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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Forschungsfrage/Problemstellung

Zusammenfassung
Durch die geplante Reform der Bankenregulierung (Basel II) wird das Thema Rating derzeit (2002) intensiv diskutiert. Die geplante Vereinbarung, — Reaktion der Bankregulierungsbehörden auf die revolutionären Entwicklungen im Kreditrisikomanagement —, soli 2006 eingeführt werden. Fortschritte im letzten Jahrzehnt durch modeme Ratingsysteme und neue Konzepte im Kreditrisikomanagement in Verbindung mit dem Einsatz modemer Informationstechnologien ermöglichen eine bessere Quantifizierung der Kreditrisiken. Man kann diese Entwicklung als Transformation der Kunst” des Bankings in eine Ingenieurswissenschaft sehen.Durch die dadurch hervorgerufene Veränderung der strategischen Erfolgsfaktoren im Banking steht ein Strukturwandel in der Finanzbranche bevor. Dies gilt für Deutschland in besonderem Maße. In der Schweiz ist ein großer Teil der Anpassungen bereits Ende der neunziger Jahre vorgenommen wurden. Es zeigt sich, daß durch den Strukturwandel zahlreiche Bankiers verunsichert sind. Eine solche Verunsicherung könnte bereits heute Auswirkungen auf die Kreditversorgung haben. Daher überrascht es nicht, daß in der letzten Zeit in der deutschen Wirtschaftspresse immer wieder Meldungen über Finanzierungsprobleme des Mittelstandes zu finden sind.
Christoph R. Kley

2. Grundlegung

Zusammenfassung
Im zweiten Kapitel werden Grundlagen für die Argumentation in der vorliegenden Dissertation erörtert, Zuerst werden die Hauptaussagen der Neuen Institutionenökonomik vorgestellt, die mit ihrer Betonung der Bedeutsamkeit von Institutionen und Transaktionskosten das theoretische Fundament der Arbeit bildet (Abschnitt 2,1). Danach werden Charakteristika mittelgroßer mittelstandischer Betriebe diskutiert, die relevant:fiir die Nachfrage nach Finanzierungslösungen sind (Abschnitt 2.2). AnschlieBend wird die Angebotsseite auf dem Markt für KMU-Finanzierungskontrakte behandelt (Abschnitt 2.3). 1m Abschnitt 2.4 werden die Marktergebnisse in der Schweiz beschrieben. Es solI dabei die Frage geklärt werden, wie sich die schweizerischen Betriebe finanzieren. Da sich die Arbeit nicht nur auf die heutige Situation, sondem auch auf die nähere Zukunft bezieht, werden im Abschnitt 2.5 Thesen für die zükunftige Entwicklung der Angebotsseite aufgestellt und plausibilisiert. Die regulatorischen Änderungen durch Basel II erleichtem die Prognose, da aus diesen Bestimmungen Bankstrategien bzw. -verhaltensweisen abgeleitet werden können.
Christoph R. Kley

3. Friktionen auf den Finanzmärkten für mittelgroße Unternehmen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll die Funktionsfähigkeit der Märkte, auf denen sich die mittelständischen Untemehmen finanzieren, untersucht werden. Viele neoklassische Voraussetzungen fur die Effizienz dieser Märkte sind verletzt wie beispielsweise die Annahme der Nichtexistenz von Transaktionskosten und oder die Annahme perfekter Rationalität
Christoph R. Kley

4. Informationserzeugung in Banken

Zusammenfassung
Das vierte Kapitel beschreibt und untersucht Informations- und Entscheidungsprozesse im Firmenkreditgeschäft, Nur mit detaillierter Kenntnis der heute üblichen und in naher Zukunft erwarteten Prozesse ist es möglich, die Rolle von Mittelstands-Rating im Rahmen der Finanzintermediation zu beurteilen. Insbesondere interessieren die Fragen, welche Informationen Banken besitzen und wie sie diese verarbeiten, und inwiefem sich diese Informationen von denjenigen der Mittelstands-Ratingagenturen unterscheiden. Aus den Erkenntnissen solI abgeleitet werden, ob Untemehmen identifiziert werden können, die einer erhohten Fehlbeurteilungswahrscheinlichkeit ausgesetzt sind.
Christoph R. Kley

5. Erklärungsansätze für Credit Rating

Zusammenfassung
In diesem Kapitel steht die Frage nach den Besonderheiten von Mittelstands-Rating gegenüber anderen Ratingdienstleistungen im Mittelpunkt.
Christoph R. Kley

6. Nutzen von Mittelstands-Ratings bei der Finanzierung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel geht es um die Diskussion der positiven Nutzeneffekte von Mittelstands-Rating bei der Finanzierung mittelgroßer Betriebe. Es werden drei Einsatz-Szenarien von Mittelstand-Ratings im Rahmen der Finanzierung mittelgroßerBetriebe beschrieben und die Nutzlichkeit diskutiert:
  • Szenario I: „Second Opinion“: Die Fehlbewertung durch die Bank im Rahmen einer Hauptbankbeziehung so11 korrigiert bzw. die Verhandlungsposition gegenüber der Bank gestärkt werden.
  • Szenario II:„Intensivierung des Wettbewerbs“: Mittelstands-Rating so11 indiesem Szenario zu einem intensiveren Wettbewerb urn Finanzlosungen furein Untemehmen führen.
  • Szenario III: „Outsourcing“: Hierbei werden Ratingaktivitäten verschiedenerBanken zentralisiert.
Christoph R. Kley

7. Gestaltungsoptionen

Zusammenfassung
Die Kemfrage des Kapitels ist, wie die derzeitig angebotene Dienstleistung Mittelstands-Rating verbessert werden kann, um die Funktionalität fur die Untemehmensfinanzierung zu steigem. Handlungsempfehlungen für die Mittelstands-Ratingagenturensind dabei das eine Ziel dieses Kapitels. Das andere Ziel ist eine(kurze) Diskussion des Nutzens von Mittelstands-Ratings in altemativer Verwendungwie zum Beispiel als Beratungsdienstleistung oder als Investor-Relations-Instrument.
Christoph R. Kley

8. Ergebnisse

Zusammenfassung
Die in der vorliegenden Arbeit zu klärende Frage ist, wie und zu we/chem Nutzendie DienstleistungMittelstands-Rating“ bei der Fremdkapitalfinanzierung eingesetztwerden kann. Sie fokussiert dabei auf die Fremdkapitalfinanzierung von mittelgroβen mittelständischen Unternehmen in der Schweiz und sekunddr in Deutschland, wobei auf die heutige und mittelfristig anzutrefJende Situation eingegangenwird. Dieser Zeitraum schlieβt die Einführungsphase von Basel II ein(2006 2008). Aus den Überlegungen heraus, unter welchen Bedingungen ein extremes Rating bei der Kreditfinanzierung nutzlich ist, werden Handlungsempfehlungenfur die Betriebe entwickelt. Nutzlichkeit wird vomehmlich im Sinne derSumme materieller Vor- und Nachteile unter Einbezug der Transaktionskosten derverschiedenen Institutionen im Vergleich zu Altemativen (im Sinne von Wertschopfungsketten)verstanden. Darüber hinaus werden Verbesserungsvorschlagefur einen gröβseren Nutzen extemer Ratings gemacht, die sich auf die Gestaltungder Dienstleistung und die anbietenden Ratingagenturen beziehen.
Christoph R. Kley

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