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30.07.2020 | Mitarbeitermotivation | Infografik | Onlineartikel

Mitarbeiterstimmung ist in der Krise gedrückt

Autor:
Andrea Amerland
2 Min. Lesedauer

Gründe zum Feiern gibt es in deutschen Unternehmen derzeit wenig. Die Corona-Krise mit Kurzarbeit und Kündigungen drückt auf die Stimmung von Mitarbeitern, zeigt eine Umfrage. Das Management darf diese Entwicklung nicht ignorieren. Denn nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter.
 

Nicht nur das Homeoffice ist für viele Beschäftigte in Deutschland eine riesige Umstellung. Mehr als 80 Prozent der Befragten sind beruflich laut einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstitutes Smart Insights im Auftrag der Zeitschrift "Markenartikel" von der Corona-Krise betroffen. 

Laut Studie arbeiten 37 Prozent der Anfang Mai zu ihrer Gemütslage befragten 1.000 Mitarbeiter im Homeoffice. 29 Prozent befinden sich in Kurzarbeit. Auch wenn 74 Prozent der Beschäftigten davon ausgehen, dass ihr Unternehmen gut durch die Corona-Krise kommen wird, ist die Stimmung eher mittelmäßig. 

Gedrückte Stimmung in Tourimus, Hotellerie und Gastronomie

Besonders in der Tourismusbranche sowie im Hotel- und Gastronomiebereich ist die Stimmung gedrückt. Das ist wenig verwunderlich, schließlich trifft die Corona-Krise diese Geschäftsfelder besonders hart. Auch Angestellte, die sich in Kurzarbeit befinden, blicken nicht gerade positiv in die Zukunft. Über ein Drittel von ihnen schätzt die wirtschaftliche Situation des Arbeitgebers schlechter ein und hat Angst um den eigenen Job. Von den Angestellten, die nicht in Kurzarbeit sind, sorgt sich nur jeder Zehnte um seinen Arbeitsplatz.

Auf einer Skala von eins (stimme überhaupt nicht zu) bis fünf (stimme voll und ganz zu) beurteilen Beschäftigte hierzulande ihre Arbeitssituation durchschnittlich mit 3,4 Punkten, die Stimmung mit 3,6 und das Arbeitgeberverhalten mit 3,8 Punkten. Auch bei den Themen Spirit (3,4), Arbeitsbedingungen (3,7) und Unternehmenssituation (3,9) ist die Stimmung eher getrübt. Lediglich die Aspekte Arbeitsbelastung, Führung, Fürsorge und Kommunikation kommen durchschnittlich auf vier Punkte.

Mitarbeitermotivation und -bindung in Krisen besonders wichtig

Arbeitgeber sind aktuell also gefordert, ihre Mitarbeiter mehr zu motivieren und Antworten auf die allgemeine Verunsicherung zu finden. Sie sollten dafür sorgen, dass sich ihre Beschäftigte mehr wertgeschätzt fühlen und ihre Arbeitssituation nicht von der Angst vor dem Jobverlust dominiert wird. Denn nur so können sie Talente in der Krise an das Unternehmen binden.

"Krisen prägen das Verhältnis zu Mitarbeitern nachhaltig", sagt Selina Sander, für Mitarbeiterbefragungen bei Smart Insights verantwortlich. "Wer in der Krise für seine Mitarbeiter da ist und ihre Sorgen und Anregungen ernst nimmt, schafft Sicherheit und kann auch in besseren Zeiten auf ihre Loyalität bauen."

Alle tagesaktuellen Beiträge rund um die Corona-Krise finden Sie hier

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