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17.11.2016 | Mitarbeitermotivation | Im Fokus | Onlineartikel

Ist Fun wichtiger als die Gehaltserhöhung?

Autor:
Dr. Lutz Anderie

Leadership wird in der Gamesbranche vom Altersdurchschnitt der Mitarbeiter und dem kontinuierlichem Change geprägt. Das hat insbesondere Konsequenzen für die Mitarbeiterbindung. 

Leadership in einem Gamesunternehmen ist heute durch eine Vielzahl von Interessen bestimmt. Stakeholder verfolgen teilweise unterschiedliche Teilinteressen, die das Management vor schwierige Aufgaben stellen. Insbesondere die Strategie und Ressourcenverteilung sind hier von großer Bedeutung: Wie führe ich das Unternehmen und was muss ich heute tun, um morgen im Markt erfolgreich zu sein? Wie viele Mitarbeiter lasse ich an einem Projekt arbeiten und welche finanziellen Mittel werden benötigt?

Die Gamesbranche transformiert sich regelmäßig selbst. Vor 20 Jahren waren Videogames noch nicht online, vor zehn Jahren gab es noch keine Social Games. Die Kunst ist es, die marktorientierte Unternehmensführung zu beherrschen. Das Unternehmen entscheidet, ob es die entsprechenden Ressourcen zur Game-Entwicklung bereitstellen kann und will.

Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter ist niedrig. Nicht zuletzt durch die demographische Entwicklung und die attraktiven Produkte der Branche stellt die Generation Y, also die nach 1980 Geborenen, das Gros der Mitarbeiter in der Gamesbranche.

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Mehr Unternehmensbeteiligung für mehr Loyalität

Mitarbeiter der Generation Y haben andere Wertvorstellungen als frühere Jahrgänge: Sie sind flexibel, schätzen einen ausgewogenen Lebensstil und zögern nicht, Unternehmen zwecks persönlicher beruflicher Weiterentwicklung zu wechseln. Regelmäßig wird der Generation Y jedoch auch mangelnde Leistungsorientierung und ein hohes Anspruchsdenken mit einer damit einhergehenden Selbstüberschätzung unterstellt. Im Vergleich zu vorangegangenen Generationen hat die Generation Y nie Mangelsituationen erlebt und wurde schon als Kind in Entscheidungen über Urlaubsreisen oder Autokauf durch die Eltern eingebunden.

Da es in erster Linie die Mitarbeiter eines Gamesunternehmen sind, welche die Transfomationsprozesse gestalten müssen, gilt es, Leistungspotenziale zu bergen.
Das Team trägt entscheidend zum Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens bei. Idealerweise verfügt das Team über Kompetenz, den richtigen Spirit und eine Struktur, die Wertschöpfung generiert – bei der Entwicklung und Vermarktung von Games.

Die Kunst ist es, herauszufinden, was die beschäftigten Mitarbeiter der Generation Y triggert und gleichermaßen finanzierbar ist. Natürlich kann sich ein Unternehmen wie Google aufgrund seiner Ressourcen eigene Ärzte, Massagestudios und Restaurants im Unternehmen leisten. Die Frage stellt sich jedoch, ob diese extrinsischen Motivationsfaktoren für die Generation Y von hoher Bedeutung sind. Eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen kann wiederum eine hohe Bindung und Loyalität bewirken.

Ansprüche im Wandel

Die Vermutung liegt nahe, dass eher die intrinsischen Faktoren – Motivation, die durch die Tätigkeit geschaffen wird – entscheidend sind. Die Chance, an einem Game zu arbeiten, das Fun ist, kann durchaus wichtiger sein als eine Gehaltserhöhung. In der Tat führt das in der unternehmerischen Praxis zu einigen Überraschungen: Der Mitarbeiter, dem eine Beförderung angeboten wird lehnt diese ab, da er sich nicht dem Verantwortungsdruck aussetzen möchte. Oder der als Motivation gedachte Firmenwagen, der unternehmensseitig angeboten wurde, wird aus ökologischen Gründen abgelehnt.

Führungstechniken sind auch durch den Zeitgeist und die fortschreitende technologische Entwicklung geprägt. Noch vor 30 Jahren war es nicht möglich, dass Mitarbeiter ständig erreichbar und "always on" sind. Auch Arbeitsplatzmodelle wie beispielsweise das Home Office erfordern eine ständige Weiterentwicklung der Führungstechniken.

Es stellt sich jedoch nicht nur die Frage, wie die Generation Y gemanagt werden soll, sondern auch, wie ein Manager, der selbst aus der Generation Y stammt und erstmals Mitarbeiterverantwortung übernimmt, führen sollte.

Bei der Zusammenstellung von Teams in Games-Unternehmen ist deshalb darauf zu achten, dass die Mitglieder über die entsprechende Ausbildung, Erfahrung und das Know-how verfügen, um die Ziele zu erreichen. Bei der Programmierung eines Action Games für Konsolen werden andere Anforderungen an das Team gestellt, als bei einem Tower Defense Mobile Game. In der Games-Branche arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Skill Sets und es muss bei der Team-Zusammenstellung darauf geachtet werden, dass sich die Teammitglieder ergänzen.  

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