Führungsinterventionen
Michael HüblerDas Kapitel behandelt die Bedeutung symbolischer Führung in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Es wird erläutert, wie Führungskräfte durch Vorbildfunktion und kulturelle Symbole eine positive Unternehmenskultur fördern können. Symbolische Führung wird als ein mächtiges Instrument dargestellt, das tief in der kulturellen Oberfläche gräbt und die Umsetzung einer positiven Führungsethik im Unternehmen wahrscheinlicher macht. Besonders interessant sind die Beispiele für die Nutzung von Symbolen und Ritualen, um Vertrauen und Bindung zu stärken. Es wird auch auf die psychologischen und kulturellen Hintergründe von Symbolen eingegangen und wie diese bewusst eingesetzt werden können, um Veränderungen anzustoßen. Praktische Beispiele und Methoden zur Implementierung kultureller Veränderungen, wie 'Culture Hacks', werden ebenfalls vorgestellt, um die Unternehmenskultur nachhaltig zu beeinflussen.KI-Generiert
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ZusammenfassungFührungsstile gibt es beinahe so viele wie Sandförmchen an einem Ostseestrand. Die Führungskraft als Vorbild, auch transformationales Führen genannt, liegt dem Führungsstil, den ich nun vorstellen möchte, besonders nahe. Dabei ist es gerade das transformationale Führen, das in einem variablen, wechselhaften und komplexen Umfeld eine eigene Stabilität verkörpert. Während sich das transaktionale Führen im Sinne einer Führung mit klaren Zielen, Hierarchien und Strukturen in der Vergangenheit bewährte, ist eine Führung durch Vorbild wesentlich anpassungsfähiger, was gerade in einer hektischen Welt, in der für lange Erklärungen meist keine Zeit ist, enorm wichtig ist (Felte, S. 157). -
7. Nachwort: Das Manifest einer Bindungskultur auf der Basis einer positiven Führung
Michael HüblerDas Nachwort schließt den Kreis eines Buches, das eine neue Arbeitswelt basierend auf positiver Führung skizziert. Es präsentiert vier pragmatische Ansätze zur Umsetzung dieser Vision: die partizipative Entwicklung eines Leitbildes, einen neuen Gesellschaftsvertrag, die kulturelle Übersetzung einer positiven Führungsethik und die Unterstützung durch Culture Hacks. Zudem werden 12 zentrale Aspekte einer positiven Führung als Manifest vorgestellt. Diese umfassen die Konzentration auf das Wesentliche, Prävention statt Reparatur, emotionale Kompetenz, die Anerkennung einzigartiger Talente, den Einsatz von Humor, die Neudefinition von Führung und Zusammenarbeit, die Steuerung von Prozessen mittels Feedback, das Beziehungskonto, das Entgegenwirken von Entropie, respektvolle Autonomie, den Umgang mit Fehlern und die Dankbarkeitsbrille. Der Text bietet konkrete Ansätze und Strategien, um eine bindungsförderliche Unternehmenskultur zu etablieren und die Führungskultur nachhaltig zu verbessern.KI-Generiert
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ZusammenfassungDamit schließt sich der Kreis dieses Buchs, beginnend mit der durchaus utopischen Vision einer neuen Arbeitswelt basierend auf einer positiven Führung und endend mit vier pragmatischen Ansätzen zur Umsetzung dieser Utopie in die Praxis,• mit einer möglichst partizipativen Entwicklung eines Leitbildes,• einem neuen Gesellschaftsvertrag, der das positive Spannungsverhältnis zwischenFührung und Mitarbeiter:innen neu definiert,• der kulturellen Übersetzung einer positiven, bindungsförderlichen Führungs-Ethikin den Führungsalltag mittels des symbolischen Führungsstils und• der Unterstützung eines positiven Leitbilds mittels Culture Hacks als Guerilla-Taktikzur Kulturveränderung.Als letzte Zusammenfassung des Buches möchte ich Ihnen noch 12 zentrale Aspekte einer positiven Führung als Manifest mit auf den Weg geben:Nun liegt es an Ihnen, die Umsetzung einer positiven Führung in einer neuen Arbeitswelt Schritt für Schritt anzugehen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
- Titel
- Mit positiver Führung die Mitarbeiterbindung fördern
- Verfasst von
-
Michael Hübler
- Copyright-Jahr
- 2022
- Electronic ISBN
- 978-3-658-36944-6
- Print ISBN
- 978-3-658-36943-9
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-36944-6
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